Willkomen bei
Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Apg 5, 34-42 Freitag, 2. Osterwoche In jenen Tagen erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliël, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer; er ließ die Apostel für kurze Zeit hinausführen. Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt. Vor einiger Zeit nämlich trat Theudas auf und behauptete, er sei etwas Besonderes. Ihm schlossen sich etwa vierhundert Männer an. Aber er wurde getötet, und sein ganzer Anhang wurde zerstreut und aufgerieben. Nach ihm trat in den Tagen der Volkszählung Judas, der Galiläer, auf; er brachte viel Volk hinter sich und verleitete es zum Aufruhr. Auch er kam um, und alle seine Anhänger wurden zerstreut. Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab, und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen. Sie stimmten ihm zu, riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei. Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden. Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tem-pel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus Stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten Manchmal stoßen wir auf Widerstand, wenn wir für das Gute eintreten oder unseren Glauben leben. Zweifel, Kritik oder sogar Ablehnung kön-nen uns verunsichern. Doch in Apostelgeschichte 5,39 hören wir die Worte des Gamaliel: Was von Gott kommt, lässt sich nicht aufhalten. Stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten Auch wenn Menschen versuchen, etwas zu blockieren – Gottes Plan setzt sich durch. Das schenkt Kraft und Gelassenheit. Wir müssen nicht alles aus eigener Anstrengung durchsetzen. Wenn wir mit Gott gehen, dürfen wir vertrauen: Gott steht hinter dem, was wirklich Bestand hat. Stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten Lass dich nicht entmutigen. Prüfe dein Tun – und wenn du erkennst, dass es aus Gott ist, dann geh deinen Weg mit Mut weiter. Gott selbst wird ihn bereiten. Bild: pexels-photo-12980935 Quelle: M y / Ayşe İpek

Apg 5, 27-33 Donnerstag, 2. Osterwoche In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten Es ist interessant wie sich die Geschichte immer wiederholt. Papst Leo XIV. forderte Frieden und ein Ende des Iran-Kriegs – doch der US-Präsident griff den Heiligen Vater dafür scharf an. Seit Ostern 2026 eskaliert ein verbaler Streit zwischen dem US-Präsidenten Trump und Papst Leo XIV. Trump bezeichnete den Papst auf seiner Plattform Truth Social jüngst als „schwach“ und eine „Unverschämtheit“. Mich beeindruckt die Antwort der Apostel gegenüber den Hohenpriestern in der Lesung ebenso wie die Haltung von Papst Leo gegenüber Präsident Trump. Ich sehe Ähnlichkeiten zwischen dem, was die Apostel antworteten, und dem was Papst Leo konterte. „Ich habe keine Angst, weder vor der Trump-Regierung, noch davor, die Botschaft des Evangeliums laut zu verkünden, wofür die Kirche arbeitet.“de.euronews.com „Ich werde mich weiterhin entschieden gegen den Krieg aussprechen und mich für den Frieden einsetzen, indem ich den Dialog und den Multilateralismus zwischen den Staaten fördere, um Lösungen für Probleme zu finden.“de.euronews.com „Die Dinge, die ich sage, sind mit Sicherheit nicht als Angriffe auf irgendjemanden gedacht. Die Botschaft des Evangeliums ist sehr deutlich: Selig sind die, die Frieden stiften.“tagesschau.de „Meine Botschaft auf die gleiche Ebene zu stellen wie das, was der Präsident hier zu tun versucht hat, bedeutet meiner Meinung nach, nicht zu verstehen, was die Botschaft des Evangeliums ist.“news.de. Bild. httpscommons.wikimedia.orgwikiFilePope_Leo_XIV_7.png

Apg 5, 17-26 Mittwoch, 2. Osterwoche In jenen Tagen erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer. Sie ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen. Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte: Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens! Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten. Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen. Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten: Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin. Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte. Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden. Sie ließen die Apostel verhaften Es gibt eine Linie, die sich durch die ganze Heilsgeschichte, angefangen von den ersten Seiten der Bibel bis in unsere Tage, zieht: Der Mensch stellt sich gegen Gott – aber Gott führt dennoch seinen Plan zum Heil. Sie ließen die Apostel verhaften Die Intrigen gegen Jesus, die uns Johannes so einprägsam schildert (Joh 11, 46-53), wiederholen sich bei jenen, die Jesus nachfolgen. Es ist wie in der Geschichte Jesu selbst: Beim Todesbeschluss gegen Jesus war die Priesterschaft führend. Die gleiche Gruppe versucht auch die Apostel wenigstens mundtot zu machen. Die theologischen Fragen waren ihr nicht so wichtig. Es ging um Eifersucht, Macht und Einfluss. Es sind dieselben eitlen Gedanken, die auch heute noch in manchen Gemeinden eine Neuevangelisierung versuchen zu unterdrücken. Aber Was der Mensch aus Angst unterdrücken will, verwandelt Gott in ein Werkzeug seines Heils. Gott setzt seinen Willen nicht gegen den Menschen durch – aber er vollendet ihn trotz des Menschen. Bild :pexels-photo-10474997.png/ Ron Lach

Apg 4, 32-37 Dienstag, 2. Osterwoche Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte. Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen. Ein Herz und eine Seele „Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt“, so schloss der vorige Abschnitt. Und dies zeigte sich nicht nur im freimütigen Zeugnis nach draußen. Der Geist Gottes ist nicht nur – wie es in unserer Kirche leicht erscheinen kann – ein Mittel der Verkündigung. Er gestaltet vor allem das innere Leben: „Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele.“ Wichtig ist zunächst, dass in der urchristlichen Gemeinde gelebt wurde, was andernorts nur als Ideal verkündet wird. Vielleicht ist die Einheit unter den Gläubigen die wichtigste Frucht des Hl. Geistes überhaupt. Die Einheit ist Voraussetzung und der Boden, auf dem alle anderen Charismen wachsen können. Kurz: Ohne Einheit keine Früchte, kein Wachstum, keine Zukunft. Sie hatten alles gemeinsam. So ideal sich die Lesung heute vielleicht für den ein oder anderen auch anhören mag, ohne ein gewisses Maß persönlichen Besitzes, der frei zu ihrer eigenen Verfügung bleibt, kann eine Familie und eine Gemeinschaft nicht leben. Die hier gegebene Schilderung des Lukas ist ein „Urbild, aber kein Vorbild“. Damals in Jerusalem handelte die Liebe kraftvoll in der ihr jetzt gegebenen Lage. Sie hatten alles gemeinsam. In den paulinischen Gemeinden war das anders. Darum hat Paulus das „Vorbild“ von Jerusalem nicht nachgemacht, sondern seinen Gemeinden ganz andere Regeln gegeben (vgl. 1 Thess 4, 11 f; 2 Thess 3, 6–12). Eine unmittelbare und dann notwendig „gesetzliche“ Nachahmung der Urgemeinde wäre ein Missverständnis der Schrift. Sie hatten alles gemeinsam. Aber das „Urbild“ darf uns keine Ruhe lassen. Die innere Haltung jener ersten Gemeinde Jesu darf und muss wieder die unsere werden. Welche konkreten Formen der brüderlichen Gemeinsamkeit sie dann findet, wird von der jeweiligen geschichtlichen Lage her bestimmt sein müssen. Für heute Jeder von uns kann an seinem Platz und in seiner Weise in der „Haltung“ leben, welche die heutige Lesung schildert. Niemand braucht auf eine ferne Zukunft zu warten, jeder kann noch heute damit anfangen, das gemeinschaftliche Urbild der christlichen Urgemeinde mit seinen Nachbarn umzusetzen. Ich folge in der ganzen Auslegung: Werner de Boor, Die Apostelgeschichte, Wuppertaler Studienbibel (Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2018), 107. Bild. Edgar Wunsch










