Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 14. Februar 2026
1 Kön 12, 26–32; 13, 33–34 Samstag, 5. Woche In jenen Tagen 12, 26 dachte Jeróbeam in seinem Herzen: Das Königtum könnte wieder an das Haus David fallen. 27Wenn dieses Volk hinaufgeht, um im Haus des Herrn in Jerusalem Opfer darzubringen, wird sich sein Herz wieder seinem Herrn, dem König Rehábeam von Juda, zuwenden. Mich werden sie töten und zu Rehábeam, dem König von Juda, zurückkehren. 28So ging er mit sich zu Rate, ließ zwei goldene Kälber anfertigen und sagte: Ihr seid schon zu viel nach Jerusalem hinaufgezogen. Hier sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben. 29Er stellte das eine Kalb in Bet-El auf, das andere brachte er nach Dan. 30Dies wurde Anlass zur Sünde. Das Volk zog vor dem einen Kalb her bis nach Dan. 31Auch machte er das Haus der Kulthöhen und Priester, die aus allen Teilen des Volkes stammten und nicht zu den Söhnen Levis gehörten. 32Für den fünfzehnten Tag des achten Monats machte Jeróbeam ein Fest, das dem Fest in Juda entsprach. Er stieg zum Altar hinauf. Das tat er in Bet-El, um den Kälbern zu opfern, die er hatte machen lassen. In Bet-El ließ er auch die Priester auftreten, die er für die Kulthöhen gemacht hatte. 13, 33Jeróbeam kehrte auch nach diesem Ereignis von seinem bösen Weg nicht um. Er machte weiterhin aus allen Teilen des Volkes Priester für die Kulthöhen; jedem, der es wünschte, füllte er die Hand und er wurde ein Höhenpriester. 34Das aber wurde dem Haus Jeróbeam als Sünde angerechnet, sodass es vernichtet und vom Erdboden vertilgt wurde . Kurz zur politischen Lage: Das Volk Israel war in der Reichsteilung in zwei Hälften zerfallen – in ein Nordreich, in dem Jerobeam König war, und in ein Südreich (welches nur aus dem Stamm Juda bestand) mit König Rehabeam. Jerusalem, das kultische Zentrum beider Königreiche, lag im Südreich auf dem Gebiet von König Rehabeam. Zwei goldene Kälber. Die größte Sorge des neuen Königs Jerobeam war, dass die Leute weiterhin zum Heiligtum des Nachbarkönigs Rehabeam nach Jerusalem pilgern. Er war neidisch geworden und fürchtete um seine Machtposition. Durch die gemeinsamen Feste beider Königreiche war die Gefahr groß, dass auch die politische Einheit wieder gesucht würde. Die Leute könnten sich wieder Rehabeam zuwenden und ihn selbst töten. Zwei goldene Kälber. Zum politischen Bruch zwischen Israel und Juda kam der kultische Bruch. Das vereinte Königreich zerbrach politisch und kultisch vollständig in zwei Reiche. Mit dem Ziel der kultischen Selbstständigkeit traf Jerobeam Maßnahmen, die nicht Gottes Zustimmung fanden. Er stellte das Heiligtum in Bethel dem Tempel in Jerusalem gegenüber und erhob für den Tempel in Bethel denselben Anspruch. Zwei goldene Kälber. Die Israeliten fertigten am Fuße des Berges Sinai ein goldenes Kalb an. Jerobeam ließ zwei goldene Kälber anfertigen. Hat Jerobeam denn nach der Erfahrung am Sinai nichts gelernt? Ausdrücklich wird in Exodus 32 die Verehrung des goldenen Kalbes als große Sünde erwähnt. Müsste der König nicht aus der Geschichte genug gelernt haben? Ein Blick in die Geschichte lehrt leider, dass gleiche Fehler immer wieder gemacht werden. Frühere Erfahrungen und Gottes Wort selbst geraten in Vergessenheit. Jede Generation ist neu gefragt nach dem Gehorsam oder Ungehorsam gegenüber Gottes Wort. (Vgl. Hartmut Schmid, Wuppertaler Studenbibel) Bild. Pexel / irençber’ana
von ew 13. Februar 2026
1 Kön 11, 29–32; 12, 19 Freitag, 5. Woche 11, 29Als in jener Zeit Jeróbeam einmal aus Jerusalem herauskam, be-gegnete ihm auf dem Weg der Prophet Ahíja aus Schilo. Dieser war mit einem neuen Mantel bekleidet. Während nun beide allein auf freiem Feld waren, 30 fasste Ahíja den neuen Mantel, den er anhatte, zerriss ihn in zwölf Stücke 31und sagte zu Jeróbeam: Nimm dir zehn Stücke; denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Ich nehme Sálomo das Königtum weg und gebe dir zehn Stämme. 32Nur ein Stamm soll ihm verbleiben wegen meines Knechtes David und wegen Jerusalem, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe. 12, 19So überwarf sich Israel mit dem Haus David bis zum heutigen Tag. Noch bevor Salomon stirbt wird der neue König, Jerobeam vorgestellt. Bei Salomos Bauarbeiten in Jerusalem war er Aufseher über die Fronarbeiter aus dem Haus Josef (1 Kön 11,28). Der zerrissene Mantel Der Prophet Ahija war mit einem neuen Mantel bekleidet, den er in einer symbolischen Handlung in 12 Stücke zerriss – ein Mantelstück für jeden der 12 Stämme Israels. Wenig später deutet der Prophet die Handlung. Jerobeam sollte König über 10 Stämme werden, zu Salomon sollte nur noch ein Stamm (der Stamm Juda) gehören. Der zerrissene Mantel Der Prophet zerreißt einen nagelneuen Mantel und deutet damit an, dass etwas völlig Neues geschehen wird. Israel wird von nun an zerrissen und seine Einheit wird zerstört sein. Israel ist nicht mehr das, was es sein sollte: das eine Volk Gottes. Die Spaltung des Volkes Gottes in ein Nordreich und in ein Südreich dauerte ca. 400 Jahre und hatte katastrophale Folgen. 10+1=11 Der Mantel wurde in zwölf Teile zerrissen, aber die Rede ist dann nur von elf Stämmen. Jerobeam bekommt zehn Stämme und Salomo einen Stamm (Juda). Der Stamm Levi hatte kein eigenes Stammesgebiet (Nu 18,20; Josua 13,33; Hes 44,28) Bild; Pexel / cottonbro studio
von ew 12. Februar 2026
1 Kön 11, 4–13 Donnerstag, 5. Woche 4Als Sálomo älter wurde, machten seine Frauen sein Herz anderen Göttern geneigt, sodass sein Herz dem Herrn, seinem Gott, nicht mehr ungeteilt ergeben war wie das Herz seines Vaters David. 5Er verehrte Astárte, die Göttin der Sidónier, und Milkom, den Götzen der Ammoníter. 6Er tat, was böse war in den Augen des Herrn, und war ihm nicht so vollkommen ergeben wie sein Vater David. 7Damals baute Sálomo auf dem Berg östlich von Jerusalem eine Kulthöhe für Kemosch, den Götzen der Moabíter, und für Milkom, den Götzen der Ammoníter. 8Dasselbe tat er für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern Rauch- und Schlachtopfer darbrachten. 9Der Herr aber wurde zornig über Sálomo, weil sich sein Herz von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war 10 und ihm verboten hatte, fremden Göttern zu dienen. Doch Sálomo hielt sich nicht an das, was der Herr von ihm verlangt hatte. 11Daher sprach der Herr zu ihm: Weil es so mit dir steht, weil du meinen Bund und meine Satzungen nicht bewahrt hast, die ich dir gegeben habe, werde ich dir das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben. 12Nur deines Vaters David wegen werde ich es nicht schon zu deinen Lebzeiten tun; erst deinem Sohn werde ich es entreißen. 13Doch werde ich ihm das Königtum nicht ganz entreißen; einen Stamm lasse ich deinem Sohn wegen meines Knechtes David und wegen Jerusalem, das ich erwählt habe. Sálomo älter wurde. Man sollte meinen, dass mit zunehmendem Alter Weisheit, Umsicht und Klugheit wachsen. Im Alter erlahmen aber auch die Kräfte, man wird milder und gibt eher nach. Salomon war müde geworden, „nein“ zu sagen. Sálomo älter wurde. Mit dem alt gewordenen David beginnt in 1König die Salomon-Überlieferung. Mit dem alt gewordenen Salomo beginnt heute das letzte Kapitel über Salomo. Dem alten David war es schwergefallen, die Nachfolgefrage rechtzeitig in aller Klarheit für Salomon zu regeln. Dem alten Salomo fiel es schwer, gegenüber seinen Frauen eindeutig zu bleiben. Für heute: In manchen Gruppierungen, Gremien, Räte und Teams sind oft noch die Gründungsmitglieder, die vor vielen Jahren oder Jahrzehnten diese Gruppe gegründet und ins Leben gerufen haben, in der Verantwortung und in der Leitungsposition. Sie haben es nicht geschafft, Verantwortung an Jüngere zu übertragen, und merken gar nicht, wie sie mit ihrem Starrsinn eine Entwicklung verhindern. Ich vermute, dass manchen Menschen ein Loslassen sehr schwerfällt. Sie befürchten einen Kontrollverlust. Wenn Menschen Verantwortung abgeben, verlieren sie die direkte Kontrolle. Sie sind dann nicht mehr der Mittelpunkt, von dem alle Entscheidungen ausgehen. Man muss sie nicht mehr fragen, wenn man bestimmte Dinge tun möchte. Ich hoffe nur, dass ich selbst den richtigen Zeitpunkt finde, um in Rente zu gehen und den Nachfolger machen zu lassen. Bild: Pexel / DΛVΞ GΛRCIΛ

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

Jesus hat das Sagen

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Mai bis September

Schriftbetrachtung


Die Betrachtungen zu den Bibeltexten orientieren sich an der Leseordnung zur Eucharistiefeier der Katholischen Kirche.


Es sind überwiegend kurze Predigten, die ich auch anden Werktagen gehalten habe.


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