Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 11. März 2026
Dtn 4, 1.5-9 Mittwoch, 3. Fast Wo Mose sprach zum Volk: Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört, und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen. Hiermit lehre ich euch, wie es mir der Herr, mein Gott, aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsvorschriften. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennen lernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk. Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege? Jedoch, nimm dich in acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast. Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein! Auch diese Bibelstelle habe ich schon oft gelesen, heute werden beim Betrachten meine Gedanken in folgende Richtung gelenkt. Zeugnis vor den Völkern Mose sagt, dass andere Völker die Weisheit Israels erkennen werden, wenn das Volk nach Gottes Geboten lebt. Ein Volk, das nach Gottes Ordnung lebt, wird zu einem Zeugnis für andere. Gelebter Glaube ist das beste Zeugnis gegenüber jenen, die Gott noch nicht kennen. Zeugnis vor den Völkern Was aber ist, wenn die Völker sehen, dass das Volk Gottes zwar die Gebote treu überliefert, aber nicht mehr hält? Dann ist das auch ein Zeugnis, aber ein schlechtes. Für heute Wie kann ich heute die Gebote und Werte Gottes und der kath. Kirche bewusster leben, sodass sie auch andere inspirieren? Bild: Pexel / Yan Krukau
von ew 9. März 2026
Dan 3, 25.34-43 Dienstag, 3. Fast Wo In jenen Tagen sprach Asarja mitten im Feuer folgendes Gebet: Um deines Namens willen, Herr, verwirf uns nicht für immer; löse deinen Bund nicht auf! Versag uns nicht dein Erbarmen, deinem Freund Abraham zuliebe, deinem Knecht Isaak und Israel, deinem Heiligen, denen du Nachkommen verheißen hast so zahlreich wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres. Ach, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt. 38Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei dir. Du aber nimm uns an! Wir kommen mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn. Wie Brandopfer von Widdern und Stieren, wie Tausende fetter Lämmer, so gelte heute unser Opfer vor dir und verschaffe uns bei dir Sühne. Denn wer dir vertraut, wird nicht beschämt. Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen, fürchten dich und suchen dein Angesicht. Überlass uns nicht der Schande, sondern handle an uns nach deiner Milde, nach deinem überreichen Erbarmen! Errette uns, deinen wunderbaren Taten entsprechend; verschaff deinem Namen Ruhm, Herr! Die Lesung berichtet nur vom zweiten Teil jenes Gebetes, das Asarja im Feuerofen gesprochen hat. Lesen Sie einmal nach: mitten im Feuer beginnt er ein Lobgebet, welches dann aber in ein Bitt- und Klagegebet übergeht. Das Gebet des Asarja entsteht nicht nach der Rettung, sondern mitten in der Gefahr. Der Glaube spricht hier nicht aus der Sicherheit heraus, sondern aus der Krise. Wir haben … keinen, der uns anführt Der Grund für die Krise, in der sich das Volk befindet, wird in Vers 38 genannt: "Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt." Asarja beschreibt im Gebet eine Situation radikaler geistlicher Armut. Alles, was früher selbstverständlich war – Tempel, Opfer, religiöse Ordnung – ist verschwunden. Der Glaube steht gewissermaßen nackt vor Gott. Für heute Ich erlebe heute etwas Ähnliches wie das, was Asarja beschreibt: Religiöse Selbstverständlichkeiten verschwinden, kirchliche Strukturen verlieren ihre Kraft, viele wissen nicht mehr, woran sie glauben sollen. In gewisser Weise lebt der Glaube heute wieder in einer Situation ohne Tempel und ohne Opfer – zumindest ohne die kulturelle Selbstverständlichkeit des Glaubens. Für heute Der Text aus Daniel zeigt: Gerade solche Zeiten können eine Reinigung des Glaubens sein. Wenn Tradition allein nicht mehr trägt, stellt sich die eigentliche Frage neu: Vertraue ich Gott – oder nur den Strukturen, die einmal um den Glauben herum entstanden sind? Für heute Der Feuerofen ist deshalb nicht nur ein Bild für Verfolgung. Er ist auch ein Bild für Läuterung. Feuer zerstört – aber es reinigt auch Metall von Schlacken. In der Bibel wird Gott deshalb oft mit einem „läuternden Feuer“ verglichen. Das bedeutet: Wenn alle äußeren Formen zerbrechen, bleibt noch das Entscheidende – das Herz, das sich Gott neu zuwendet. Für heute Das Gebet des Asarja endet nicht mit Resignation, sondern mit Vertrauen. Er hofft nicht auf eigene Stärke, sondern auf Gottes Treue. Und genau darin liegt die eigentliche Hoffnung des Textes: Nicht der Mensch hält Gott fest – Gott hält den Menschen fest, selbst im Feuer. Bild: Pexel / Little Visuals
von ew 8. März 2026
2 Kön 5, 1-15a Montag, 3. Fast Wo Naaman, der Feldherr des Königs von Aram, galt viel bei seinem Herrn und war angesehen; denn durch ihn hatte der Herr den Aramäern den Sieg verliehen. Der Mann war tapfer, aber an Aussatz erkrankt. Nun hatten die Aramäer bei einem Streifzug ein junges Mädchen aus dem Land Israel verschleppt. Es war in den Dienst der Frau Naamans gekommen. Es sagte zu seiner Herrin: Wäre mein Herr doch bei dem Propheten in Samaria! Er würde seinen Aussatz heilen. Naaman ging zu seinem Herrn und meldete ihm: Das und das hat das Mädchen aus Israel gesagt. Der König von Aram antwortete: So geh doch hin; ich werde dir ein Schreiben an den König von Israel mitgeben. Naaman machte sich auf den Weg. Er nahm zehn Talente Silber, sechstausend Schekel Gold und zehn Festkleider mit und überbrachte dem König von Israel das Schreiben. Es hatte folgenden Inhalt: Wenn jetzt dieser Brief zu dir gelangt, so wisse: Ich habe meinen Knecht Naaman zu dir geschickt, damit du seinen Aussatz heilst. Als der König von Israel den Brief gelesen hatte, zerriss er seine Kleider und rief: Bin ich denn ein Gott, der töten und zum Leben erwecken kann? Er schickt einen Mann zu mir, damit ich ihn von seinem Aussatz heile. Merkt doch und seht, dass er nur Streit mit mir sucht. Als der Gottesmann Elischa hörte, der König von Israel habe seine Kleider zerrissen, ließ er ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Naaman soll zu mir kommen; dann wird er erfahren, dass es in Israel einen Propheten gibt. So kam Naaman mit seinen Pferden und Wagen und hielt vor dem Haus Elischas. Dieser schickte einen Boten zu ihm hinaus und ließ ihm sagen: Geh und wasch dich siebenmal im Jordan! Dann wird dein Leib wieder gesund, und du wirst rein. Doch Naaman wurde zornig. Er ging weg und sagte: Ich dachte, er würde herauskommen, vor mich hintreten, den Namen Jahwes, seines Gottes, anrufen, seine Hand über die kranke Stelle bewegen und so den Aussatz heilen. Sind nicht der Abana und der Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Gewässer Israels? Kann ich nicht dort mich waschen, um rein zu werden? Voll Zorn wandte er sich ab und ging weg. Doch seine Diener traten an ihn heran und redeten ihm zu: Wenn der Prophet etwas Schweres von dir verlangt hätte, würdest du es tun; wie viel mehr jetzt, da er zu dir nur gesagt hat: Wasch dich, und du wirst rein. So ging er also zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes, und er war rein. Nun kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zum Gottesmann zurück, trat vor ihn hin und sagte: Jetzt weiß ich, dass es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Isra el. Ich denke, dass die Bibelstelle sehr gut auch in die heutige Zeit passt. Naaman erwartet ein spektakuläres religiöses Ritual. Vielleicht ist er auch enttäuscht, dass Elia nicht persönlich vor ihm erscheint und eine große Handlung im Namen Gottes an ihm vollbringt. Ich kenne Menschen, die erwarten, dass der Pfarrer bei einer Trauung oder einer Taufe selbst in prächtigen Gewändern und mit imposantem Orgelspiel den Ritus vollzieht. Sie zeigen eine trotzige Reaktion, wenn dann lediglich der Kaplan eingeteilt ist. Zu einer Katastrophe kann es manchmal aber schnell kommen, wenn der Kaplan nicht akzentfrei Deutsch spricht, und erkennbar aus dem nichteuropäischen Ausland stammt. Naaman scheint zwar auf Elisas Anweisung einzugehen, versteht aber zunächst nicht, was „Glaube“ bedeutet. Für ihn ist Religion etwas Äußeres – ein Ritual, ein Ritus. Wie viele Erstkommunionen habe ich schon gefeiert, bald ist es wieder so weit. Ich habe gelernt, dass die meisten Familien keinen Glaubensweg gehen möchten, sondern für 60 Minuten am Weißen Sonntag in einem festlichen Gottesdienst einen Ritus feiern möchten. Das kann man machen und weiterhin so anbieten. Man muss sich dann aber darüber im Klaren sein, dass der wunderbare christliche Glaube zu einer Serviceleistung verkümmert. Genau das ist die Botschaft der heutigen Lesung für mich: Die Kirche steht vor der Aufgabe, den Unterschied zwischen bloßer Religiosität und echter Glaubensnachfolge deutlich zu machen. Ich habe die Hoffnung, dass wir den "Dreh" zu mehr Tiefe in unserer Kirchenentwicklung 2030 in der Erzdiözese Freiburg noch schaffen. Ich befürchte jedoch, dass wir bei der Frage nach den Strukturen stehenbleiben. Bild: Pexel / Markus Winkler

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

Schriftbetrachtung


Die Betrachtungen zu den Bibeltexten orientieren sich an der Leseordnung zur Eucharistiefeier der Katholischen Kirche.


Es sind überwiegend kurze Predigten, die ich auch anden Werktagen gehalten habe.


zu den Betrachtungen

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