Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 19. Februar 2026
Donnerstag nach Aschermittwoch Dtn 30, 15-20 Mose sagte zum Volk: Hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor. Wenn du auf die Gebote des Herrn, deines Gottes, auf die ich dich heute verpflichte, hörst, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen gehst und auf seine Gebote, Gesetze und Rechtsvorschriften achtest, dann wirst du leben und zahlreich werden, und der Herr, dein Gott, wird dich in dem Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, segnen. Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, wenn du dich verführen lässt, dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst - heute erkläre ich euch: Dann werdet ihr ausgetilgt werden; ihr werdet nicht lange in dem Land leben, in das du jetzt über den Jordan hinüberziehst, um hineinzuziehen und es in Besitz zu nehmen. Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. Er ist die Länge deines Lebens, das du in dem Land verbringen darfst, von dem du weißt: Der Herr hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es ihnen zu geben. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst Die heutige Lesung besteht aus den letzten Worten die Moses an das Volk Israel richtet. Moses fasst alles was er den Israeliten gesagt und überliefert hat in dieser Lesung zusammen. Das gesamte Buch Deuteronomium ist zusammengefasst in diesen wenigen Versen. Israel steht vor der Wahl. Eindringlich bittet Moses: „Wähle das Leben!“ Mit feierlichen Worten werden Himmel und Erde, das heißt alles, was Gott geschaffen hat, als Zeugen für diese Entscheidung Israels eingeladen. Wie wird sich Israel entscheiden? Wähle! Gott legt auch dir die Entscheidung vor zwischen ihm und dem, was uns von ihm abbringen möchte. und sagt: „Wähle!“ Gott wird dich nicht zwingen, aber er möchte, dass du eine Entscheidung triffst. Du kannst dein Leben nicht dauerhaft in der Schwebe halten. Wähle das Leben! Entscheide dich für Gott. Bild: Pexel / Benjamin Eriksen
von ew 18. Februar 2026
Joël 2, 12–18 Aschermittwoch Spruch des Herrn: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen! Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld und es reut ihn das Unheil. Wer weiß, vielleicht kehrt er um und es reut ihn und er lässt Segen zurück, sodass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt für den Herrn, euren Gott. Auf dem Zion stoßt in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer und die Braut ihr Gemach. Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten! Warum soll man bei den Völkern sagen: Wo ist denn ihr Gott? Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk . Eine Umkehr sollte nicht nur äußerlich und oberflächlich sein, sondern tief aus unserem Inneren – aus unserem Herzen – kommen. Gott erwartet keine Perfektion von uns, aber er sehnt sich nach einer ehrlichen Beziehung. Ansprache von Papst Benedikt XVI., die er am 13. Februar 2013 in Rom bei der Messe am Aschermittwoch im Petersdom gehalten hat. Kehrt um zu mir von ganzem Herzen Die Worte von ganzem Herzen … bedeuten: vom Zentrum unserer Gedanken und Gefühle her, von den Wurzeln unserer Entschlüsse, Entscheidungen und Taten aus, in einem Akt völliger und radikaler Freiheit. Aber ist eine solche Umkehr zu Gott möglich? Ja, denn es gibt eine Kraft, die nicht in unserem Herzen wohnt, sondern dem Herzen Gottes selbst entströmt. Es ist die Kraft seiner Barmherzigkeit. Kehrt um zu mir von ganzem Herzen Unser Umkehren zu Gott von ganzem Herzen auf unserem Weg in der Fastenzeit geht über das Kreuz, über die Nachfolge Christi auf dem Weg, die zum Kalvarienberg führt, zur vollkommenen Selbsthingabe. Es ist ein Weg, auf dem wir täglich lernen müssen, immer mehr aus unserem Egoismus und aus unserer Verschlossenheit herauszukommen, um Platz zu machen für Gott, der das Herz öffnet und verwandelt. . Bilder: Pexel / cottonbro studio
von ew 17. Februar 2026
Jak 1, 12–18 Dienstag, 6. Woche 12Selig der Mann, der in der Versuchung standhält. Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten, der denen verheißen ist, die Gott lieben. 13Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott lässt sich nicht zum Bösen versuchen, er führt aber auch selbst niemanden in Versuchung. 14Vielmehr wird jeder von seiner eigenen Begierde in Versuchung geführt, die ihn lockt und fängt. 15Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor. 16Lasst euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder und Schwestern: 17Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung oder Verfinsterung gibt. 18Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir eine Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien. 13 Keiner … soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt Steht diese Bibelstelle nicht im Widerspruch zum „Vater unser“, in dem wir beten: Führe uns nicht in Versuchung. Wenn Gott nicht in Versuchung führt, warum sollen wir dann im „Vater unser“ so beten? 13 Keiner … soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt Gott hält eine Versuchung nicht von uns fern. Gott lässt uns nicht unter einem Schutzschirm leben, an dem jegliche Versuchung abprallt, sondern akzeptiert, dass kleine und große Versuchungen an uns herankommen können. Gott akzeptiert, dass wir Menschen in Situationen geraten, da uns Versuchungen bedrängen. Und Gott weiß, dass wir nicht immer standhalten. Aber führt Gott auch bewusst in Situationen, in denen wir einer Versuchung ausgesetzt sind? Ich meine: Ja, gut möglich. 13 Keiner … soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt Ich denke zunächst an die 40 Tage, die Jesus am Beginn seines Wirkens in der Wüste verbracht hat. Im Markusevangelium lesen wir: Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb 40 Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt (Mk 1,12f). Der Geist trieb Jesus in die Wüste. Der Heilige Geist muss doch gewusst haben, dass in der Wüste große Versuchungen auf Jesus warten. Das Matthäusevangelium berichtet von dieser Zeit in der Wüste von nichts anderem als den drei bekannten Versuchungen. Der Sinn dieser 40 Tage in der Wüste scheint also nur darin zu liegen, dass Jesus Versuchungen ausgesetzt wurde, um sich ihnen zu stellen und um sie zu bestehen (Mt 4, 1-11). Jesus musste am eigenen Leibe erfahren, welche Kraft in diesen teuflischen Versuchungen lag, um als Mensch besser zu verstehen, warum wir Menschen einer Versuchung oft nicht standhalten, sondern nachgeben. Nach diesen 40 Tagen hat er sicher besser verstanden, warum ihn Petrus später am Lagerfeuer verleugnete oder warum Judas der Versuchung des Reichtums erlag und die 30 Silberlinge nahm. 13 Keiner … soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt Wenn schon Jesus in die Versuchung hineingetrieben wurde, warum sollte Gott nicht auch uns in bestimmte Versuchungen hineinführen, damit auch wir die Kraft und die Versuchung zur Sünde leibhaftig spüren, um dann aufgrund einer eigenen Erfahrung, besser zu verstehen, warum der Bruder oder die Schwester einer ähnlichen Verlockung erlegen sind. Denn Gott lässt sich nicht zum Bösen versuchen, Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun, aber was ist, wenn Gott in Versuchung führt, um etwas Gutes zu bewirken? Wenn Gott mich in Versuchung führt und mich fallen lässt in der Versuchung, dann kann es doch auch sein, dass er mir zeigen möchte, wie stark ich wirklich bin. Gott führt mich in Versuchung und er lässt mich scheitern, um mir selbst die Tragfähigkeit meines Glaubens bewusst zu machen. Denn Gott lässt sich nicht zum Bösen versuchen, Gott führt nicht in Versuchung, damit etwas Böses geschieht, aber er führt in Versuchung, damit etwas Gutes geschehen kann. Und wenn ich in der Versuchung scheitere und zu einer größeren und klareren Selbsterkenntnis komme, so ist dieser Weg der Selbsterkenntnis sicher nicht sehr angenehm, aber letztlich doch hilfreich und etwas Gutes. Den Weg mit Gott zu gehen bedeutet auch, dass Gott mich prüfen darf und dass Gott mich in Versuchung führen darf, um meinen Glauben zu läutern. Gott, lass die Versuchung aber nicht zu groß werden, lass sie nicht über meine Kräfte gehen, sondern mach, dass die Versuchung nur so stark wird, dass ich sie ertragen kann. Wenn ich bete: „Führe mich nicht in Versuchung“, dann bedeutet dies für mich zweierlei. Gott, du darfst mich in die Versuchung hineinführen, damit ich den Bruder und die Schwester besser verstehe, die in der Versuchung gefallen sind. Gott, du darfst mich prüfen, du darfst mich in Versuchung führen, damit ich lerne, mein Vertrauen mehr auf dich zu setzen als auf meine eigene Kraft. Papst Benedikt Es kann zwei unterschiedliche Gründe geben, warum Gott dem Bösen eine beschränkte Macht erteilt. Es kann geschehen, uns zur Buße, um unseren Hochmut zu dämpfen, damit wir wieder die Armseligkeit unseres Glaubens, Hoffens und Liebens erfahren und uns nicht einbilden, aus Eigenem groß zu sein: Denken wir an den Pharisäer, der Gott von seinen eigenen Werken erzählt und keiner Gnade bedürftig zu sein meint… Aber sollten wir dabei nicht daran denken, dass Gott den ihm besonders nahen Menschen, den großen Heiligen, von Antonius in der Wüste bis zu Therese von Lisieux in der frommen Welt ihres Karmels, eine besonders schwere Last an Versuchung aufgebürdet hat? Benedikt XVI. Licht des Glaubens: die Betrachtung zum Vaterunser im Buch Jesus von Nazareth. Versuchung in der Bibel Bereits auf den ersten Seiten der Bibel ist davon die Rede, dass der Mensch im Paradies versucht wurde und dieser Versuchung erlegen ist. Gen 22: Abraham opfert Isaak: Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Hiob 1,6-12: Gott erlaubt dem Satan, Hiob zu prüfen. Am Ölberg sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Wachet und betet, damit ihr nicht in (der) Versuchung fallet.“ Das Lk-Evangelium berichtet: „Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher, und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt.“ Hebr 4,15: Jesus wurde in allem wie wir in Versuchung geführt. 1Kor 10,13: Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert. Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch mit der Versuchung auch einen Ausweg schaffen, sodass ihr sie bestehen könnt. Bild: Pexel / Niklas Jeromin

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

Schriftbetrachtung


Die Betrachtungen zu den Bibeltexten orientieren sich an der Leseordnung zur Eucharistiefeier der Katholischen Kirche.


Es sind überwiegend kurze Predigten, die ich auch anden Werktagen gehalten habe.


zu den Betrachtungen

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