Willkomen bei
Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Hos 8, 4-7. 11-13 Dienstag, 14 Woche So spricht der Herr: 4Sie setzen in Israel Könige ein, aber gegen meinen Willen; sie wählen Regierende aus, doch ich erkenne sie nicht an. Sie machen sich Götzen aus ihrem Silber und Gold – damit es vernichtet wird. 5Samária, dein Kalb ist verworfen. Mein Zorn ist entbrannt gegen sie; wie lange noch sind sie unfähig zur Reinheit? 6Denn von Israel kommt es: Ein Handwerker hat es gemacht – ein Gott ist es nicht. Ja, zu Splittern soll es werden, das Kalb von Samária. 7Denn Wind säen sie und ernten Sturm. Ein Halm ohne Ähren bringt kein Mehl. Und wenn er es brächte – verschlingen würden es Fremde. 11Éfraim hat viele Altäre gebaut, um zu sündigen, ja, Altäre zum Sündigen sind sie ihm geworden. 12Wieder und wieder schreibe ich meine Weisung auf für ihn – angesehen wird sie wie die eines Fremden. 13Schlachtopfer, die mir dargebracht werden sollen, schlachten sie und essen das Fleisch selbst. Der Herr hat kein Gefallen an ihnen. Jetzt wird er ihrer Schuld gedenken und sie heimsuchen wegen ihrer Sünden: Denn Wind säen sie und ernten Sturm Vers 7 formuliert ein Gesetz, das fast naturhaft klingt: Was man sät, das erntet man – nur eben verstärkt. Wind wird zu Sturm. Es ist keine willkürliche Strafe von außen, sondern die innere Konsequenz eines Lebens, Denn Wind säen sie und ernten Sturm Das, was wir sagen, und das, was wir tun, hat eine Wirkung. Kleine Entscheidungen bleiben nicht klein. Was wir heute säen – Worte, Gedanken, Gewohnheiten –, wächst. Denn Wind säen sie und ernten Sturm Auch Schweigen hat eine Wirkung. Oft möchten wir den Ball flachhalten um keinen Sturm zu entfesseln. Aber wer gegenüber dem Unrecht schweigt, erntet später den Sturm mit, den er nicht selbst entfacht, aber auch nicht aufgehalten hat. Schweigen ist nie neutral. Denn Wind säen sie und ernten Sturm Jemand hat einmal gesagt: Der Wind der kleinen Kompromisse wird später zum Sturm der Zerstörung: ein bisschen die Wahrheit verbiegen, Konflikten aus dem Weg gehen, ein wenig schmeicheln, um zu gefallen. Das fühlt sich im Moment leicht an wie ein Lüftchen. Aber irgendwann bricht der Sturm los. Bild: pexels-photo-7977145. / Rai Bilcliff

Hos 2, 16. 17b-18. 21-22 Montag, 14 Woche So spricht der Herr: 16bIch werde Israel, meine treulose Braut, in die Wüste gehen lassen und ihr zu Herzen reden. 17bDort wird sie mir antworten wie in den Tagen ihrer Jugend, wie am Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog. 21Ich verlobe dich mir auf ewig; ich verlobe dich mir um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, 22ich verlobe dich mir um den Brautpreis der Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen. In dieser Woche folgen wir dem Propheten Hosea. Er hat eine wunderbare Botschaft für heute. Es ist unschwer zu erkennen, dass die Braut für das Volk Israel steht, das auf Abwege geraten ist. Aber: Die Braut bin aber auch ich selbst! Ich werde Israel, meine treulose Braut, in die Wüste gehen lassen. Die Braut rennt ihren Liebhabern nach (Hos 2,7-10) und Gott lässt sie gewähren. Er greift nicht ein. Warum? Gott möchte eine Braut und keine Sklavin. Liebe kann nicht erzwungen werden; sie muss frei geschenkt werden. Gottes "Nicht-Eingreifen" ist kein Desinteresse, sondern Respekt vor Freiheit der Menschen. Ich werde Israel, meine treulose Braut, in die Wüste gehen lassen. Die Wüste entsteht paradoxerweise erst dadurch, dass die Braut ihren eigenen Weg zu Ende geht. Sie merkt plötzlich: Die falschen Liebhaber (die Welt, der Konsum, die Bestätigung durch andere) beuten sie nur aus. Die Quellen versiegen. Ich werde Israel, meine treulose Braut, in die Wüste gehen lassen. Aber Gott schaut nicht schadenfroh aus der Ferne zu. Er wartet voller Sehnsucht, bis die Braut am Ende ihres Weges in der Wüste angekommen ist. Ich werde Israel, meine treulose Braut, in die Wüste gehen lassen. Wenn der Mensch am Ende seiner eigenen Möglichkeiten angekommen ist, dann verwandelt Gott diese selbstverschuldete Wüste in einen Ort der Begegnung. Er möchte der Braut (also Dir, lieber Leser, liebe Leserin) neu begegnen. Nicht mit Vorwürfen, sondern mit den Worten: „Ich will ihr zu Herzen reden.“ Bild: pexels-photo-38192532. / Sani Maikatanga

Am 8, 4-6. 9-12 Freitag, 13 Woche 4 Hört dies, die ihr den Armen nachstellt und die Gebeugten im Land vernichten wollt! 5 Ihr sagt: Wann ist der Neumond vorbei, damit wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, damit wir Korn anbieten können? Wir wollen das Efa kleiner und das Sola größer machen und die Waage fälschen. 6 Wir wollen die Hilflosen für Geld kaufen und den Armen für ein Paar Sandalen; sogar den Abfall des Korns wollen wir verkaufen. 9 An jenem Tag wird es geschehen – Spruch des HERRN, meines Gottes –: Da lasse ich die Sonne am Mittag untergehen und bringe über die Erde Verfinsterung am hellen Tag. 10 Ich verwandle eure Feste in Trauer und all eure Lieder in Totenklage. Ich lege um alle Hüften das Trauergewand und schere jeden Kopf kahl. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den Einzigen und das Ende davon wird sein wie der bittere Tag.11Siehe, es kommen Tage – Spruch Gottes, des Herrn -,da schicke ich Hunger ins Land, nicht Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, sondern danach, die Worte des Herrn zu hören. 12Dann wanken sie von Meer zu Meer von Norden nach Osten ziehen sie, um das Wort des Herrn zu suchen ;doch sie werden es nicht finden. Von Meer zu Meer Amos sagt am Ende der Lesung voraus, dass es eine Zeit geben wird, in der die Menschen von Meer zu Meer wanken werden, um das Wort Gottes zu suchen - ohne es zu finden. Das Wort Gottes ist sehr nahe In jeder Heiligen Messe wird das Wort Gottes verkündet. Wenn du jeden Tag die Messe besuchst, dann hast du in drei Jahren die wichtigsten Stellen aus dem Alten und aus dem Neuen Testament gehört. Irgendwo in deinem Zimmer steht vielleicht eine Bibel. Nimm sie und lies, es ist das Wort Gottes. Das Wort Gottes ist sehr nahe Vers 12 erinnert mich sehr an das, was Paulus in Röm 10,8 schreibt: „Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.“ Oder an Jesus, der sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21). Von Meer zu Meer Warum also beschreibt Amos diesen Zustand des verzweifelten, aber erfolglosen Suchens? Warum finden manche Menschen das Wort Gottes nicht, obwohl es ihnen so nahe ist? Bild: pexels-photo-37559997 / Klaus G











