Hos 6, 1-6 Samstag, 3. Fast Wo
Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden. Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf, und wir leben vor seinem Angesicht. Lasst uns streben nach Erkenntnis, nach der Erkenntnis des Herrn. Er kommt so sicher wie das Morgenrot; er kommt zu uns wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt. Was soll ich tun mit dir, Efraim? Was soll ich tun mit dir, Juda? Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der bald vergeht. Darum schlage ich drein durch die Propheten, ich töte sie durch die Worte meines Mundes. Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht. Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.
Kommt, wir kehren zum Herrn zurück!
Diese Aufforderung ist voller Liebe und Hoffnung, trotz der Fehler und Abkehr des Volkes.
Es ist eine Einladung zur Umkehr, zur Buße und zur Wiederherstellung der Beziehung zu Gott. Indem Gott Israel auffordert, sich umzukehren, zeigt er seine Barmherzigkeit und sein Verlangen nach einer erneuerten Gemeinschaft.
Diese Worte erinnern uns daran, dass es nie zu spät ist, umzukehren und Gott anzunehmen, egal wie weit wir uns von ihm entfernt haben. Es ist eine Ermutigung, unsere Wege zu überdenken und zurückzukehren zu dem, der uns bedingungslos liebt.
Er wird uns auch heilen
In Hosea 14,3 geht es um Gottes Ruf zur Umkehr und Vergebung. Hier heißt es, dass wir zu Gott zurückkehren sollen, indem wir uns von unseren Sünden abwenden und um Vergebung bitten.
Indem wir unsere Schuld eingestehen und bereuen, öffnen wir uns für Gottes Gnade und Vergebung. Diese Verse erinnern uns daran, dass Gott uns immer wieder liebevoll annimmt, wenn wir zu ihm zurückkehren, und dass seine Liebe größer ist als unsere Fehler.
Es ist eine Einladung, uns von allem zu lösen, was uns von ihm trennt, und in seine vergebende Umarmung zurückzukehren.
Hos 14, 2-10 Freitag, 3. Fast Wo
So spricht der Herr: Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld. Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte der Reue mit euch, und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns, und lass uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer Lippen. Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten, und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen. So spricht der Herr: Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Groß-mut wiederlieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt. Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon. Seine Zweige sollen sich aus-breiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon. Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon. Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja, ich erhöre ihn, ich schaue nach ihm. Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht. Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es. Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.
Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott.
Das ist der erste Satz. Keine Anklage, keine Drohung – sondern eine Einladung. Das ist entscheidend: Gott sagt nicht: Du hast alles falsch gemacht, es ist vorbei. Sondern: Du kannst zurückkommen. Egal, wie jemand lebt, was schiefgelaufen ist oder wo man sich verrannt hat:
Der Weg zurück ist nicht verschlossen.
An mir findest du reiche Frucht.
Am Ende spricht Hosea in Bildern: Tau, damit das Land aufblüht, Wein, so berühmt wie der Wein des Libanon und grünender Wacholder. Das heißt: Ein Leben mit Gott wird nicht enger, sondern lebendiger.
Für heute
Glaube ist nicht in erster Linie Verzicht, sondern kann zu innerem Wachstum und Stabilität führen. Es ist keine einfache Botschaft, aber eine klare: Der Weg zu Gott ist nicht kompliziert. Aber er verlangt einen Schritt: umkehren – und sich heilen lassen.

