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Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew • 12. Oktober 2026
Gal 5, 1-6 Dienstag, 28. Woche Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! Hört, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nützen. Ich versichere noch einmal jedem, der sich be-schneiden lässt: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten. Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen. Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens. Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glau-ben zu haben, der in der Liebe wirksam ist. Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nützen. Die Christen im Gebiet der Galater waren immer noch auf der Suche nach ihrer Identität. Sie waren wohl Christen geworden, hielten aber immer noch an den jüdischen Bräuchen fest und waren nun kurz davor, die Praxis der Beschneidung wieder aufzunehmen. Irgendwie saßen sie zwischen den Stühlen. Sie wollten zwar Christen sein, schielten aber mit einem Auge immer noch nach dem Glauben der Väter. Christus wird euch nichts nützen. Die Galater von damals sind den heutigen Christen nicht fern. Auch heute mangelt es an einer positiven Entschiedenheit für Christus. Ein wenig christliche Meditation und ein wenig Buddhismus passen aber nicht zusammen. Was würde wohl eine Ehefrau antworten, deren Ehe-mann ihr am Tag der Hochzeit sagt: Ich bin ganz für dich da, aber eine Woche im Jahr, da möchte ich doch frei sein und auch einmal eine ande-re Frau gern haben. Genauso verhalten sich manche Christen heute. Ein wenig Christus geht nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Bild: pexels-photo-12181936 / My / Beyza Efe
von ew • 12. Oktober 2026
Gal 4, 22-24.26-27.31 - 5, 1 Montag, 28. Woche In der Schrift wird gesagt, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien. Der Sohn der Sklavin wurde auf natürliche Weise gezeugt, der Sohn der Freien aufgrund der Verheißung. Darin liegt ein tieferer Sinn: Diese Frauen bedeuten die beiden Testamente. Das eine Testament stammt vom Berg Sinai und bringt Sklaven zur Welt; das ist Hagar - Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. 7Denn es steht in der Schrift: Freu dich, du Unfruchtbare, die nie geboren hat, brich in Jubel aus und jauchze, die du nie in Wehen lagst! Denn viele Kinder hat die Einsame, mehr als die Vermählte. Daraus folgt also, meine Brüder, dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien. Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Wer Christus erkannt hat, wird auch erkennen, dass die Gebote nicht als eine drückende Last, als Zwang und knechtende Forderung gegeben sind, sondern darum, dass es mir gut geht. Ich möchte die Gebote Gottes gerne erfüllen, nicht unter Zwang, sondern aus Liebe. Lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! Wir haben in unseren Tagen einen komischen Begriff von Freiheit. Freiheit bedeutet für manche: Ich kann tun und lassen, was ich möchte. Aber das ist ein kopfloses Streben nach Freiheit. Freiheit braucht auch Grenzen, Regeln und Gesetze. Die Jagd unserer Spaßgesellschaft nach einer ungezügelten Freiheit legt den Menschen auch ein drückendes Joch der Knechtschaft auf. Bild: pexels-photo-17379253 / Mateusz Mierzejewski
von ew • 9. Oktober 2026
Gal 3, 22-29 Samstag, 27. Woche Die Schrift hat alles der Sünde unterworfen, damit durch den Glauben an Jesus Christus die Verheißung sich an denen erfüllt, die glauben. Ehe der Glaube kam, waren wir im Gefängnis des Gesetzes, festgehalten bis zu der Zeit, da der Glaube offenbart werden sollte. So hat das Gesetz uns in Zucht gehalten bis zum Kommen Christi, damit wir durch den Glauben gerecht gemacht werden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dieser Zucht. Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid „einer“ in Christus Jesus. Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheißung. Ihr habt Christus als Gewand angelegt. Wenn ich mir das nächste Mal vor der heiligen Messe die Albe (langes weißes Gewand) anziehe, dann möchte ich an diesen Vers denken. Ihr habt Christus als Gewand angelegt. Die Albe reicht mir vom Hals bis zu den Knöcheln und bedeckt meinen Leib fast vollständig. Nur jene Körperteile, die zur Kommunikation notwendig sind (Kopf und Hände), bleiben unbedeckt. Ihr habt Christus als Gewand angelegt. In Römer 13,14 sagt Paulus: „Zieht den Herrn Jesus Christus an.“ Meine größte Sehnsucht ist, dass ich nichts anderes verkörpere als Jesus Christus selbst. Er soll nicht nur in mir leben, sondern durch mein Leben soll sichtbar werden, dass ich nicht mehr mir gehöre, sondern Christus. Ich spüre aber bis in die Knochen hinein, dass da noch einiges an Arbeit vor mir liegt. Bild: pexels-photo-10619928 / Ron Lach
von ew • 9. Oktober 2026
Gal 3, 6-14 Freitag, 27. Woche Von Abraham wird gesagt: Er glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Daran erkennt ihr, dass nur die, die glauben, Abrahams Söhne sind. Und da die Schrift vorhersah, dass Gott die Heiden aufgrund des Glaubens gerecht macht, hat sie dem Abraham im Voraus verkündet: Durch dich sollen alle Völker Segen erlangen. Also gehören alle, die glauben, zu dem glaubenden Abraham und werden wie er gesegnet. Alle aber, die nach dem Gesetz leben, stehen unter dem Fluch. Denn in der Schrift heißt es: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was zu tun das Buch des Gesetzes vorschreibt. Dass durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht wird, ist offenkundig; denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Das Gesetz aber hat nichts mit dem Glauben zu tun, sondern es gilt: Wer die Gebote erfüllt, wird durch sie leben. Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht in der Schrift: Verflucht ist jeder, der am Pfahl hängt. Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Heiden durch ihn der Segen Abrahams zuteil wird und wir so aufgrund des Glaubens den verheißenen Geist empfangen. Also gehören alle, die glauben, zu dem glaubenden Abraham und werden wie er gesegnet. Das ist ein wichtiger Gedanke, den uns Paulus hier vorlegt. Er beruft sich zunächst auf Abraham und sagt, dass niemand automatisch zu Abraham gehört, der lediglich körperlich beschnitten wurde. Ein Sohn Abrahams wird man nicht durch eine äußere Beschneidung, sondern durch eine "Herzensbeschneidung", das meint durch den Glauben. Die Glaubensgemeinschaft mit dem Stammvater ist nicht nur ein formaler Akt. Es gehört auch ein Glaube dazu. Taufe und Glaube Diese Gedanken können wir eins zu eins auf eine heutige Situation überragen. Auch die Taufe ist (noch) für zu viele lediglich ein formaler Akt der Kirchenaufnahme. Zu oft ist die Taufe verbunden mit einem fehlenden Glauben an Christus. Im Römerbrief (Röm 10,9) steht: Wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Zum Christen wird man durch den Glauben an Christus und nicht durch einen formalen Akt der Taufe. Bild: pexels-photo-33995240 / Ron Lach

Zwei Predigtreihen

Im Urlaub konnte ich von Dresden aus mit dem Rad entlang der polnisch-tschechischen Grenze durch Schlesien radeln. Mein Ziel war das Heiligtum der Hl. Schwester Faustina in Krakau.

Dort hatte ich Zeit, das Tagebuch von Schwester Maria Faustyna Kowalska zu lesen, und schon auf der ersten Seite traf ein Wort der einfachen Ordensschwester mein Herz mit voller Wucht, so unmittelbar, dass ich das Buch für einen Moment weglegen musste. Sie schreibt:


„Das Innere meiner Seele ist wie eine wunderbare Welt, in der Gott und ich wohnen. Außer Gott hat hier niemand Zutritt (TB Nr. 582).


Wie friedlich und geborgen klingt das!

Es wäre schön, wenn ich das auch von meiner Seele sagen könnte. "Außer Gott hat niemand Zutritt." Aber leider muss ich mir ehrlich eingestehen: Es ist bei mir nicht so aufgeräumt wie in der Seele dieser polnischen Ordensfrau.


 Im Laufe der Jahre hat sich vieles in meiner Seele angesammelt, was eigentlich nicht hineingehört. Es sind Verletzungen, Enttäuschungen, Worte, Bilder und eben auch falsche Vorstellungen von Gott, die den Zugang zu Gott erschweren. 


Alle Menschen tragen Gottesbilder in sich. Diese Bilder entstehen oft ganz unterschwellig und unbewusst: in der Art, wie (und ob) über Gott in unserer Kindheit gesprochen wurde; in einer strengen Erziehung oder in enttäuschten Gebeten. Wir haben eigene Verletzungen  in uns, die wir stillschweigend auf Gott übertragen haben, weil er ja „zulassen" musste, was uns wehtat.


Über Jahre haben sich Bilder und Ansichten von Gott in uns manifestiert, die uns den Zugang zu einem freien und gelösten Glauben an Gott erschweren.


Wir glauben zu glauben – und glauben in Wahrheit oft an ein Zerrbild von Gott, das wir uns selbst, ungewollt, im Laufe unseres Lebens zusammengebaut haben.


Darum möchte ich in einer bescheidenen Predigtreihe im Oktober mit vier falschen Gottesbildern aufräumen. Ich nenne die Predigten bewusst "bescheiden", denn ich beanspruche nicht, mit diesen Predigten endgültige Antworten zu liefern oder gar Gott selbst erklären zu können.


Ich predige zuerst für mich. Diese vier Sonntage sind zunächst ein Aufräumen in der eigenen Seele, ein ehrliches Hinschauen auf die Bilder, die auch mich seit Jahren begleiten und die ich selbst erst langsam als das erkenne, was sie sind: menschliche Zerrbilder von einem Gott, der nichts anderes als die Liebe ist.


Und vielleicht, so hoffe ich, ist das, was ich dabei für mich entdecke und ausspreche, auch etwas für Sie – ein Anstoß, in der eigenen Seele nachzuschauen, wer und was dort überall Zutritt hat.

Gott ist viel größer, viel schöner und viel liebevoller, als wir uns das in unseren kühnsten Träumen ausdenken können. Gott ist nicht der, der uns heimlich beobachtet, um uns bei einem Fehltritt zu ertappen. Er ist spannend. Er ist voller Überraschungen, voller Schönheit und voller Tiefe. Gott ist ein Gott, der deine Seele so sehr liebt, dass er in ihr wohnen möchte, wie Schwester Faustyna es beschreibt, aber nicht als Aufseher, sondern als Gast, der um Einlass bittet, um deine Seele mit seiner Liebe zu durchfluten.

Ihr Pfarrer Edgar Wunsch

Oktober:


Falsches Bild, echter Gott - Oder: Zeit für ein Update

Papa hat schlechte Laune? - Oder: Ist Gott sauer auf mich?

Samstag, 03.10. um 18: 00 Uhr in Hohenwart 

Sonntag, 04.10. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn 

 

Die Welt dreht durch - Oder: Wo bist du, Gott?! 

Sonntag, 11. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Lehningen und um 10:30 Uhr in Neuhausen


Der Kontrolleur im Himmel – Oder: Meckert Gott nur rum? 

Samstag, 17. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Schellbronn

Sonntag, 18. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Leben statt Verzicht - Oder: Ist Gott eine Spassbremse.

Samstag, 24. Oktober 2026 um 19:00 Uhr in Hamberg

Sonntag, 25. Oktober 2026 um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Mühlhausen   


November

Nächster Halt: Ewigkeit – Entdeckungsreise im Himmel


Ist es im Himmel langweilig? Kann ich im Himmel Traktor fahren und Fußball spielen? kommt auch mein Hamster in den Himmel?

Kinder haben oft mehr Fantasie über den Himmel als wir Erwachsene.

Wie ist es einmal im Himmel? Dieser Frage gehe ich im November nach.

Vergiss die Harfe - Oder: Der Himmel wird der Hammer

Sa, 31.11 um 19:00 Uhr in Hohenwart

So, 01.11. um 09:00 Uhr in Tiefenbronn und um 10:30 Uhr in Schellbronn


Kurz gestorben, viel erlebt - Oder: Nahtoderlebnisse, was Augenzeugen erzählen

So, 15.11. Um 09:00 Uhr in Hohenwart und um 10:30 Uhr in Tiefenbronn


Gibt es im Himmel Schnaken? - Oder: Was uns dort garantiert erspart bleibt

Sa, 21.11. um 18:00 Uhr in Mühlhausen

So, 22.11. um 09:00 Uhr in Neuhausen und um 10:30 Uhr in Hamberg



Jesus hat das Sagen

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täglich

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