Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew 7. September 2026
1 Kor 6, 1-11 Dienstag, 23. Woche Wagt es einer von euch, der mit einem anderen einen Rechtsstreit hat, vor das Gericht der Ungerechten zu gehen statt zu den Heiligen? Wisst ihr denn nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht zuständig, einen Rechtsstreit über Kleinigkeiten zu schlichten? Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Also erst recht über Alltägliches. Wie könnt ihr dann jene, die im Urteil der Gemeinde nichts gelten, als Richter einsetzen, wenn ihr einen Rechtsstreit über Alltägliches auszutragen habt? Ich sage das, damit ihr euch schämt. Gibt es denn unter euch wirklich keinen, der die Gabe hat, zwischen Brüdern zu schlichten? Statt dessen zieht ein Bruder den andern vor Gericht, und zwar vor Ungläubige. Ist es nicht überhaupt schon ein Versagen, dass ihr miteinander Prozesse führt? Warum leidet ihr nicht lieber Unrecht? Warum lasst ihr euch nicht lieber ausrauben? Nein, ihr selber begeht Unrecht und Raub, und zwar an Brüdern. Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche gab es unter euch. Aber ihr seid reingewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn, und im Geist unseres Gottes. Beim Lesen des Korintherbriefes enthüllt sich uns das Bild der christlichen Gemeinde jener Stadt und alles, was wir erfahren, gehört wie in einem großen Puzzlespiel zusammen. Alles beginnt damit, dass die Christen in Korinth offensichtlich ihre Einheit verloren haben und Paulus die Gemeinde aufruft, keine Spaltung unter ihnen zu dulden (1 Korinther 1,10). Kurz darauf wurde das Zeichen des Kreuzes von den Korinthern zugunsten einer höheren und besseren Weisheit aus der Mitte gerückt (1 Korinther 1,18). Im dritten Kapitel hören wir bereits, dass Streit und Eifersucht die Gemeinde zerreißen (1 Korinther 3,3). Schließlich wird die Autorität des Paulus, dem sie viel zu verdanken haben, verachtet (1Korinther 3,4). ·Gestern haben wir gelesen, dass die Christen in Korinth sittliche Missstände nicht nur duldeten, sondern sogar noch guthießen (1 Korinther 5,1) ·Da passt es heute gut ins Bild, dass die Christen in Korinth vor weltlichen Gerichten gegeneinander kämpften. Paulus muss in Korinth nicht primär eine Irrlehre bekämpfen. Die Not liegt an einer anderen Stelle. Den Christen in Korinth scheint es mit ihrer eigenen "Weisheit" ganz selbstverständlich, dass Christen miteinander streiten und Prozesse führen. Es geht erneut um das große Thema der „Liebe“ die man unter den Christen in Korinth offensichtlich nicht mehr findet. Der Untergang begann mit der Spaltung der Gemeinde in verschiedene Gruppierungen. Ist die Einheit nicht mehr gegeben, kann der Zerfall einer Gemeinde nur noch schwer aufgehalten werden. Dieses Bild der traurigen Gemeinde in Korinth sollte uns heutigen Christen eine ernste Warnung sein. Bild: : pexels-photo-8693379. / Towfiqu barbhuiya
von ew 6. September 2026
1 Kor 5, 1-8 Montag, 23. Woche Übrigens hört man von Unzucht unter euch, und zwar von Unzucht, wie sie nicht einmal unter den Heiden vorkommt, dass nämlich einer mit der Frau seines Vaters lebt. Und da macht ihr euch noch wichtig, statt traurig zu werden und den aus eurer Mitte zu stoßen, der so etwas getan hat. Was mich angeht, so habe ich - leiblich zwar abwesend, geistig aber anwesend - mein Urteil über den, der sich so vergangen hat, schon jetzt gefällt, als ob ich persönlich anwesend wäre: Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn, diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird. Zu Unrecht rühmt ihr euch. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit Übrigens hört man von Unzucht unter euch. Paulus sagt nicht, dass jemand seine Mutter geheiratet hat, sondern dass jemand mit der Frau seines Vaters lebt. Wahrscheinlich ist also, dass Paulus hier die Stiefmutter meint, die auch altersmäßig dem Sohn näherstehen konnte. Es handelt sich bei dem ganzen Vorgang nicht um eine Sünde im erotischen Rausch. Hier hat ein Mann bewusst mit seiner Stiefmutter die Ehe geschlossen. Und da macht ihr euch noch wichtig. Von der Frau und von dem Mann wird überhaupt nicht gesprochen, sondern von der Gemeinde und ihrem Verhalten. Die Gemeinde der Christen sieht und empfindet nämlich die Schwere der Sünde nicht mehr. Grobe sittliche Missstände werden in Korinth stillschweigend geduldet. Die Christen in Korinth waren tolerant und haben alles zugelassen. Sie waren offen für jedwede Form der Lebenspartnerschaft und vermutlich waren sie auch noch stolz auf diese Haltung. Paulus sagt (mit Kopfschütteln): Ihr macht euch auch noch wichtig. Zu Unrecht rühmt ihr euch. Wer heute nicht tolerant ist und alle möglichen Lebensentwürfe akzeptiert und für gutheißt, bekommt den vollen Druck der Gesellschaft, aber auch so mancher christlicher Freidenker ab. Vielleicht werden spätere Generationen über unsere Zeit ein anderes Urteil fällen, als wir es im Moment gerade tun. Vielleicht werden unsere Nachkommen aber auch einmal sagen: zu Unrecht habt ihr alles toleriert. Zu Unrecht wart ihr stolz auf eure Offenheit. Bild: pexels-photo-11587594 / Olena B ohovyk
von ew 4. September 2026
1 Kor 4, 6b-15 Samstag, 22. Woche Damit ihr an uns lernt, dass der Grundsatz gilt: «Nicht über das hinaus, was in der Schrift steht», dass also keiner zugunsten des einen und zum Nachteil des andern sich wichtig machen darf. Denn wer räumt dir einen Vorrang ein? Und was hast du, das du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen? Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden, ohne uns seid ihr zur Herrschaft gelangt. Wäret ihr doch nur zur Herrschaft gelangt! Dann könnten auch wir mit euch zusammen herrschen. Ich glaube nämlich, Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, wie Todgeweihte; denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen. Wir stehen als Toren da um Christi willen, ihr dagegen seid kluge Leute in Christus. Wir sind schwach, ihr seid stark; ihr seid angesehen, wir sind verachtet. Bis zur Stunde hungern und dürsten wir, gehen in Lumpen, werden mit Fäusten geschlagen und sind heimatlos. Wir plagen uns ab und arbeiten mit eigenen Händen; wir werden beschimpft und segnen; wir werden verfolgt und halten stand; wir werden geschmäht und trösten. Wir sind sozusagen der Abschaum der Welt geworden, verstoßen von allen bis heute. Nicht um euch bloßzustellen, schreibe ich das, sondern um euch als meine geliebten Kinder zu ermahnen. Hättet ihr nämlich auch ungezählte Erzieher in Christus, so doch nicht viele Väter. Denn in Christus Jesus bin ich durch das Evangelium euer Vater geworden. Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden. Paulus klingt heute sehr sarkastisch, wenn er in der Lesung zu den Christen in Korinth sagt: „Ihr seid schon satt. Ihr seid schon reich. Ihr seid zur Herrschaft gelangt." Paulus möchte die Christen nicht beleidigen oder sich über sie lustig machen, aber er möchte ihnen bewusstmachen, wie egoistisch und selbstherrlich sie miteinander umgehen. Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden. Manche sind so sehr von sich selbst überzeugt, dass andere Meinungen kaum eine Chance haben. Es sind ehrenwerte und verdienstvolle Leute, die sich schon über viele Jahre hinweg für die Gemeinde eingesetzt haben. Sie sind stolz auf ihre Leistungen. Sie lassen sich gerne in der Öffentlichkeit ehren, aber wehe, man vergisst ein einziges Mal, ihnen zum Geburtstag zu gratulieren. Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden. Was Paulus schreibt, ist keine Beschreibung einer alten Vergangenheit, sondern manchmal traurige Gegenwart. Bild: pexels-photo-7594637 / Pavel Danilyok
von ew 3. September 2026
1 Kor 4, 1-5 Freitag, 22. Woche Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen. Mir macht es allerdings nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht mich zur Verantwortung zieht; ich urteile auch nicht über mich selbst. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der mich zur Rechenschaft zieht. Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird. Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten. Verwalter von Geheimnissen Gottes. Wenn Paulus in 1. Korinther 4 sagt, wir seien „Verwalter von Gottes Geheimnissen“, stolpert man im Grunde schon über das erste Wort. Normalerweise verwaltet man Dinge, die greifbar sind: Geld, Immobilien, Termine oder Akten. Aber wie bitteschön soll man ein Geheimnis verwalten? Verwalter von Geheimnissen Gottes. Dem Verwalter von Geheimnissen Gottes ist Verantwortung übertragen. Er muss etwas bewahren, um es später an andere weitergeben zu können. Der Verwalter von göttlichen Geheimnissen muss etwas weitergeben, was größer ist als sein Verstand. Verwalter von Geheimnissen – Geheimnis des Glaubens In jeder Eucharistiefeier wiederhole ich unmittelbar nach der Wandlung den Satz. Geheimnis des Glaubens. Die Hl. Messe, aber auch die Feier aller Sakramente, sind Geheimnisse, die ich verwalten darf. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen. Paulus fügt in Vers 2 direkt hinzu: „Von einem Verwalter wird nur verlangt, dass er treu befunden wird.“ Das ist eine unglaubliche Entlastung. Es wird von mir nicht verlangt, dass ich das Geheimnis restlos erklären muss. Das Einzige, was verlangt wird, ist die Treue im Verwalten des Geheimnisses. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen. Darum feiere ich die Hl. Messe so, wie sie mir die Kirche vorgibt, zu feiern. Das habe ich dem Bischof bei der Priesterweihe am 19.5.1996 und damit natürlich auch Gott versprochen. Die Liturgie ist nicht mein Eigentum, das ich nach Belieben formen könnte, sondern das Eigentum der Kirche und des Herrn. Ich könnte nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich hier untreu würde. Bild: pexels-photo-9841932. / Anton Kudryhashof

Zwei Predigtreihen

Gott ist viel toller, als wir uns das in unseren kühnsten Träumen ausdenken können. 

Gott ist spannend. 

Er ist voller Überraschungen, voller Schönheit und voller Tiefe.


Oktober: Falsches Bild, echter Gott - Oder: Zeit für ein Update


Nicht selten begegnen mir Gottesbilder, die in falschen Vorstellungen gefangen sind und die Angst und Frust vermitteln.



In einer bescheidenen Predigtreihe im Oktober möchte ich mit 4 falschen Gottesbildern aufräumen.

Papa hat schlechte Laune? - Oder: Ist Gott sauer auf mich?

Samstag, 03.10. um 18: 00 Uhr in Hohenwart 

Sonntag, 04.10. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn 

 

Die Welt dreht durch - Oder: Wo bist du, Gott?! 

Sonntag, 11. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Lehningen und um 10:30 Uhr in Neuhausen


Der Kontrolleur im Himmel – Oder: Meckert Gott nur rum? 

Samstag, 17. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Schellbronn

Sonntag, 18. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Leben statt Verzicht - Oder: Ist Gott eine Spassbremse.

Samstag, 24. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Hamberg

Sonntag, 25. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Mühlhausen   


November

Nächster Halt: Ewigkeit – Entdeckungsreise im Himmel


Ist es im Himmel langweilig? Kann ich im Himmel Traktor fahren und Fußball spielen? kommt auch mein Hamster in den Himmel?

Kinder haben oft mehr Fantasie über den Himmel als wir Erwachsene.

Wie ist es einmal im Himmel? Dieser Frage gehe ich im November nach.

Vergiss die Harfe - Oder: Der Himmel wird der Hammer

Sa, 31.11 um 19:00 Uhr in Hohenwart

So, 01.11. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn


Kurz gestorben, viel erlebt - Oder: Nahtoderlebnisse, was Augenzeugen erzählen

So, 15.11. Um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Gibt es im Himmel Schnaken? - Oder: Was uns dort garantiert erspart bleibt

Sa, 21.11. um 18:00 Uhr in Mühlhausen

So, 22.11. um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Hamberg



Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

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