Willkomen bei
Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Mi 6, 1-4. 6-8 Montag, 16 Woche 1 Hört doch, was der HERR sagt: Mach dich auf, führe den Rechtsstreit vor den Bergen und die Hügel sollen deine Stimme hören! 2 Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN, und ihr Unerschütterlichen, ihr Fundamente der Erde! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk und mit Israel will er rechtrechten. 3 Mein Volk, was habe ich dir getan und womit habe ich dich ermüdet? Antworte mir! 4 Ich habe dich doch aus dem Land Ägypten heraufgeführt und dich aus dem Sklavenhaus freigekauft; und ich habe Mose, Aaron und Mirjam vor dir hergesandt. 6 Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich vor ihn treten mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern? 7 Hat der HERR Gefallen an Tausenden von Widdern, an zehntausend Bächen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für mein Verbrechen, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele? 8 Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: Nichts als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott. 1. Micha spricht - Vers 1: Hört doch! Micha eröffnet im Auftrag Gottes einen Rechtsstreit. Berge und Hügel werden als Zeugen aufgerufen, die Fundamente der Erde, die dauerhaftesten, unbestechlichsten Zeugen der Schöpfung. 2. Gott spricht - Vers 3: Mein Volk, was habe ich dir getan? Fast hilflos spricht Gott zu den Menschen. Was habe ich Dir getan? Ich habe dich doch aus Ägypten heraufgeführt. Ich habe dich getan was du wolltest. Das ist die Frage eines Liebenden, der nicht versteht, warum die Beziehung so kalt geworden ist 3. Der Mensch spricht - Vers 6: Womit soll ich vor den HERRN treten Diese Stimme steigert sich fieberhaft von Brandopfern über Widder und Öl bis zur schockierenden Frage nach dem Erstgeborenen. Es ist die Stimme des Menschen, der verzweifelt nach dem richtigen Ausweg für seine Schuld sucht. 4. Micha spricht - Vers 8: Es ist dir gesagt worden was gut ist Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als Recht tun, Güte lieben und in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott. 5. Frage: Wie können wir heute, liebe Leserin, lieber Leser, in unserem Alltag Gerechtigkeit, Liebe und Demut lebendig werden lassen. Bild: pexels-photo-32887426 / my / Soc Nang Dong

Mi 2, 1-5 Samstag, 15 Woche 1 Wehe denen, die Unheil planen und Böses vorbereiten auf ihren Lagern! Am Morgen, wenn es hell wird, führen sie es aus, weil es in der Macht ihrer Hand steht. 2 Sie begehren Felder und rauben sie, Häuser und nehmen sie weg; sie übervorteilen den Mann und sein Haus, den Menschen und sein Erbteil. 3 Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich plane gegen dieses Geschlecht ein Unheil, aus dem ihr eure Hälse nicht herausziehen werdet; und ihr werdet nicht mehr stolz einhergehen, denn es wird eine böse Zeit sein. 4 An jenem Tag wird man über euch ein Spottlied anstimmen und eine bittere Klage klagen; man wird sagen: Wir sind völlig verwüstet! Das Erbteil meines Volkes vertauscht er. Wie entreißt er es mir! Unseren Feldern teilt er den Abtrünnigen zu. 5 Darum wirst du keinen haben, der die Messschnur wirft in der Gemeinde des HERRN. Heute wechseln wir wieder den Blickwinkel. Ein weiterer Prophet, Micha, bewertet die Situation der damaligen Gesellschaft im Südreich Juda. Historischer Hintergrund Der Prophet Micha wirkte im 8. Jahrhundert v. Chr. im Südreich Juda, in einer Zeit des wirtschaftlichen Umbruchs und des politischen Drucks durch das aufstrebende Assyrerreich. Sie begehren Felder und rauben sie Eine kleine, einflussreiche Oberschicht bereicherte sich auf Kosten der bäuerlichen Bevölkerung. Die traditionelle Ordnung, in der jedes Familienoberhaupt ein von Gott gegebenes Stück Land als Erbe besaß, wurde durch Gewalt und juristische Tricks untergraben. Sie raubten Häuser und Äcker, was für die Betroffenen den sozialen und existenziellen Ruin bedeutete. Für heute Micha bezeugt einen Gott, der nicht wegsieht, wenn Schwächere unterdrückt werden. Die Botschaft bleibt eine Warnung vor einer moralischen Verrohung, die meint, man könne sich Sicherheit durch Besitz erkaufen, während man die göttlichen Gebote von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ignoriert. Die Lesung ist eine Mahnung, die uns daran erinnert, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben und Gott das Unrecht nicht ungesühnt lässt. Bild: p exels-photo-6899136 /Anna Shvets

Jes 38, 1-6. 21-22. 7-8 Freitag, 15 Woche 1 In jenen Tagen wurde Hiskija sterbenskrank. Da kam der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben! 2 Da wandte Hiskija sein Angesicht zur Wand und betete zum HERRN 3 und sagte: Ach, HERR, gedenke doch daran, dass ich vor deinem Angesicht in Treue und mit ungeteiltem Herzen gewandelt bin und getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskija weinte laut. 4 Da erging das Wort des HERRN an Jesaja: 5 Geh und sag zu Hiskija: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen. Siehe, ich füge deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzu. 6 Und aus der Hand des Königs von Assur werde ich dich und diese Stadt retten; ich werde diese Stadt beschützen. 21 Jesaja aber sagte: Man nehme einen Feigenkuchen und lege ihn als Pflaster auf das Geschwür, damit er gesund werde! 22 Und Hiskija sagte: Was ist das Zeichen, dass ich zum Haus des HERRN hinaufgehen werde? 7 Und dies ist dir das Zeichen vom HERRN, dass der HERR dieses Wort erfüllen wird, das er gesprochen hat: 8 Siehe, ich lasse den Schatten an den Stufen, die er am Sonnenzeiger des Ahas hinabgegangen ist, um zehn Stufen zurückgehen. Und die Sonne ging am Sonnenzeiger um zehn Stufen zurück, die sie hinabgegangen hatte. Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben König Hiskia ist sterbenskrank. Wenig sensibel sagt Jesaja zu ihm. „Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben.“ Das klare Wort des Propheten hilft Hiskia und er beginnt über sein Leben nachzudenken. Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben Die meisten Menschen denken nicht an das Sterben. Sie denken: Später, irgendwann einmal, aber nicht heute. Aber der Tod ist unausweichlich und wir haben die Freiheit, wie wir unsere verbleibende Zeit gestalten. Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben Der Zeitpunkt des Todes ist eine wichtige Stunde in meinem Leben, es ist die Stunde, in der ich heimkehre zu Gott. Wenn es irgend geht, sollte man sich bewusst auf diese wichtigste Stunde des Lebens vorbereiten. Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben – und dann wirst du Gott begegnen. Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben Wir sollten unsere Tage so gestalten, als ob unser Leben in jedem Moment zu Ende sein könnte. Kann ich sagen: „Mein Haus bestellt. Ich bin mit mir, mit Gott und mit meinen Nächsten im Reinen.“ Wer sein Haus bestellt, während er noch lebt, muss den Tod nicht als plötzlichen Einbruch erleben, sondern kann ihm als jemand begegnen, der seine Angelegenheiten bereits in die Hand genommen hat. Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben Es ist das Paradoxon des Glaubens: Indem ich das Ende akzeptiere, werde ich frei für das Leben. Wer sich auf das Ziel vorbereitet, kann den Weg dazwischen bewusster gehen. Bild: pexels-photo-15750972 / Emmaluel Codden

Jes 26, 7-9. 12. 16-19 Donnerstag, 15 Woche Der Pfad des Gerechten ist Geradheit, gerade ist die Bahn des Gerechten, die du ebnest. 8Fürwahr, auf dem Pfad deiner Gerichte, Herr, haben wir auf dich gehofft. Deinen Namen anzurufen und deiner zu gedenken, ist der Seele Verlangen. 9Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht, auch mein Geist in meinem Innern ist voll Sehnsucht nach dir. Denn wann immer deine Gerichte die Erde treffen, lernten die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. 12Herr, du wirst uns Frieden schaffen; denn auch all unsere Taten hast du für uns gemacht. 16Herr, in der Not haben sie nach dir Ausschau gehalten; sie schrien in der Bedrängnis, als deine Züchtigung sie traf. 17Wie eine Schwangere, die kurz davor ist, zu gebären, sich windet und schreit in ihren Wehen, so waren wir, Herr, vor deinem Angesicht. 18Wir waren schwanger und lagen in Wehen, doch als wir gebaren, war es Wind. Heil verschaffen wir nicht dem Land und Erdenbewohner sind keine geboren. 19Deine Toten werden leben, die Leichen stehen wieder auf. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn ein Tau von Lichtern ist dein Tau und die Erde gebiert die Schatten. Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht Heute Nacht konnte ich nicht sehr gut schlafen. Es war heute nicht zu warm, auch weckte mich kein Partylärm, ich wachte einfach auf, und dann war an Schlaf nicht mehr zu denken. Psalm 63 kam mir in den Sinn: Ich denke an dich auf nächtlichem Lager und sinne über dich nach, wenn ich wache. Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht Jesaja verwendet einen ähnlichen Vers: „Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht". Anstatt Schäfchen zu zählen, habe ich mir diesen Satz immer wieder gesagt. Und irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht Die schlaflose Stunde heute Nacht war damit mehr als ein sinnloses Aushalten, sondern wurde zu Gebet. Tipp: Wenn Sie einmal nicht schlafen können, rezitieren Sie doch diesen Satz: Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht Bild: Pe xels-photo-14223882. / Vladimir Srejber










