Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 1. April 2026
Jes 50, 4-9a Mittwoch in der Karwoche Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. Er, der mich freispricht, ist nahe. Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran. Seht her, Gott, der Herr, wird mir helfen. Neue Zuversicht Noch gestern hat sich der Knecht in der Lesung darüber beklagt, dass er sich vergeblich bemüht und seine Kraft umsonst einsetzt. Doch heute scheint die Not des Propheten überwunden, er hat wieder frohen Mut und schreibt: Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe die Müden durch ein aufmunterndes Wort zu stärken. Der Schwermut ist von seinem Herzen gewichen und er kann wieder mit Zuversicht seiner Aufgabe als Prophet nachgehen. Es geht mir wie das Wetter! Gestern habe ich eine 94-jährige Frau im Seniorenheim besucht. Auf meine Frage, wie es ihr geht, hat sie nur geantwortet: „Es geht mir wie das Wetter – einmal so und einmal so.“ Auf Regen folgt Sonnenschein, dieses alte Sprichwort behält seine Richtigkeit auch in Glaubensdingen, denn nicht immer fühlt man sich Gott nahe, ist voller Kraft und Schwung. Manchmal fühlt man sich von Gott auch unendlich alleingelassen. Gott schweigt, man sieht ihn nicht und man hört ihn nicht. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen. Doch gerade dann, wenn dunkle Wolken aufziehen, dürfen wir nicht vergessen, dass bald auch wieder ein Sonnenstrahl das schwerste Gewitter vertreibt. Gott wird mir helfen – Jesaja hat diese Erfahrung gemacht. Jetzt feiern wir die drei heiligen Tage: Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern. Auf Karfreitag folgt Ostern. Auf den Tod folgt das Leben. Auf dunkle Wolken folgt der Sonnenschein. Bild: Pexel / Johannes Plenio
von ew 30. März 2026
Jes 49, 1-6 Dienstag in der Karwoche Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt. Er machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zum spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher. Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will. Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan. Aber mein Recht liegt beim Herrn und mein Lohn bei meinem Gott. Jetzt aber hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt, und mein Gott war meine Stärke. Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht . Im ersten Gottesknechtslied (Jes 42, 1-7: Mo in der Karwoche) stellte Gott seinen Knecht vor. Heute, im zweiten Lied, spricht dieser Knecht selbst. Vergeblich habe ich mich bemüht Der Knecht ist zutiefst ehrlich. Er sagt: „Ich habe mich umsonst abgemüht." Das ist keine fromme Fassade, sondern seine Lebenserfahrung: Ich bemühe mich, ich glaube, ich setze mich ein, und sehe keinen Erfolg. Ich kenne diese Gedanken aus meinem eigenen Leben nur zu gut. Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan Vergeblich habe ich mich bemüht Vergeblichkeit kennen viele Menschen. Oft genug jedoch hängt das persönliche Scheitern nicht von den Umständen ab, in denen ich lebe. Es gibt Kräfte und Einflüsse, die stärker sind als menschliche Bemühungen. Meine Bemühungen können scheitern, weil der Einfluss anderer im Moment größer ist. Andere sind lauter, aggressiver, und ich komme nicht mehr gegen sie an. Vergeblich habe ich mich bemüht Jesus ist am Kreuz gescheitert. "Vater, warum hast du mich verlassen?" Zum Glück war das Kreuz nicht die Endstation, sondern die Auferstehung nur eine kurze Zeit später.
von ew 30. März 2026
Jes 42, 5a.1-7 Montag in der Karwoche So spricht Gott, der Herr: Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln. So spricht Gott, der Herr, der den Himmel erschaffen und ausgespannt hat, der die Erde gemacht hat und alles, was auf ihr wächst, der den Menschen auf der Erde den Atem verleiht und allen, die auf ihr leben, den Geist: Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien Im Alten Testament wird immer wieder versucht, in Worte zu fassen, was der Plan Gottes mit dem Menschen ist. Sehr gut tun das die Lieder vom Gottesknecht beim Propheten Jesaja. Wir erkennen 4 Gottesknechtslieder. 1. Erstes Lied: Jes 42,1–9 2. Zweites Lied: Jes 49,1–6 (siehe Dienstag in der Karwoche) 3. Drittes Lied: Jes 50,4–9 (siehe Mittwoch in der Karwoche) 4. Viertes Lied (das wichtigste): Jes 52,13–53,12 Es sind besondere Texte im Buch des Propheten Jesaja, die vom sogenannten „Knecht Gottes“ sprechen – einer geheimnisvollen Gestalt, die von Gott erwählt ist, leidet und Heil bringt. Die christliche Tradition sieht in dem leidenden Knecht seit jeher Jesus Christus. Das 1. Gottesknechtslied Jes 42,1–4 beschreibt einen von Gott auserwählten Knecht, der in Demut und Sanftmut auftritt. Er wird von Gottes Geist erfüllt und bringt Recht zu den Völkern, ohne laut aufzutreten oder Gewalt anzuwenden. Der Knecht achtet auf die Schwachen und bricht das angeknickte Rohr nicht. Seine Aufgabe ist es, beständig und treu Gerechtigkeit auf der ganzen Erde aufzurichten. Jesus, der Knecht Gottes Die Gottesknechtslieder aus dem Buch Jesaja werden im Neuen Testament nicht einfach wiederholt, aber sie werden klar auf Jesus Christus bezogen und erfüllt gesehen. Jesaja 42,1–4 wird fast wörtlich zitiert in Mt 12,18–21. Dort heißt es über Jesus: „Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe …“ Bild: Edgar Wunsch

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

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