Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew • 16. Oktober 2026
Eph 1, 15-23 Samstag, 28. Woche Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört. Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke. Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten aufer-weckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht. Eure Liebe zu allen Heiligen. Ich finde es interessant, dass Paulus in dieser Bibelstelle den Christen in Ephesus nicht für ihre Liebe zu Gott, sondern für ihre Liebe zu allen Heiligen dankt. Wer sind diese Heiligen? Vergangenen Donnerstag habe ich bereits darauf hingewiesen, dass für Paulus ein Christ zu einem Hei-ligen wird, wenn er in Verbindung mit Jesus Christus steht. Eure Liebe zu allen Heiligen. Paulus dankt für die Liebe, welche alle Christen in Ephesus untereinan-der haben. Die Sicherheit dafür, dass wir Gott lieben, besteht also darin, dass wir alle unsere Brüder und alle unsere Schwestern im Glauben lie-ben, auch jene, die uns nicht gerade sympathisch sind Eure Liebe zu allen Heiligen. Wir sind alle geneigt, einen Kreis selbst unter den Heiligen Gottes zu ziehen, solche zu haben, die wir bevorzugen, deren Gedanken, Gefühle und Gewohnheiten mehr oder weniger die unseren sind oder die uns wenigstens nicht groß üben. Aber das ist nicht die Liebe zu allen Heili-gen. Das ist weit eher Liebe zu uns als Liebe zu ihnen (William Kelly https://www.bibelstudium.de) Bild: pexels-photo-33505038 Fatih Yurtman
von ew • 15. Oktober 2026
Freitag, 28. Woche Eph 1, 11-14 Durch Christus sind wir als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt; wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben. Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört, das Evangelium von eurer Rettung; durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt. Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen, der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden, zum Lob seiner Herrlichkeit. Durch Christus sind wir als Erben vorherbestimmt. Ein Testament wird erst dann bekannt gegeben und eröffnet, wenn je-mand verstorben ist. Weil Jesus am Kreuz für dich gestorben ist, ist auch sein Testament nun rechtsgültig. Durch Christus sind wir als Erben vorherbestimmt. Von Gott kann man viel erben. Die Freuden des Himmels, die Gemein-schaft unter den Heiligen, den Frieden seiner Gegenwart, den Platz im Himmel, der schon seit Ewigkeit für mich vorherbestimmt ist, das ewige Leben ohne Langeweile. Durch Christus sind wir als Erben vorherbestimmt. Die Aussage dieses Verses übersteigt doch unsere kühnsten Erwartun-gen. Wir sind als Erben bereits in das Testament Gottes eingesetzt. Alles, was Gott hat und ist, werden wir erben. Herzlichen Glückwunsch, du bist Erbe geworden.. Gott bietet dir ein großartiges Erbe an und du musst jetzt entscheiden, ob du es annimmst oder ausschlägst. Bild: pexels-photo-16695380 / Ja kub Zerdiziki
von ew • 14. Oktober 2026
Eph 1, 1-10 Donnerstag, 28. Woche Paulus, durch den Willen Gottes Apostel Christi Jesu, an die Heiligen in Ephesus, die an Christus Jesus glauben. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade. Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat: Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist. An die Heiligen in Ephesus. Das ist aber eine komische Briefanrede. Paulus schreibt nicht an die Brüder und Schwestern in Ephesus, sondern an die Heiligen in Ephesus. Die Gläubigen beim nächsten Gottesdienst würden nicht schlecht staunen, wenn ich sie mit „Liebe Heilige aus Neuhausen“ anreden würde anstatt mit „Liebe Schwestern und Brüder“. An die Heiligen in Ephesus. Im Grunde genommen ist nur Gott allein heilig. Das, was für Paulus jemanden zum Heiligen macht, ist jemand, der an Jesus Christus glaubt. Ein Heiliger ist jemand, der glaubt, dass Jesus gelebt, am Kreuz für uns gestorben und aus dem Grab heraus auferstanden ist. An die Heiligen in Ephesus. Ein Christ wird zu einem Heiligen, wenn er in Verbindung mit Jesus Christus steht. Die Heiligen sind also nicht nur im Himmel, sondern auch auf der Erde. Heilige sind nicht religiöse Superhelden oder kirchliche Idealmenschen, sondern jene, die versuchen, Christus in ihrem Leben einen immer größeren Raum zu geben. Bild: Eckmann
von ew • 13. Oktober 2026
Gal 5, 18-25 Mittwoch, 28. Woche Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz. Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht. Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen. Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst … In meiner Kinder- und Jugendzeit waren wir als KJG Gruppe oft in den Südtiroler Bergen unterwegs. Wenn es in steileres oder gefährlicheres Gelände ging, hatte unser Gruppenleiter einen Bergführer engagiert, der uns sicher bis zum Gipfel brachte. Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst … Paulus schildert den Heiligen Geist wie einen persönlichen Wegbegleiter, der uns Schulter an Schulter und Schritt für Schritt begleiten soll. Der Heilige Geist führt uns aber nicht automatisch. Darum sagt Paulus: Wenn ihr euch vom Heiligen Geist führen lasst. Uns Christen ist kein Eisenring um den Hals gelegt, an dem uns der Heilige Geist mit sich schleppt. Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst … Bitte, Heiliger Geist, hilf mir, dass ich mich HEUTE von Dir führen lasse. Bild. pexels-photo-15033808 / My / Sam Emmers

Zwei Predigtreihen

Im Urlaub konnte ich von Dresden aus mit dem Rad entlang der polnisch-tschechischen Grenze durch Schlesien radeln. Mein Ziel war das Heiligtum der Hl. Schwester Faustina in Krakau.

Dort hatte ich Zeit, das Tagebuch von Schwester Maria Faustyna Kowalska zu lesen, und schon auf der ersten Seite traf ein Wort der einfachen Ordensschwester mein Herz mit voller Wucht, so unmittelbar, dass ich das Buch für einen Moment weglegen musste. Sie schreibt:


„Das Innere meiner Seele ist wie eine wunderbare Welt, in der Gott und ich wohnen. Außer Gott hat hier niemand Zutritt (TB Nr. 582).


Wie friedlich und geborgen klingt das!

Es wäre schön, wenn ich das auch von meiner Seele sagen könnte. "Außer Gott hat niemand Zutritt." Aber leider muss ich mir ehrlich eingestehen: Es ist bei mir nicht so aufgeräumt wie in der Seele dieser polnischen Ordensfrau.


 Im Laufe der Jahre hat sich vieles in meiner Seele angesammelt, was eigentlich nicht hineingehört. Es sind Verletzungen, Enttäuschungen, Worte, Bilder und eben auch falsche Vorstellungen von Gott, die den Zugang zu Gott erschweren. 


Alle Menschen tragen Gottesbilder in sich. Diese Bilder entstehen oft ganz unterschwellig und unbewusst: in der Art, wie (und ob) über Gott in unserer Kindheit gesprochen wurde; in einer strengen Erziehung oder in enttäuschten Gebeten. Wir haben eigene Verletzungen  in uns, die wir stillschweigend auf Gott übertragen haben, weil er ja „zulassen" musste, was uns wehtat.


Über Jahre haben sich Bilder und Ansichten von Gott in uns manifestiert, die uns den Zugang zu einem freien und gelösten Glauben an Gott erschweren.


Wir glauben zu glauben – und glauben in Wahrheit oft an ein Zerrbild von Gott, das wir uns selbst, ungewollt, im Laufe unseres Lebens zusammengebaut haben.


Darum möchte ich in einer bescheidenen Predigtreihe im Oktober mit vier falschen Gottesbildern aufräumen. Ich nenne die Predigten bewusst "bescheiden", denn ich beanspruche nicht, mit diesen Predigten endgültige Antworten zu liefern oder gar Gott selbst erklären zu können.


Ich predige zuerst für mich. Diese vier Sonntage sind zunächst ein Aufräumen in der eigenen Seele, ein ehrliches Hinschauen auf die Bilder, die auch mich seit Jahren begleiten und die ich selbst erst langsam als das erkenne, was sie sind: menschliche Zerrbilder von einem Gott, der nichts anderes als die Liebe ist.


Und vielleicht, so hoffe ich, ist das, was ich dabei für mich entdecke und ausspreche, auch etwas für Sie – ein Anstoß, in der eigenen Seele nachzuschauen, wer und was dort überall Zutritt hat.

Gott ist viel größer, viel schöner und viel liebevoller, als wir uns das in unseren kühnsten Träumen ausdenken können. Gott ist nicht der, der uns heimlich beobachtet, um uns bei einem Fehltritt zu ertappen. Er ist spannend. Er ist voller Überraschungen, voller Schönheit und voller Tiefe. Gott ist ein Gott, der deine Seele so sehr liebt, dass er in ihr wohnen möchte, wie Schwester Faustyna es beschreibt, aber nicht als Aufseher, sondern als Gast, der um Einlass bittet, um deine Seele mit seiner Liebe zu durchfluten.

Ihr Pfarrer Edgar Wunsch

Oktober:


Falsches Bild, echter Gott - Oder: Zeit für ein Update

Papa hat schlechte Laune? - Oder: Ist Gott sauer auf mich?

Samstag, 03.10. um 18: 00 Uhr in Hohenwart 

Sonntag, 04.10. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn 

 

Die Welt dreht durch - Oder: Wo bist du, Gott?! 

Sonntag, 11. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Lehningen und um 10:30 Uhr in Neuhausen


Der Kontrolleur im Himmel – Oder: Meckert Gott nur rum? 

Samstag, 17. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Schellbronn

Sonntag, 18. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Leben statt Verzicht - Oder: Ist Gott eine Spassbremse.

Samstag, 24. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Hamberg

Sonntag, 25. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Mühlhausen   


November

Nächster Halt: Ewigkeit – Entdeckungsreise im Himmel


Ist es im Himmel langweilig? Kann ich im Himmel Traktor fahren und Fußball spielen? kommt auch mein Hamster in den Himmel?

Kinder haben oft mehr Fantasie über den Himmel als wir Erwachsene.

Wie ist es einmal im Himmel? Dieser Frage gehe ich im November nach.

Vergiss die Harfe - Oder: Der Himmel wird der Hammer

Sa, 31.11 um 19:00 Uhr in Hohenwart

So, 01.11. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn


Kurz gestorben, viel erlebt - Oder: Nahtoderlebnisse, was Augenzeugen erzählen

So, 15.11. Um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Gibt es im Himmel Schnaken? - Oder: Was uns dort garantiert erspart bleibt

Sa, 21.11. um 18:00 Uhr in Mühlhausen

So, 22.11. um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Hamberg



Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

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