Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew 19. August 2026
Ez 36, 23-28 Donnerstag, 20. Woche So spricht der Herr: Meinen großen, bei den Völkern entweihten Namen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt, werde ich wieder heiligen. Und die Völker - Spruch Gottes, des Herrn - werden erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mich an euch vor ihren Augen als heilig erweise. Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land. Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein. Die heutige Lesung löst eine große Sehnsucht in mir aus. Ein neues Herz. Ein Herz aus Stein ist unempfänglich für Gottes Wirken und schaut auch nicht auf die Nöte und Sorgen der Mitmenschen, sondern nur auf das eigene Befinden. Gott möchte mir ein neues Herz, ein Herz aus Fleisch, schenken, in dem er wohnen kann. Bitte, Gott, schenke mir ein Herz aus Fleisch. Einen neuen Geist. Das neue Herz ist offen für Gott. Erst in ein offenes Herz kann Gott dann auch einen neuen Geist hineinlegen. Und Gott verspricht sogar, dass er seinen Geist in uns, in mich hineinlegen wird. Bitte, Gott, schenke mir deinen Heiligen Geist. Eine neue Bereitschaft. Gerne folge ich Gottes Geboten. Oft genug mache ich jedoch mein eigenes Ding. Gott verspricht zu bewirken, dass ich seinen Gesetzen folge und auf seine Gebote achte und sie erfülle. Bitte Gott, hilf mir, deine Gebote zu erfüllen. Täglich neu. Das Versprechen Gottes gegenüber Ezechiel ist kein vorübergehendes Versprechen, sondern ein fortwährendes und unveränderbares Versprechen. Was für ein Glück, dass Gottes Geduld so groß ist und er dieses Versprechen täglich erneuert! Bild: pexels-photo-38931900 / Jueon Kim 김주언
von ew 18. August 2026
Ez 34, 1-11 Mittwoch, 20. Woche Das Wort des Herrn erging an mich: Menschensohn, sprich als Prophet gegen die Hirten Israels, sprich als Prophet, und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Weh den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden. Müssen die Hirten nicht die Herde weiden? Ihr trinkt die Milch, nehmt die Wolle für eure Kleidung und schlachtet die fetten Tiere; aber die Herde führt ihr nicht auf die Weide. Die schwachen Tiere stärkt ihr nicht, die kranken heilt ihr nicht, die verletzten verbindet ihr nicht, die verscheuchten holt ihr nicht zu rück, die verirrten sucht ihr nicht, und die starken misshandelt ihr. Und weil sie keinen Hirten hatten, zerstreuten sich meine Schafe und wurden eine Beute der wilden Tiere. Meine Herde irrte auf allen Bergen und Höhen umher und war über das ganze Land verstreut. Doch keiner kümmerte sich um sie; niemand suchte sie. Darum ihr Hirten, hört das Wort des Herrn: So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn: Weil meine Herde geraubt wurde und weil meine Schafe eine Beute der wilden Tiere wurden - denn sie hatten keinen Hirten - und weil meine Hirten nicht nach meiner Herde fragten, sondern nur sich selbst und nicht meine Herde weideten, darum, ihr Hirten, hört das Wort des Herrn: So spricht Gott, der Herr: Nun gehe ich gegen die Hirten vor und fordere meine Schafe von ihnen zurück. Ich setze sie ab, sie sollen nicht mehr die Hirten meiner Herde sein. Die Hirten sollen nicht länger nur sich selbst weiden: Ich reiße meine Schafe aus ihrem Rachen, sie sollen nicht länger ihr Fraß sein. Denn so spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Weh den Hirten Als Pfarrer ist mir aufgetragen, mich um die Menschen in meiner Kirchengemeinde zu kümmern. Darum muss ich die Drohworte des Propheten Ezechiel gegen die Hirten seines Volkes heute tief in mein Herz hineinlassen und mich fragen: Weh den Hirten. Weide ich mich selbst? Führe ich die Herde zur Weide (zeige ich den Menschen den Weg zu Jesus und führe ich sie zu den Sakramenten)? Stärke ich die Schwachen (habe ich für jene ein aufmunterndes Wort, die schwach und krank sind)? Hole ich die Verscheuchten zurück (kümmere ich mich um jene, die aus der Kirche aus lauter Frust und Enttäuschung ausgetreten sind)? Suche ich die Verirrten (kümmere ich mich um jene, die nicht mehr wissen, was sie glauben sollen)? Überlasse ich die Herde den wilden Tieren (also jenen, die nur sich selbst verkünden, aber nicht das Evangelium auf dem Hintergrund der katholischen Lehre)? Gott, segne alle Hirten! Bild: pexels-photo-6267371 / cottonbro studio
von ew 17. August 2026
Ez 28, 1-10 Dienstag, 20. Woche 1Das Wort des Herrn erging an mich: 2Menschensohn, sag zum Fürs-ten von Tyrus: So spricht Gott, der Herr: Weil sich dein Herz überhoben hat und du sagtest: Ich bin ein Gott, einen Wohnsitz für Götter bewohne ich im Herzen der Meere. Doch du bist ein Mensch und kein Gott, obwohl du dein Herz dem Herzen eines Gottes gleichgestellt hast. 3Siehe, du bist weiser als Daniel. Kein Geheimnis war dir zu dunkel. 4Durch deine Weisheit und Einsicht schufst du dir Reichtum. Mit Gold und Silber fülltest du deine Kammern. 5Durch deine gewaltige Weisheit, durch deinen Handel hast du deinen Reichtum vermehrt. Doch dein Herz hat sich erhoben wegen all deines Reichtums. 6Darum – so spricht Gott, der Herr: Weil du dein Herz dem Herzen eines Gottes gleichgemacht hast, 7darum, siehe, bringe ich Fremde über dich, tyrannische Nationen. Sie zücken ihre Schwerter gegen all deine prächtige Weisheit, entweihen deinen strahlenden Glanz. 8Sie stoßen dich hinab in das Grab; wie einer durchbohrt wird und stirbt, so stirbst du im Herzen der Meere. 9Wirst du dann angesichts deiner Mörder noch sagen: Ich bin ein Gott? Du bist ein Mensch und kein Gott in der Hand derer, die dich durchbohren. 10Wie Unbeschnittene sterben, so stirbst du durch Fremde; denn ich habe gesprochen – Spruch Gottes, des Herr n. Du bist ein Mensch und kein Gott Die antike Handelsmetropole Tyrus war reich und mächtig. Der Fürst von Tyrus hatte sich ein Imperium aufgebaut und daraus den Schluss gezogen: „Ich bin ein Gott, ich throne wie ein Gott mitten im Meer.“ Du bist ein Mensch und kein Gott Aber Gott konfrontiert den Fürsten von Tyrus in Vers 2 mit der harten Realität: „Du bist ein Mensch und kein Gott, obwohl du dein Herz dem Herzen eines Gottes gleichgestellt hast“. Siehe, du bist weiser als Daniel Gott bestreitet nicht die Fähigkeiten des Fürsten. Im Gegenteil, er bestätigt sie sogar: „Du bist weiser als Daniel“ (V. 3). Das Problem ist nicht die Begabung, sondern das, was der Mensch daraus macht. Du bist ein Mensch und kein Gott Die Pointe des Textes ist letztlich keine reine Kritik an Macht oder Reichtum als solchen, sondern an dem Irrglauben, dass meine Talente und Begabungen mein Eigentum sind. Eigentum bedeutet: Ich verfüge. Ich bestimme. Ich schulde niemandem Rechenschaft. Alles gehört mir. Ich throne wie ein Gott mitten in meinem Büro. Du bist ein Mensch und kein Gott Nicht, dass ein Mensch tolle Begabungen und Talente besitzt, ist das Problem, sondern dass der Mensch oft seine Fähigkeiten nur noch für sich selbst nutzt und vergisst, dass er sie eigentlich auch vor Gott verantworten muss. Auch nicht der Reichtum selbst ist das Problem, sondern wenn ich vergesse, dass er mir anvertraut wurde und nicht wirklich mir gehört. Bild: pexels-photo-5486199-ac544b1d / Maksim Goncharenok
von ew 17. August 2026
Ez 24, 15-24 Montag 20. Woche Das Wort des Herrn erging an mich: Menschensohn, ich nehme dir die Freude deiner Augen durch einen jähen Tod. Doch du sollst weder klagen noch weinen. Keine Träne darfst du vergießen, nur leise stöhnen. Keine Trauerfeier sollst du halten. Binde deinen Kopfbund um, und zieh deine Schuhe an! Verhülle deinen Bart nicht, und iss kein Trauerbrot! Ich redete am Morgen zum Volk. Meine Frau starb am Abend, und ich tat am Morgen, was mir befohlen war. Da sagte das Volk zu mir: Willst du uns nicht erklären, was dein Verhalten für uns zu bedeuten hat? Ich antwortete ihnen: Das Wort des Herrn ist an mich ergangen. Sag zum Haus Israel: So spricht Gott, der Herr: Ich will mein Heiligtum entweihen, den Zufluchtsort, auf den ihr so stolz seid, die Freude eurer Augen und die Sehnsucht eurer Seele. Eure Söhne und Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden unter dem Schwert fallen. Dann werdet ihr genauso handeln wie ich: Ihr werdet den Bart nicht verhüllen und kein Trauerbrot essen. Euren Kopfbund werdet ihr auf dem Kopf behalten und eure Schuhe an den Füßen. Ihr werdet weder klagen noch weinen, sondern wegen eurer Sünden dahinsiechen und miteinander stöhnen. Ezechiel wird ein Mahnzeichen für euch sein. Genauso wie er gehandelt hat, werdet ihr handeln; wenn das eintrifft, werdet ihr erkennen, dass ich Gott, der Herr, bin. Die Freude deiner Augen Ezechiel erhält heute eine schockierende Botschaft: Seine Frau, „die Freude seiner Augen“, das Liebste und Teuerste was er hat, wird eines plötzlichen Todes sterben. Das Volk fordert daraufhin eine Erklärung. Der Zufluchtsort, auf den ihr so stolz seid Das Volk hatte sich zu sehr darauf verlassen: „Uns kann nichts passieren, wir haben Gott einen großen und prächtigen Tempel gebaut – jetzt muss Gott uns einfach segnen.“ Sie waren stolz auf den Tempel, den sie ja selbst gebaut hatten. Sie vertrauten auf das Zeichen mehr als auf den, auf den das Zeichen hinwies. Der Zufluchtsort, auf den ihr so stolz seid Der Tempel war prachtvoll, über Generationen hinweg gebaut und erhalten. Er war das architektonische und nationale Herzstück Judas. Es ist menschlich, auf etwas stolz zu sein, das man sieht, anfassen und vorzeigen kann. Aber dennoch: Sie vertrauten auf den Tempel mehr als auf den für den dieses Gebäude gebaut wurde. Die Kirche auf die ihr so stolz seid Ich stelle mit Verwundung fest, dass in unseren historischen Kirchen die Menschen bewundernd vor den Gemälden und Altären der Geschichte stehen bleiben, aber vor dem Tabernakel, dem Ort der Gegenwart Gottes, achtlos vorübergehen. Auch in unseren Tagen schenken manche Menschen dem Kirchengebäude und seinen Kunstwerken mehr Aufmerksamkeit als dem Herrn selbst, für den dies alles ja gemacht wurde. Bild: Pexel / Patrick

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