Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 7. April 2026
Apg 2, 14a.36-41 Dienstag der Osteroktav Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus antwortete ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird. Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation! Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt. Apostelgeschichte bis Pfingsten. Bis Pfingsten hören wir nun in der Lesung der heiligen Messe fortlaufend Bibelstellen aus der Apostelgeschichte. Ich freue mich sehr auf diese Zeit, denn sie ist fast so etwas wie Exerzitien, und in der täglichen Schriftlesung kann ich die Apostel bei ihren ersten Missionsversuchen beobachten. Die heutige Lesung führt uns gleich hinein in das Pfingstereignis, das wir in ca. 50 Tagen feiern werden. Die kürzeste Predigt. Wir lauschen heute der Pfingstpredigt des Petrus, die eigentlich nur aus einem einzigen Satz besteht. „Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“ Diese Predigt würde in der heutigen Zeit sicher keinen Predigtpreis gewinnen, denn „sie enthält keine Aufmunterung, sie ist kein Gnadenangebot, keine Aufforderung zu irgendeinem Tun und auch keinen Appell an Herz und Gemüt. Die kürzeste Predigt. Und doch erreicht sie in der Wucht ihrer Tatsachen mit scharfer Treffsicherheit das Herz der Hörer. Von dieser Predigt sind die Hörer weder begeistert noch erbaut. Hier war scharf geschossen worden und der Schuss saß mitten im Herzen. Die kürzeste Predigt. Freilich, damit war der Ausgang der Sache noch nicht entschieden. Immer, wenn das Wort uns trifft und unsere Schuld aufdeckt, steht alles auf des Messers Schneide. Beugen wir uns nun unter unsere Schuld, und brechen wir innerlich zusammen, oder lehnen wir uns auf und schlagen gerade als die Getroffenen auf den Boten ein, der uns so mit dem Wort verwundete? Die kürzeste Predigt. Es ist ein wunderbares Geheimnis, wenn die klare Wortverkündigung Herzen so trifft, dass die Hörer in der heißen Frage „Was sollen wir tun?“ kapitulieren. (entnommen: Wuppertaler Studienbibel, Werner De Boor, Apostelgeschichte) Frage: Wie gehe ich um mit einem Wort der Heiligen Schrift, das mich mitten ins Herz trifft? Nehme ich es an und handle ich danach, oder verschiebe ich meine Umkehr auf den Sankt-Nimmerleins-Tag?
von ew 1. April 2026
Jes 50, 4-9a Mittwoch in der Karwoche Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. Er, der mich freispricht, ist nahe. Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran. Seht her, Gott, der Herr, wird mir helfen. Neue Zuversicht Noch gestern hat sich der Knecht in der Lesung darüber beklagt, dass er sich vergeblich bemüht und seine Kraft umsonst einsetzt. Doch heute scheint die Not des Propheten überwunden, er hat wieder frohen Mut und schreibt: Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe die Müden durch ein aufmunterndes Wort zu stärken. Der Schwermut ist von seinem Herzen gewichen und er kann wieder mit Zuversicht seiner Aufgabe als Prophet nachgehen. Es geht mir wie das Wetter! Gestern habe ich eine 94-jährige Frau im Seniorenheim besucht. Auf meine Frage, wie es ihr geht, hat sie nur geantwortet: „Es geht mir wie das Wetter – einmal so und einmal so.“ Auf Regen folgt Sonnenschein, dieses alte Sprichwort behält seine Richtigkeit auch in Glaubensdingen, denn nicht immer fühlt man sich Gott nahe, ist voller Kraft und Schwung. Manchmal fühlt man sich von Gott auch unendlich alleingelassen. Gott schweigt, man sieht ihn nicht und man hört ihn nicht. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen. Doch gerade dann, wenn dunkle Wolken aufziehen, dürfen wir nicht vergessen, dass bald auch wieder ein Sonnenstrahl das schwerste Gewitter vertreibt. Gott wird mir helfen – Jesaja hat diese Erfahrung gemacht. Jetzt feiern wir die drei heiligen Tage: Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern. Auf Karfreitag folgt Ostern. Auf den Tod folgt das Leben. Auf dunkle Wolken folgt der Sonnenschein. Bild: Pexel / Johannes Plenio
von ew 30. März 2026
Jes 49, 1-6 Dienstag in der Karwoche Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt. Er machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zum spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher. Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will. Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan. Aber mein Recht liegt beim Herrn und mein Lohn bei meinem Gott. Jetzt aber hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt, und mein Gott war meine Stärke. Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht . Im ersten Gottesknechtslied (Jes 42, 1-7: Mo in der Karwoche) stellte Gott seinen Knecht vor. Heute, im zweiten Lied, spricht dieser Knecht selbst. Vergeblich habe ich mich bemüht Der Knecht ist zutiefst ehrlich. Er sagt: „Ich habe mich umsonst abgemüht." Das ist keine fromme Fassade, sondern seine Lebenserfahrung: Ich bemühe mich, ich glaube, ich setze mich ein, und sehe keinen Erfolg. Ich kenne diese Gedanken aus meinem eigenen Leben nur zu gut. Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan Vergeblich habe ich mich bemüht Vergeblichkeit kennen viele Menschen. Oft genug jedoch hängt das persönliche Scheitern nicht von den Umständen ab, in denen ich lebe. Es gibt Kräfte und Einflüsse, die stärker sind als menschliche Bemühungen. Meine Bemühungen können scheitern, weil der Einfluss anderer im Moment größer ist. Andere sind lauter, aggressiver, und ich komme nicht mehr gegen sie an. Vergeblich habe ich mich bemüht Jesus ist am Kreuz gescheitert. "Vater, warum hast du mich verlassen?" Zum Glück war das Kreuz nicht die Endstation, sondern die Auferstehung nur eine kurze Zeit später.

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

Jesus hat das Sagen

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