Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew 22. September 2026
Spr 30, 5-9 Mittwoch, 25. Woche Jede Rede Gottes ist im Feuer geläutert; ein Schild ist er für alle, die bei ihm sich bergen. Füg seinen Worten nichts hinzu, sonst überführt er dich, und du stehst als Lügner da. Um zweierlei bitte ich dich, versag es mir nicht, bevor ich sterbe: Falschheit und Lügenwort halt fern von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum, nähr mich mit dem Brot, das mir nötig ist, damit ich nicht, satt geworden, dich verleugne und sage: Wer ist denn der Herr?, damit ich nicht als Armer zum Dieb werde und mich am Namen meines Gottes vergreife. Ein Schild ist er. Je mehr der Mensch die Begrenztheit seiner Gotteserkenntnis einsieht, desto dankbarer ist er dafür, dass Gott sich ihm geschichtlich offenbart hat, und desto fester hält er sich an Gottes Wort. Je mehr der Mensch die Fülle Gottes erkennt, desto mehr fühlt er sich zu Gott hingezogen. Ein Schild ist er. Bei Gott kann man seine Fragen abgeben und Antworten empfangen, die weiterhelfen. Bei Gott kann man sich bergen und man wird erleben, dass Gott ein schützender Schild ist. Ein Schild gegen den beängstigenden Ansturm der Welt, ein Schild gegen die Vorwürfe der Spötter, ein Schild gegen die Verzweiflung. Füg seinen Worten nichts hinzu Eigentlich ist es ja nicht zu erwarten, dass der Mensch die Vermessenheit entwickelt, Gottes Wort etwas hinzuzufügen. Aber es gehört wohl zum Wesen des Menschen, dass er, sobald er wieder etwas Oberwasser hat, versucht, Gott gleich zu werden. Er interpretiert, ergänzt oder verwirft dann das Wort Gottes. Aber die Worte Gottes sind so anzuerkennen, wie sie von ihm gemeint sind. Füg seinen Worten nichts hinzu Es ist den Menschen jedoch nicht zu raten, Gottes Wort umzubiegen, denn Gott wird den Menschen zur Rechenschaft ziehen und ihn der Lüge überführen. Und dann steht jener, der eben noch weiser und klüger als Gott erscheinen wollte, als Lügner da. (Vergleiche: Wuppertaler Studienbibel, das Buch der Sprüche) Bild: pexels-photo-30875363 / Isabelle He r
von ew 21. September 2026
Spr 21, 1-6.10-13 Dienstag, 25. Woche Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn; er lenkt es, wohin er will. Jeder meint, sein Verhalten sei richtig, doch der Herr prüft die Herzen. Gerechtigkeit üben und Recht ist dem Herrn lieber als Schlachtopfer. Hoffart der Augen, Übermut des Herzens - die Leuchte der Frevler versagt. Die Pläne des Fleißigen bringen Gewinn, doch der hastige Mensch hat nur Mangel. Wer Schätze erwirbt mit verlogener Zunge, jagt nach dem Wind, er gerät in die Schlingen des Todes. Das Verlangen des Frevlers geht nach dem Bösen, sein Nächster findet bei ihm kein Erbarmen. Muss der Zuchtlose büßen, so wird der Unerfahrene weise, belehrt man den Weisen, so nimmt er Einsicht an. Der Gerechte handelt klug am Haus des Frevlers, wenn er die Frevler ins Unheil stürzt. Wer sein Ohr verschließt vor dem Schreien des Armen, wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft. Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs Die Bauern konnten durch ein Bewässerungssystem nach Bedarf das Wasser dorthin leiten, wo es gebraucht wurde, damit das trockene Land fruchtbar wurde und die Pflanzen gedeihen konnten. Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs. Ein König hat dafür zu sorgen, dass sein Land gedeiht und dass es seinem Volk gut geht. So wie der Bauer das Wasser dorthin lenkt, wo es gebraucht wird, so möchte Gott auch das Herz des Königs lenken. Er soll die Not des Volkes sehen und eingreifen, wo es nötig ist. Ein König soll mit einem guten Herzen das Land voranbringen und Wohlstand und Frieden ermöglichen. Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs. Für mich ist es ein schöner Gedanke, dass Gott die Herzen der Menschen lenken möchte. Bitte Gott, lenke auch mein Herz. Wie ein Wasserbach sei das Herz von Pfarrer Edgar Wunsch in deiner Hand. Lenke es, wohin du willst. Wie ein Wasserbach ist das Herz von … Möchten Sie, dass Gott auch Ihr Herz lenkt? Wenn Sie Gott das Lebensruder übergeben, dann werden Sie selbst und die Menschen um Sie herum zufriedener, friedvoller und glücklicher. Bild: pexels-photo-712520 / Syab Nymur
von ew 20. September 2026
Spr 3, 27-35 Montag, 25. Woche Mein Sohn, versag keine Wohltat dem, der sie braucht, wenn es in deiner Hand liegt, Gutes zu tun. Wenn du jetzt etwas hast, sag nicht zu deinem Nächsten: Geh, komm wieder, morgen will ich dir etwas geben. Sinne nichts Böses gegen deinen Nächsten, der friedlich neben dir wohnt. Bring niemand ohne Grund vor Gericht, wenn er dir nichts Böses getan hat. Beneide den Gewalttätigen nicht, wähle keinen seiner Wege; denn ein Gräuel ist dem Herrn der Ränkeschmied, die Redlichen sind seine Freunde. Der Fluch des Herrn fällt auf das Haus des Frevlers, die Wohnung der Gerechten segnet er. Die Zuchtlosen verspottet er, den Gebeugten erweist er seine Gunst. Die Weisen erlangen Ehre, die Toren aber häufen Schande auf sich Für drei Tage tauchen wir in der Lesung in die Welt des Buches der Sprüche ein. Die heutige Lesung möchte zu einem liebevollen Umgang miteinander anregen. Vers 27: Es wird nicht gefordert, dass man sich völlig verausgabt, aber man soll den Bedürftigen geben, was er braucht. Vers 28: Die Lesung wandte sich zunächst an Menschen, die geben konnten, aber nicht geben wollten. Nun sind jene angesprochen, die sofort geben könnten, aber erst später geben wollen. Vielleicht wollten manche den anderen demütigen, um ihm seine Abhängigkeit zu zeigen. Oder man hofft, dass er seine Not inzwischen bei anderen lösen konnte und man ihn durch den Aufschub auf bequeme Weise loswurde. Die Lesung aber sagt: Wenn du kannst, dann gib sofort. Vers 29: Gib auf deine Gedanken acht, denn aus Gedanken werden Taten. Vers 30: Nun soll verhindert werden, dass aus bösen Gedanken böse Taten folgen. Die Anklage ist frei erfunden. Irgendein Anklagepunkt wird sich aber schon finden. Wenn sich nichts findet, dann hat man den anderen wenigstens in Unruhe versetzt. Vers 31: Die Rücksichtslosen werden schnell reich. Die Lesung mahnt uns darum: Sei nicht neidisch. Wo nämlich der Neid auf den Gewalttätigen schielt, besteht bald die Gefahr, dass man selbst gewalttätig wird. Bild: pexels-photo-4654083 / Brett Jordan
von ew 18. September 2026
1 Kor 15, 35-37.42-49 Samstag, 24. Woche Es könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben? Was für eine törichte Frage! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, hat noch nicht die Gestalt, die entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes. So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich. Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark. Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen. So steht es auch in der Schrift: Adam, der Erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendigmachender Geist. Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische. Der Erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der Zweite Mensch stammt vom Himmel. Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren. Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden. Was für eine törichte Frage! Wir können uns nicht vorstellen, wie eine Auferstehung der Toten vor sich gehen soll. Wir können uns kein Bild der neuen Leiblichkeit machen, welche die Auferstandenen haben sollen, und darum können manche auch nicht an die Auferstehung glauben. Was für eine törichte Frage! Der Glaube an die Auferstehung der Toten passt nicht in unser menschliches Denken und in unsere menschliche Logik hinein. Darum benutzt Paulus einen Vorgang aus unserer Welt, den wir alle kennen. Er benutzt ein Gleichnis. Was für eine törichte Frage! Wenn wir zum Beispiel im Frühling Gurken- oder Tomatensamen in die Erde einpflanzen, so sehen diese kleinen Samenkörner völlig anders aus als die Gurke oder die Tomaten, die ich später ernte. Bei jedem Säen erleben wir es, dass der Same nicht bleibt, was er ist, sondern als Samenkorn enden und sterben muss, damit etwas Neues, die völlig anders gestaltete Pflanze, daraus wird. Wir säen nicht die künftige Pflanze selbst, sondern das Samenkorn. Was für eine törichte Frage! Die Wirklichkeit der Auferstehung der Toten zeigt tatsächlich Züge, die wir schon an Gottes Handeln in der Welt um uns herum wahrnehmen können. Wunder über Wunder stehen in der Natur vor uns. Und diesem Gott wollen wir nicht zutrauen, dass er auch der alten irdischen Existenz des Menschen eine neue überirdische Existenz und Lebendigkeit entgegensetzen kann? (Vergleiche: Wuppertaler Studienbibel, der Brief des Paulus an die Korinther) Bild: pexels-photo-11022636 / Ann H.

Zwei Predigtreihen

Im Urlaub konnte ich von Dresden aus mit dem Rad entlang der polnisch-tschechischen Grenze durch Schlesien radeln. Mein Ziel war das Heiligtum der Hl. Schwester Faustina in Krakau.

Dort hatte ich Zeit, das Tagebuch von Schwester Maria Faustyna Kowalska zu lesen, und schon auf der ersten Seite traf ein Wort der einfachen Ordensschwester mein Herz mit voller Wucht, so unmittelbar, dass ich das Buch für einen Moment weglegen musste. Sie schreibt:


„Das Innere meiner Seele ist wie eine wunderbare Welt, in der Gott und ich wohnen. Außer Gott hat hier niemand Zutritt (TB Nr. 582).


Wie friedlich und geborgen klingt das!

Es wäre schön, wenn ich das auch von meiner Seele sagen könnte. "Außer Gott hat niemand Zutritt." Aber leider muss ich mir ehrlich eingestehen: Es ist bei mir nicht so aufgeräumt wie in der Seele dieser polnischen Ordensfrau.


 Im Laufe der Jahre hat sich vieles in meiner Seele angesammelt, was eigentlich nicht hineingehört. Es sind Verletzungen, Enttäuschungen, Worte, Bilder und eben auch falsche Vorstellungen von Gott, die den Zugang zu Gott erschweren. 


Alle Menschen tragen Gottesbilder in sich. Diese Bilder entstehen oft ganz unterschwellig und unbewusst: in der Art, wie (und ob) über Gott in unserer Kindheit gesprochen wurde; in einer strengen Erziehung oder in enttäuschten Gebeten. Wir haben eigene Verletzungen  in uns, die wir stillschweigend auf Gott übertragen haben, weil er ja „zulassen" musste, was uns wehtat.


Über Jahre haben sich Bilder und Ansichten von Gott in uns manifestiert, die uns den Zugang zu einem freien und gelösten Glauben an Gott erschweren.


Wir glauben zu glauben – und glauben in Wahrheit oft an ein Zerrbild von Gott, das wir uns selbst, ungewollt, im Laufe unseres Lebens zusammengebaut haben.


Darum möchte ich in einer bescheidenen Predigtreihe im Oktober mit vier falschen Gottesbildern aufräumen. Ich nenne die Predigten bewusst "bescheiden", denn ich beanspruche nicht, mit diesen Predigten endgültige Antworten zu liefern oder gar Gott selbst erklären zu können.


Ich predige zuerst für mich. Diese vier Sonntage sind zunächst ein Aufräumen in der eigenen Seele, ein ehrliches Hinschauen auf die Bilder, die auch mich seit Jahren begleiten und die ich selbst erst langsam als das erkenne, was sie sind: menschliche Zerrbilder von einem Gott, der nichts anderes als die Liebe ist.


Und vielleicht, so hoffe ich, ist das, was ich dabei für mich entdecke und ausspreche, auch etwas für Sie – ein Anstoß, in der eigenen Seele nachzuschauen, wer und was dort überall Zutritt hat.

Gott ist viel größer, viel schöner und viel liebevoller, als wir uns das in unseren kühnsten Träumen ausdenken können. Gott ist nicht der, der uns heimlich beobachtet, um uns bei einem Fehltritt zu ertappen. Er ist spannend. Er ist voller Überraschungen, voller Schönheit und voller Tiefe. Gott ist ein Gott, der deine Seele so sehr liebt, dass er in ihr wohnen möchte, wie Schwester Faustyna es beschreibt, aber nicht als Aufseher, sondern als Gast, der um Einlass bittet, um deine Seele mit seiner Liebe zu durchfluten.

Ihr Pfarrer Edgar Wunsch

Oktober:


Falsches Bild, echter Gott - Oder: Zeit für ein Update

Papa hat schlechte Laune? - Oder: Ist Gott sauer auf mich?

Samstag, 03.10. um 18: 00 Uhr in Hohenwart 

Sonntag, 04.10. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn 

 

Die Welt dreht durch - Oder: Wo bist du, Gott?! 

Sonntag, 11. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Lehningen und um 10:30 Uhr in Neuhausen


Der Kontrolleur im Himmel – Oder: Meckert Gott nur rum? 

Samstag, 17. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Schellbronn

Sonntag, 18. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Leben statt Verzicht - Oder: Ist Gott eine Spassbremse.

Samstag, 24. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Hamberg

Sonntag, 25. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Mühlhausen   


November

Nächster Halt: Ewigkeit – Entdeckungsreise im Himmel


Ist es im Himmel langweilig? Kann ich im Himmel Traktor fahren und Fußball spielen? kommt auch mein Hamster in den Himmel?

Kinder haben oft mehr Fantasie über den Himmel als wir Erwachsene.

Wie ist es einmal im Himmel? Dieser Frage gehe ich im November nach.

Vergiss die Harfe - Oder: Der Himmel wird der Hammer

Sa, 31.11 um 19:00 Uhr in Hohenwart

So, 01.11. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn


Kurz gestorben, viel erlebt - Oder: Nahtoderlebnisse, was Augenzeugen erzählen

So, 15.11. Um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Gibt es im Himmel Schnaken? - Oder: Was uns dort garantiert erspart bleibt

Sa, 21.11. um 18:00 Uhr in Mühlhausen

So, 22.11. um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Hamberg



Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

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