Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew 23. Juli 2026
Jer 3, 14-17 Freitag, 16 Woche 14 Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne! – Spruch des HERRN –; denn ich bin euer Herr. Und ich will euch nehmen, einen aus einer Stadt und zwei aus einem Geschlecht, und will euch nach Zion bringen. 15 Und ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden mit Erkenntnis und Klugheit. 16 Und es wird geschehen, wenn ihr euch vermehrt und fruchtbar werdet im Land in jenen Tagen – Spruch des HERRN –, wird man nicht mehr sagen: Die Bundeslade des HERRN! Sie wird niemandem mehr in den Sinn kommen, man wird ihrer nicht mehr gedenken, sie nicht vermissen und eine neue wird nicht mehr hergestellt werden. 17 In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen und alle Völker werden sich zu ihr versammeln wegen des Namens des HERRN in Jerusalem; und sie werden nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen. Der Bundeslade wird man nicht mehr gedenken. Das ist heute wirklich eine radikale Aussage. Die Bundeslade war doch der Ort der Gegenwart Gottes. Nun soll sie ihre zentrale Rolle verlieren. Der Bundeslade wird man nicht mehr gedenken. Und doch war die Bundeslade nur ein Gegenstand. Eine Truhe aus Holz, prächtig geschmückt und kostbar verziert. Aber letztlich doch nur ein Objekt. Der Bundeslade wird man nicht mehr gedenken. Die Bundeslade war an einen bestimmten Ort gebunden (erst im Zelt des Heiligtums, später im Jerusalemer Tempel). Gott kann man aber nicht nur an einem bestimmten Ort über ein bestimmtes Objekt anbeten. Jesus sagt später der Samariterin, dass wahre Anbetung weder an den Garizim noch an Jerusalem gebunden ist, sondern „im Geist und in der Wahrheit" geschieht (Joh 4,21-24) Der Bundeslade wird man nicht mehr gedenken. Gott möchte, dass sein Volk nicht nur einen Gegenstand anbetet, sondern eine echte Beziehung zu ihm aufbaut. Gott möchte uns begegnen von Herz zu Herz. Sicher gilt: Wenn Gott durch die Taufe in dir wohnt, dann wird dein Herz zum Ort der Begegnung mit Gott. Und dein Herz hast du überall und immer dabei. Bild: pexels-photo-27635485 / Mahmoud Yahyaoui
von ew 22. Juli 2026
Jer 2, 1-3. 7-8. 12-13 Donnerstag, 16 Woche 1Das Wort des Herrn erging an mich: 2Auf! Ruf Jerusalem laut ins Ohr: So spricht der Herr: Ich gedenke deiner Jugendtreue, der Liebe deiner Brautzeit, wie du mir in der Wüste gefolgt bist, im Land ohne Aussaat. 3Heilig war Israel dem Herrn, Erstlingsfrucht seiner Ernte. Wer davon aß, machte sich schuldig, Unheil kam über ihn – Spruch des Herrn. 7Ich brachte euch dann in das Gartenland, um euch seine Früchte und Güter genießen zu lassen. Aber kaum seid ihr dort gewesen, da habt ihr mein Land entweiht und mein Eigentum zum Abscheu gemacht. 8Die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr? Die Hüter der Weisung kannten mich nicht, die Hirten des Volkes wurden mir untreu. Die Propheten prophezeiten bei Baal und liefen unnützen Götzen nach. 12Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, erschaudert gewaltig! – Spruch des Herrn. 13Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten. 2 Ich gedenke deiner Jugendtreue Wie ein Verliebter ruft Gott seiner Braut zu: Weißt du denn nicht mehr, du warst meine Jugendtreue, du bist mir in die Wüste gefolgt. Gemeinsam haben wir Schwierigkeiten überwunden. 2 Du bist mir in die Wüste gefolgt Die Liebe war so stark, dass sie die Unbequemlichkeit und die Herausforderung der Wüste ausgehalten hat. Gemeinsam stellte sich Gott mit seinem Volk allen Widrigkeiten. 7 Aber: Im Gartenland wurdest du untreu Doch die Situation änderte sich dramatisch, als das Volk in das „Gartenland“ (Kanaan). Plötzlich war alles im Überfluss da, es gab feste Häuser und gefüllte. Es ist eine paradoxe Tragödie der Menschheitsgeschichte: Krisen schweißen zusammen, aber der Wohlstand entfremdet. 8 Die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr? Bemerkenswert ist, wen der Text konkret anklagt: die Priester! Es ist kein Versagen "des Volkes", sondern ein Versagen der geistlichen Verantwortungsträger. Entfremdung von Gott beginnt oft leise, an der Spitze, bevor sie sich in der Breite zeigt. 13 Gott, Quell des lebendigen Wassers Gott bietet sich selbst als Quelle für alles Lebensnotwendige an. Man muss nur hingehen und kann dann mühelos daraus trinken. 13 Zisternen mit Rissen Aber die Menschen brauchen die Quelle nicht, sie graben sich mühevoll Zisternen, die dazu noch rissig sind und das Wasser nicht halten können. Quelle oder Zisterne? Der Kontrast in der Lesung ist genau durchdacht: Eine Zisterne muss man selbst in den Felsen hauen. Aber sie sammelt nur, was einmal hineinfließt. Bekommt eine Zisterne Risse, verliert man am Ende alles, trotz der ganzen investierten Mühe. Eine Quelle sprudelt von selbst, ist Geschenk, erneuert sich ständig, man kann sie nicht besitzen, nur an ihr trinken. Selbstgebaute Zisternen Es ist nicht schwer herauszufinden, wo wir uns heute selbst Zisternen bauen. Das Bild lässt sich gut auf Dinge übertragen, die wir selbst bauen. Die Zisterne: "ich bin, was ich schaffe". Hält eine Weile, bis Krankheit, Alter oder Scheitern kommen. Da sind aber auch jene Zisternen, die ständig neu befüllt werden müssen, weil sie nie wirklich sättigen: Konsum und Ablenkung … Für heute Wo merke ich aktuell in meinem Leben, dass meine „Zisterne“ Risse bekommt? Wo spüre ich die Erschöpfung, weil ich versuche, mir selbst Halt zu geben? Bild: pexels-photo-35647385 / Smadar Bergmann
von ew 21. Juli 2026
Jer 1, 1. 4-10 Mittwoch, 16 Woche 1 Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, aus der Priesterschaft von Anatot im Land Benjamin. 4 Das Wort des HERRN erging an mich: 5 Bevor ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erkannt, und bevor du aus dem Schoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt. 6 Da sagte ich: Ach, Herr, HERR! Siehe, ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin noch zu jung. 7 Aber der HERR sagte zu mich: Sag nicht: Ich bin noch zu jung! Denn zu allen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebiete, sollst du reden. 8 Fürchte dich nicht vor ihnen! Denn ich bin mit dir, um dich zu retten – Spruch des HERRN. 9 Und der HERR streckte seine Hand aus, berührte meinen Mund und der HERR sagte zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. 10 Siehe, ich bestelle dich am heutigen Tag über die Völker und über die Königreiche, um auszureißen und niederzureißen, um zu vernichten und zu zertrümmern, um zu bauen und zu pflanzen. Wir gehen heute zum Propheten Jeremia über, der ein Jahrhundert nach Micha im Südreich wirkte. Die Worte, die Jeremia am Anfang seiner Berufung von Gott hören durfte, dürfen wir auch auf uns selbst beziehen: Bevor ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erkannt. Die Welt neigt dazu, dich an deiner Leistung, deiner Effizienz und deinem Nutzwert zu messen. Was bringst du? Was leistest du? Wie produktiv bist du? Aber wenn du dich nur durch das definierst, was du leistest, dann wirst du ständig mit Erwartungen konfrontiert, die du nie ganz erfüllen kannst. Es gibt immer noch mehr zu tun, noch jemanden, der schneller, besser, erfolgreicher ist. Bevor ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erkannt. Bitte beziehe diesen Vers ganz persönlich auf dich selbst. Du bist kein Zufallsprodukt, keine Laune der Natur, kein Nebenprodukt von Umständen. Du bist gewollt – und von Ewigkeit her von Gott gedacht und geliebt, noch bevor du das geringste geleistet hast.. Bevor ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erkannt. Du bist gewollt, noch bevor du eine einzige Aufgabe erfüllt hast. Es gibt ein schönes Lied, das diesen Gedanken aufgreift. Vielleicht kennst du es, wenn nicht, kannst du einmal googeln. Es heißt: „Vergiss es nie“. Bild: pexels-photo-9264586 / Анастасия Триббиани
von ew 20. Juli 2026
Dienstag, 16 Woche Mi 7, 14-15. 18-20 Herr, unser Gott, weide dein Volk mit deinem Stab, die Herde, die dein Erbbesitz ist, die einsam im Wald wohnt mitten im fruchtbaren Land! Sie sollen wieder im Baschan und in Gílead weiden wie in den Tagen der Vorzeit. 15Wie in den Tagen, als du aus dem Land Ägypten auszogst, lass uns deine Wunder schauen! 18Wer ist Gott wie du, der Schuld verzeiht und an der Verfehlung vorübergeht für den Rest seines Erbteils! Nicht hält er auf ewig fest an seinem Zorn, denn er hat Wohlgefallen daran, gütig zu sein. 19Er wird sich unser wieder erbarmen, er wird niedertreten unsere Schuld. Ja, du wirst in die Tiefen des Meeres werfen alle ihre Sünden. 20Du wirst Jakob Treue und Abraham Liebe erweisen, wie du unseren Vätern geschworen hast in den Tagen der Vorzeit Der Liedermacher Albert Frey hat ein wunderbares Lied komponiert das sich an der heutigen Bibelstelle orientiert. „Wer ist ein Gott wie Du?“ Anbei der Liedtext, den es sich lohnt, wie die Bibelstelle selbst, immer wieder zu meditieren Du hast Erbarmen und zertrittst all meine Schuld, du hilfst mir auf in deiner Treue und Geduld. Du nimmst mir meine Last, nichts ist für dich zu schwer, du wirfst all meine Sünde tief hinab ins Meer. Wer ist ein Gott wie du? Der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt. Wer ist ein Gott wie du? Nicht für immer bleibt dein Zorn bestehn, denn du liebst es gnädig zu sein. Du hast Erbarmen und zertrittst all meine Schuld, du hilfst mir auf in deiner Treue und Geduld. Du nimmst mir meine Last, nichts ist für dich zu schwer, du wirfst all meine Sünde tief hinab ins Meer. Wer ist ein Gott wie du? Der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt. Wer ist ein Gott wie du? Nicht für immer bleibt dein Zorn bestehn, denn du liebst es gnädig zu sein. Bild: pexels-photo-34656479 / Soc Nang Dong

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