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Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Apg 6, 1-7 Samstag, 2. Osterwoche In jenen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde, und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Sie ließen sie vor die Apostel hintreten, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Vor einiger Zeit sagte jemand mit Nachdruck zu mir, dass ich mich auch einmal auf dem Fußballplatz sehen lassen soll. Ich solle nicht nur am Sonntag in der Kirche, sondern auch auf der Tribüne sitzen, auch dort seien ja meine Schäfchen zu finden. Andere meinen, ich solle mich bei der Feuerwehr, oder bei der Obdachlosenhilfe engagieren, das wäre die beste und wirksamste Predigt. Wieder gefällt mir sehr, was Werner de Boor schreibt. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. „Zumindest meinen wir weithin, heute sei die helfende Tat die einzige noch wirklich „ankommende“ Verkündigung, weil das „Wort“ entleert und machtlos sei. Und ganz selbstverständlich muten wir den „Dienern am Wort“ zu, daß sie einen erheblichen Teil ihrer Zeit und Kraft dem „Bedienen der Tische“ widmen. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Wir sollten es neu hören, was die Apostel mit solcher Klarheit und Bestimmtheit aussprechen. Sie nennen an erster Stelle als notwendig das Gebet! In der Tat, wieviel Zeit und Kraft erfordert das Gebetsleben des Dieners am Wort, wenn er auch nur einigermaßen allem gerecht werden soll, was allein schon in der ihm anvertrauten Gemeinde vor ihm liegt. Ob nicht die offenbare geistliche Ohnmacht unserer Kirche darin ihre eigentliche Wurzel hat, daß unsere Amtsträger vor lauter Überbelastung nicht mehr im „Gebet verharren“ können. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Es geht nicht darum, daß die Apostel sich vor dem „Dienen“ drücken und sich vornehm auf erbaulichen Höhen halten wollen. Sie wissen, daß Jesus sie zum „Dienen“ rief. Sie wollen nicht weniger dienen als die jetzt zu wählenden Sieben, nicht weniger „Diakone“ sein als diese. Aber ihr Dienst vollzieht sich auf einem anderen Gebiet und nimmt sie dort völlig in Anspruch. Der „Dienst am Wort“ läßt einfach nicht Zeit und Kraft für anderen Dienst übrig. Sollte das heute wirklich anders sein?“ Werner de Boor, Die Apostelgeschichte, Wuppertaler Studienbibel (Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2018), 132. Bild: pexels-photo-12585890 / BOOM 💥 Photography

Apg 5, 34-42 Freitag, 2. Osterwoche In jenen Tagen erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliël, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer; er ließ die Apostel für kurze Zeit hinausführen. Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt. Vor einiger Zeit nämlich trat Theudas auf und behauptete, er sei etwas Besonderes. Ihm schlossen sich etwa vierhundert Männer an. Aber er wurde getötet, und sein ganzer Anhang wurde zerstreut und aufgerieben. Nach ihm trat in den Tagen der Volkszählung Judas, der Galiläer, auf; er brachte viel Volk hinter sich und verleitete es zum Aufruhr. Auch er kam um, und alle seine Anhänger wurden zerstreut. Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab, und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen. Sie stimmten ihm zu, riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei. Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden. Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tem-pel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus Stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten Manchmal stoßen wir auf Widerstand, wenn wir für das Gute eintreten oder unseren Glauben leben. Zweifel, Kritik oder sogar Ablehnung kön-nen uns verunsichern. Doch in Apostelgeschichte 5,39 hören wir die Worte des Gamaliel: Was von Gott kommt, lässt sich nicht aufhalten. Stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten Auch wenn Menschen versuchen, etwas zu blockieren – Gottes Plan setzt sich durch. Das schenkt Kraft und Gelassenheit. Wir müssen nicht alles aus eigener Anstrengung durchsetzen. Wenn wir mit Gott gehen, dürfen wir vertrauen: Gott steht hinter dem, was wirklich Bestand hat. Stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten Lass dich nicht entmutigen. Prüfe dein Tun – und wenn du erkennst, dass es aus Gott ist, dann geh deinen Weg mit Mut weiter. Gott selbst wird ihn bereiten. Bild: pexels-photo-12980935 Quelle: M y / Ayşe İpek

Apg 5, 27-33 Donnerstag, 2. Osterwoche In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten Es ist interessant wie sich die Geschichte immer wiederholt. Papst Leo XIV. forderte Frieden und ein Ende des Iran-Kriegs – doch der US-Präsident griff den Heiligen Vater dafür scharf an. Seit Ostern 2026 eskaliert ein verbaler Streit zwischen dem US-Präsidenten Trump und Papst Leo XIV. Trump bezeichnete den Papst auf seiner Plattform Truth Social jüngst als „schwach“ und eine „Unverschämtheit“. Mich beeindruckt die Antwort der Apostel gegenüber den Hohenpriestern in der Lesung ebenso wie die Haltung von Papst Leo gegenüber Präsident Trump. Ich sehe Ähnlichkeiten zwischen dem, was die Apostel antworteten, und dem was Papst Leo konterte. „Ich habe keine Angst, weder vor der Trump-Regierung, noch davor, die Botschaft des Evangeliums laut zu verkünden, wofür die Kirche arbeitet.“de.euronews.com „Ich werde mich weiterhin entschieden gegen den Krieg aussprechen und mich für den Frieden einsetzen, indem ich den Dialog und den Multilateralismus zwischen den Staaten fördere, um Lösungen für Probleme zu finden.“de.euronews.com „Die Dinge, die ich sage, sind mit Sicherheit nicht als Angriffe auf irgendjemanden gedacht. Die Botschaft des Evangeliums ist sehr deutlich: Selig sind die, die Frieden stiften.“tagesschau.de „Meine Botschaft auf die gleiche Ebene zu stellen wie das, was der Präsident hier zu tun versucht hat, bedeutet meiner Meinung nach, nicht zu verstehen, was die Botschaft des Evangeliums ist.“news.de. Bild. httpscommons.wikimedia.orgwikiFilePope_Leo_XIV_7.png

Apg 5, 17-26 Mittwoch, 2. Osterwoche In jenen Tagen erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer. Sie ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen. Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte: Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens! Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten. Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen. Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten: Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin. Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte. Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden. Sie ließen die Apostel verhaften Es gibt eine Linie, die sich durch die ganze Heilsgeschichte, angefangen von den ersten Seiten der Bibel bis in unsere Tage, zieht: Der Mensch stellt sich gegen Gott – aber Gott führt dennoch seinen Plan zum Heil. Sie ließen die Apostel verhaften Die Intrigen gegen Jesus, die uns Johannes so einprägsam schildert (Joh 11, 46-53), wiederholen sich bei jenen, die Jesus nachfolgen. Es ist wie in der Geschichte Jesu selbst: Beim Todesbeschluss gegen Jesus war die Priesterschaft führend. Die gleiche Gruppe versucht auch die Apostel wenigstens mundtot zu machen. Die theologischen Fragen waren ihr nicht so wichtig. Es ging um Eifersucht, Macht und Einfluss. Es sind dieselben eitlen Gedanken, die auch heute noch in manchen Gemeinden eine Neuevangelisierung versuchen zu unterdrücken. Aber Was der Mensch aus Angst unterdrücken will, verwandelt Gott in ein Werkzeug seines Heils. Gott setzt seinen Willen nicht gegen den Menschen durch – aber er vollendet ihn trotz des Menschen. Bild :pexels-photo-10474997.png/ Ron Lach










