Ester
Est 4, 17 Donnerstag, 1. Fast Wo
In jenen Tagen wurde die Königin Ester von Todesangst ergriffen und suchte Zuflucht beim Herrn, und sie betete zum Herrn, dem Gott Israels: Herr, unser König, du bist der Einzige. Hilf mir! Denn ich bin allein und habe keinen Helfer außer dir; die Gefahr steht greifbar vor mir. Von Kindheit an habe ich in meiner Familie und meinem Stamm gehört, dass du, Herr, Israel aus allen Völkern erwählt hast; du hast dir unsere Väter aus allen ihren Vorfahren als deinen ewigen Erbbesitz ausgesucht und hast an ihnen gehandelt, wie du es versprochen hattest. Denk an uns, Herr! Offenbare dich in der Zeit unserer Not, und gib mir Mut, König der Götter und Herrscher über alle Mächte! Leg mir in Gegenwart des Löwen die passenden Worte in den Mund, und stimm sein Herz um, damit er unseren Feind hasst und ihn und seine Gesinnungsgenossen vernichtet. Uns aber rette mit deiner Hand! Hilf mir, denn ich bin allein und habe niemand außer dir, o Herr!
Ester
Das Buch Ester gehört zu den spannendsten Erzählungen des Alten Testaments. Es ist ein Buch voller Dramatik, politischer Ränkespiele, Mut und göttlicher Fügung: Ester lebt unerkannt als Jüdin in einem antijüdischen Umfeld.
Als der Genozid ihres Volkes angeordnet wurde, beschloss sie unaufgefordert (was eigentlich den Tod bedeutete), zum König zu gehen und ihn um Hilfe zu bitten.
Sie suchte Zuflucht beim Herrn.
Zuvor aber suchte sie Zuflucht bei Gott und holte sich bei ihm die Kraft, um die geplante Ausrottung ihres Volkes abzuwenden.
Die Gefahr steht greifbar vor mir.
Auch heute müssen wir die Angriffe gegen die Kirche wahrnehmen. In Deutschland sind sie nicht offen, sondern subtil, unterschwellig, hintergründig und raffiniert. Ester sollte uns ein Vorbild sein, sie tat das Richtige. Halten wir lieber den Mund, um keinen Ärger zu bekommen?
Auch ein Einzelner kann viel bewirken.Neuer Text

