von ew
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18. März 2026
Ex 32, 7-14 Donnerstag, 4. Fast Wo In jenen Tagen sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Bo-den. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben. Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem großen Volk machen. Da versuchte Mose, den Herrn, seinen Gott, zu besänftigen, und sagte: Warum, Herr, ist dein Zorn gegen dein Volk entbrannt? Du hast es doch mit großer Macht und starker Hand aus Ägypten herausgeführt. Sollen etwa die Ägypter sagen können: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie vom Erdboden verschwinden zu lassen? Lass ab von deinem glü-henden Zorn, und lass dich das Böse reuen, das du deinem Volk antun wolltest. Denk an deine Knechte, an Abraham, Isaak und Israel, denen du mit einem Eid bei deinem eigenen Namen zugesichert und gesagt hast: Ich will eure Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel, und: Dieses ganze Land, von dem ich gesprochen habe, will ich euren Nach-kommen geben, und sie sollen es für immer besitzen. Da ließ sich der Herr das Böse reuen, das er seinem Volk angedroht hatte. Erneute Prüfung des Moses. Man muss den Text sehr aufmerksam lesen, um die Feinheiten herauszufiltern. „Gott sprach zu Moses: "Steig hinunter, denn dein Volk läuft ins Verderben.“ Haben Sie die Feinheit bemerkt? Gott sagt: Es ist dein Volk! Gott gibt das Volk an Moses ab. Gott hat genug von diesem störrischen Volk. Nun sollen sie nicht mehr Israeliten, sondern “Moseiten“. Gott schenkt das Volk also seinem treuen Diener Moses. (Vers sieben) Ein verlockender Vorschlag. In Vers 10 sagt Gott zu Moses: „Ich will dich zu einem großen Volk machen“ Moses bekommt die Chance seines Lebens, er kann dieses störrische Volk, das immer zu gegen ihn murrt, vergessen und zusammen mit Gott, seinem Freund einen Neuanfang wagen. Ich stelle mir vor, dass Moses in einem Moment der Schwäche über diesen Vorschlag Gottes nachgedacht hat. Moses könnte mit einem neuen Volk, das nicht immerzu murrt und fremden Göttern folgt, in das gelobte Land einziehen. Es ist Gottes Volk. Moses überwindet diesen Moment der Schwäche und erinnert Gott daran, dass es sein Volk ist: Warum, Herr, ist dein Zorn gegen dein Volk entbrannt? (Vers 10) Moses gibt Gott zu verstehen, dass das Volk immer sein Volk ist. Das Volk ist nicht nur dann Gottes Volk, wenn es seine Gebote erfüllt, sondern auch dann, wenn es auf Abwegen geht. Für uns. Ich finde, dass dies auch ein trostreicher Gedanke für uns alle sein kann. Wir sind immer Gottes Kinder! Auch dann, wenn wir auf komischen Wegen gehen. Bild. Pexel / Luis Quintero