Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team


tägliche Schriftbetrachtung

von ew 14. April 2026
Apg 5, 17-26 Mittwoch, 2. Osterwoche In jenen Tagen erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer. Sie ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen. Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte: Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens! Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten. Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen. Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten: Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin. Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte. Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden. Sie ließen die Apostel verhaften Es gibt eine Linie, die sich durch die ganze Heilsgeschichte, angefangen von den ersten Seiten der Bibel bis in unsere Tage, zieht: Der Mensch stellt sich gegen Gott – aber Gott führt dennoch seinen Plan zum Heil. Sie ließen die Apostel verhaften Die Intrigen gegen Jesus, die uns Johannes so einprägsam schildert (Joh 11, 46-53), wiederholen sich bei jenen, die Jesus nachfolgen. Es ist wie in der Geschichte Jesu selbst: Beim Todesbeschluss gegen Jesus war die Priesterschaft führend. Die gleiche Gruppe versucht auch die Apostel wenigstens mundtot zu machen. Die theologischen Fragen waren ihr nicht so wichtig. Es ging um Eifersucht, Macht und Einfluss. Es sind dieselben eitlen Gedanken, die auch heute noch in manchen Gemeinden eine Neuevangelisierung versuchen zu unterdrücken. Aber Was der Mensch aus Angst unterdrücken will, verwandelt Gott in ein Werkzeug seines Heils. Gott setzt seinen Willen nicht gegen den Menschen durch – aber er vollendet ihn trotz des Menschen. Bild :pexels-photo-10474997.png/ Ron Lach
von ew 13. April 2026
Apg 4, 32-37 Dienstag, 2. Osterwoche Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte. Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen. Ein Herz und eine Seele „Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt“, so schloss der vorige Abschnitt. Und dies zeigte sich nicht nur im freimütigen Zeugnis nach draußen. Der Geist Gottes ist nicht nur – wie es in unserer Kirche leicht erscheinen kann – ein Mittel der Verkündigung. Er gestaltet vor allem das innere Leben: „Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele.“ Wichtig ist zunächst, dass in der urchristlichen Gemeinde gelebt wurde, was andernorts nur als Ideal verkündet wird. Vielleicht ist die Einheit unter den Gläubigen die wichtigste Frucht des Hl. Geistes überhaupt. Die Einheit ist Voraussetzung und der Boden, auf dem alle anderen Charismen wachsen können. Kurz: Ohne Einheit keine Früchte, kein Wachstum, keine Zukunft. Sie hatten alles gemeinsam. So ideal sich die Lesung heute vielleicht für den ein oder anderen auch anhören mag, ohne ein gewisses Maß persönlichen Besitzes, der frei zu ihrer eigenen Verfügung bleibt, kann eine Familie und eine Gemeinschaft nicht leben. Die hier gegebene Schilderung des Lukas ist ein „Urbild, aber kein Vorbild“. Damals in Jerusalem handelte die Liebe kraftvoll in der ihr jetzt gegebenen Lage. Sie hatten alles gemeinsam. In den paulinischen Gemeinden war das anders. Darum hat Paulus das „Vorbild“ von Jerusalem nicht nachgemacht, sondern seinen Gemeinden ganz andere Regeln gegeben (vgl. 1 Thess 4, 11 f; 2 Thess 3, 6–12). Eine unmittelbare und dann notwendig „gesetzliche“ Nachahmung der Urgemeinde wäre ein Missverständnis der Schrift. Sie hatten alles gemeinsam. Aber das „Urbild“ darf uns keine Ruhe lassen. Die innere Haltung jener ersten Gemeinde Jesu darf und muss wieder die unsere werden. Welche konkreten Formen der brüderlichen Gemeinsamkeit sie dann findet, wird von der jeweiligen geschichtlichen Lage her bestimmt sein müssen. Für heute Jeder von uns kann an seinem Platz und in seiner Weise in der „Haltung“ leben, welche die heutige Lesung schildert. Niemand braucht auf eine ferne Zukunft zu warten, jeder kann noch heute damit anfangen, das gemeinschaftliche Urbild der christlichen Urgemeinde mit seinen Nachbarn umzusetzen. Ich folge in der ganzen Auslegung: Werner de Boor, Die Apostelgeschichte, Wuppertaler Studienbibel (Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2018), 107. Bild. Edgar Wunsch
von ew 13. April 2026
Apg 4, 23-31 Montag, 2. Osterwoche In jenen Tagen als Petrus und Johannes freigelassen waren, gingen sie zu den Ihren und berichteten alles, was die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. Als sie das hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen und alles, was dazugehört; du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt: Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne? Die Könige der Erde stehen auf, und die Herrscher haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten. Wahrhaftig, verbündet haben sich in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, um alles auszuführen, was deine Hand und dein Wille im Voraus bestimmt haben. Doch jetzt, Herr, sieh auf ihre Drohungen und gib deinen Knechten die Kraft, mit allem Freimut dein Wort zu verkünden. Streck deine Hand aus, damit Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. Als sie gebetet hatten, bebte der Ort, an dem sie versammelt waren, und alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, und sie verkündeten freimütig das Wort Gottes . Da bebte der Ort. Ich erinnere mich noch ganz gut an eine „Mehr Konferenz“, die Johannes Hartl als Organisator durchführte. Ich verfolgte diesen Abend vor dem Bildschirm zu Hause. Im Laufe der Veranstaltung versammelten sich Mitglieder aller anwesenden Konfessionen auf der Bühne und beteten gemeinsam für eine Neuevangelisierung Deutschlands. Am Ende des Gebetes wurde ein Segen gesprochen. Die positive Schockwelle dieses Segens hat mich „durch den Bildschirm hindurch“ noch getroffen. Ich habe diese Segenswelle körperlich so stark gespürt, dass ich einen kleinen Seufzer ließ und in dem Sessel nach hinten geworfen wurde. Das war eine gigantische Erfahrung. Wir lernen: im Gebet und im Segen Gottes steckt eine große Kraft, die wir noch nicht einmal ansatzweise „angezapft“ haben. Bild: AdobeStock_357942148
10. April 2026
Apg 4, 1-12 Freitag der Osteroktav Petrus und Johannes hatten im Tempel einen Gelähmten geheilt. Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen. Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten. Sie nahmen sie fest und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend. Viele aber, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend. Am anderen Morgen versammelten sich ihre Führer sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem, dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohenpriester stammten. Sie stellten die beiden in die Mitte und fragten sie: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan? Da sagte Petrus zu ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch. Er - Jesus - ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen Und in keinem anderen ist das Heil zu finden Die Heilung des Gelähmten, von der wir vergangenen Mittwoch in Apg 3, gelesen haben wirkt auch heute noch nach. Als Petrus und Johannes am Morgen ihr Haus verließen, rechneten sie sicher nicht damit, dass sie die Nacht im Gefängnis verbringen würden. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden Petrus und Johannes stehen mutig vor den religiösen Führern. Ihre Botschaft ist klar: „In keinem anderen ist das Heil zu finden als im Namen Jesu. Dieser Glaube macht selbst einfache Menschen furchtlos. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden Die Lesung ist ein kraftvolles Vorbild für heute. Es erinnert uns daran, dass echte Nachfolge darin besteht, bei Widerstand nicht zurückzuweichen, sondern in Gottes Kraft mutig Zeugnis abzulegen.

Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

Senden Sie mir eine Nachricht