Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 26. März 2026
Jer 20, 10-13 Freitag, 5. Fast Wo Jeremia sprach: Ich hörte das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, dass ich stürze: Vielleicht lässt er sich betören, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen. Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und kommen nicht auf. Sie werden schmählich zuschanden, da sie nichts erreichen, in ewiger, unvergesslicher Schmach. Aber der Herr der Heere prüft den Gerechten, er sieht Herz und Nieren. Ich werde deine Rache an ihnen erleben; denn dir habe ich meine Sache anvertraut. Singt dem Herrn, rühmt den Herrn; denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter. Der Prophet Jeremia ist in einer schweren Situation. Wurde Jeremia ein paar Verse zuvor „nur“ ausgelacht, (Jer 20,7) so ist es nun die Bespitzelung, eine Kampfform, die erhöhte Wachsamkeit und zermürbende Vorsicht des Propheten erfordert. (Dieter Schneider, Der Prophet Jeremia, Bd. 29, Wuppertaler Studienbibel) Er erlebt: Misstrauen, Verrat, andere warten nur darauf, dass er einen Fehler macht. Er kann nur noch sagen. „Ich höre das Flüstern der Vielen: Schrecken ringsum!“ Doch der Herr steht mir bei Ich vermute, dass Jeremia hadert und zweifelt. In ihm überwiegen die Angst und die Sorge um seine Zukunft. Aber er entscheidet sich dennoch dafür, zu glauben. Jemand hat einmal gesagt: Glaube ist kein Gefühl, sondern das Festhalten an Gottes Hilfe auch dann, wenn ich nichts spü-re. Doch der Herr steht mir bei Äußerlich hat sich nichts an der Situation Jeremias verändert. Aber aus dem Grauen, das zu Beginn der Lesung erwähnt wird, wurde am Ende der Lesung dann ein Dank für die Errettung. Bild Edgar Wunsch - Kath Kirche Ahorn Brolzheim
von ew 26. März 2026
Gen 17, 1a.3-9 Donnerstag, 5. Fast Wo In jenen Tagen erschien der Herr dem Abram. Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach: Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern. Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham - Vater der Menge - wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt. Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen. Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein. Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen, und ich will ihnen Gott sein. Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation Abram fiel auf sein Gesicht Das Sich-Niederwerfen auf die Erde, sodass das Gesicht im Sand liegt, ist ein Ausdruck tiefer Beugung und hingebenden Vertrauens, aber auch der überwältigenden Freude. Wer sich auf sein Angesicht wirft, hört auf, sehend zu sein, wird bloß hörend, gibt also die materielle und geistige Selbständigkeit dem andern gegenüber auf. Karfreitag Zu Beginn der Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag, darf ich mich – so wie Abraham damals – vor dem Altar auf den Boden niederwerfen. Auch am Tag meiner Priesterweihe am 19.05.1996 lag ich ausgestreckt auf dem Boden vor Gott. Die Haltung sagt ohne Wort e: Ich bin nichts vor Gott. Kein Auftreten, keine Worte, kein Anspruch. Nur Hingabe und Demut. Ich möchte am Karfreitag meine Hingabe erneuern. Totale Hingabe: Alles lege ich vor dich hin. Schuld, Versagen, Angst – nichts wird zurückgehalten. Aber auch meinen freien Willen, mein Leben, meine Zeit … Nichts wird zurückgehalten. Ich möchte es wenigstens mit aller Kraft versuchen.
von ew 24. März 2026
Dan 3, 14-21.49.91-92.95 Mittwoch, 5. Fast Wo In jenen Tagen sprach König Nebukadnezzar: Ist es wahr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego: Ihr verehrt meine Götter nicht und betet das goldene Standbild nicht an, das ich errichtet habe? Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und aller anderen Instrumente hört, sofort niederzufallen und das Standbild anzubeten, das ich habe machen lassen, ist es gut; betet ihr es aber nicht an, dann werdet ihr noch zur selben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen. Welcher Gott kann euch dann aus meiner Gewalt erretten? Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten: Wenn überhaupt jemand, so kann nur unser Gott, den wir verehren, uns erretten; auch aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, kann er uns retten. Tut er es aber nicht, so sollst du, König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast. Da wurde Nebukadnezzar wütend; sein Gesicht verzerrte sich vor Zorn über Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er ließ den Ofen siebenmal stärker heizen, als man ihn gewöhnlich heizte. Dann befa hl er, einige der stärksten Männer aus seinem Heer sollten Schadrach, Meschach und Abed-Nego fesseln und in den glühenden Feuerofen werfen. Da wurden die Männer, wie sie waren - in ihren Mänteln, Röcken und Mützen und den übrigen Kleidungsstücken - gefesselt und in den glühenden Feuerofen geworfen. Aber der Engel des Herrn war zusammen mit Asarja und seinen Gefährten in den Ofen hinabgestiegen. Er trieb die Flammen des Feuers aus dem Ofen hinaus. Da erschrak der König Nebukadnezzar; er sprang auf und fragte seine Räte: Haben wir nicht drei Männer gefesselt ins Feuer geworfen? Sie gaben dem König zur Antwort: Gewiss, König! Er erwiderte: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen. Sie sind unversehrt, und der vierte sieht aus wie ein Göttersohn. Da rief Nebukadnezzar aus: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos. Denn er hat seinen Engel gesandt und seine Diener gerettet. Im Vertrauen auf ihn haben sie lieber den Befehl des Königs missachtet und ihr Leben dahingegeben, als dass sie irgendeinen anderen als ihren eigenen Gott verehrten und anbeteten Wir kehren wieder zurück zu jener Bibelstelle, die wir bereits am Dienstag, 3. Fastenwoche gelesen haben. (Dan 3, 25.34-43). Ist es wahr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego . »Ist es wahr?« drückt Erstaunen aus. Spürt Nebukadnezar das egoistische Interesse der Verleumder? Ist er überrascht, dass so treue Diener angeklagt werden? Oder beides miteinander? … Ihr verehrt meine Götter nicht. Es steht einiges auf dem Spiel. Nebukadnezars Worte klingen fast so, als wolle er die jungen Juden retten und zur Besinnung rufen. »Meinen Gott« nicht zu verehren, versteht der Heide Nebukadnezar nicht, der doch alle Götter anbeten kann und selbst »euren Gott« angebetet hat. Und wie könnte Nebukadnezar erlauben, dass gerade »sein Gott« Marduk »nicht verehrt« wird! Er würde ja den Götterzorn über ganz Babylonien herabziehen! Ihr verehrt meine Götter nicht. Es ist eben nicht »egal«, was ein Mensch glaubt! Hier stoßen wir aber auch auf die Tatsache, dass der biblische Glaube in den Augen der Umwelt zu aller Zeit intolerant war. Für Nebukadnezar gibt es viele Heilswege – je mehr, desto besser. Für den biblischen Glauben gibt es nur einen Heilsweg – je weniger andere locken, desto besser. Ihr verehrt meine Götter nicht. Für biblisches Denken, Glauben und Bekennen ist eine Einheit der Religionen oder eine Ökumene der Religionen geradezu lästerlich. Darum werden die Leute Gottes die schlimmsten Störenfriede des Antichrist sein und unter den Boykott der gesamten Gesellschaft gestellt werden. Wenn ihr bereit seid... Nebukadnezar baut den drei Todgeweihten eine goldene Brücke. Dieser Augenblick ist der gefährlichste im ganzen Kapitel. Wenn man in Glaubensdingen mit Liebe und Wohlwollen kommt, wird es für uns viel schwerer, standhaft zu bleiben. Verführung ist immer gefährlicher als Verfolgung. Die Verführung steigert sich zur Versuchung. Denn die Wahl für die drei Freunde lautet: Äußerlich vollziehen, was Nebukadnezar verlangt und was man innerlich gar nicht bejahen muss, oder Feuertod. Hier hätten wohl manche der heutigen Bischöfe (und Priester) gesagt: »Fallt nieder! Ihr sollt euch ja nicht zum Götzendienst bekehren. Ihr sollt nur euer Leben retten und einen Staatsakt begehen, den die ganze Welt ohne weiteres begangen hat.« (vgl. Gerhard Maier, Der Prophet Daniel, Wuppertaler Studienbibel (Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2018 Bild: Edgar Wunsch

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

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