Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 5. Februar 2026
1 Kön 2, 1–4.10–12 Donnerstag, 4. Woche 1Als die Zeit herankam, da David sterben sollte, ermahnte er seinen Sohn Sálomo: 2Ich gehe nun den Weg alles Irdischen. Sei also stark und mannhaft! 3Erfüll deine Pflicht gegen den Herrn, deinen Gott: Geh auf seinen Wegen und bewahre alle seine Satzungen, Gebote, Rechtsentscheide und Bundeszeugnisse, die in der Weisung des Mose niedergeschrieben sind! Dann wirst du Erfolg haben bei allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest. 4Und der Herr wird sein Wort wahr machen, das er mir gegeben hat, als er sagte: Wenn deine Söhne auf ihren Weg achten und aufrichtig mit ganzem Herzen und ganzer Seele vor mir leben, wird es dir nie an Nachkommen auf dem Thron Israels fehlen. 10David entschlief zu seinen Vätern und wurde in der Davidstadt begraben. 11Die Zeit, in der David über Israel König war, betrug vierzig Jahre. In Hebron regierte er sieben und in Jerusalem dreiunddreißig Jahre. 12Sálomo saß nun auf dem Thron seines Vaters David und seine Herrschaft festigte sich mehr und mehr. 2 Sei also stark und mannhaft! David weiß, dass er sterben wird, und ermutigt seinen Sohn Salomon, auf Gottes Wegen zu gehen und seine Satzungen und Rechtsvorschriften zu bewahren. Der künftige König soll sich ausschließlich an Gottes Gebote binden. Er darf nicht auf die Verlockungen der Welt hören, er darf sich als König auch nicht selbst über Gottes Gesetze stellen. Der künftige König muss stark sein und er muss Manns genug sein und sich eindeutig auf die Seite Gottes stellen. 2 Sei also stark und mannhaft! Sein Sohn Salomon soll die Fehler vermeiden, die David gemacht hat. David hat oft nicht auf Gott gehört und seine Gebote nicht beachtet. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die Wege Gottes Segen bringen, Entscheidungen ohne Gott jedoch in den Abgrund führen. 10 David entschlief zu seinen Vätern Am Beginn des ersten Königsbuches wird der Tod von König David geschildert. Die Auswahl der Verse ist jedoch so, dass sein Leben in ein positives Licht gerückt wird. Die letzten Worte Davids sehen aber ganz anders aus. Leider hat man die Verse 5-10 bei der Leseordnung ausgespart. Lesen Sie einmal selbst, wie unversöhnt David gestorben ist. Bild: Pexel: Andres Ayrton
von ew 4. Februar 2026
2 Sam 24, 2.9–17 Mittwoch, 4. Woche In jenen Tagen 2 befahl der König David Joab, dem Obersten des Heeres, der bei ihm war: Durchstreift alle Stämme Israels von Dan bis Beërschéba und mustert das Volk, damit ich die Zahl des Volkes kenne! 9Und Joab gab dem König das Ergebnis der Volkszählung bekannt: Israel zählte achthunderttausend Krieger, die mit dem Schwert kämpfen konnten, und Juda fünfhunderttausend. 10Dann aber schlug David das Gewissen, nachdem er das Volk gezählt hatte, und er sagte zum Herrn: Ich habe schwer gesündigt, weil ich das getan habe. Doch vergib deinem Knecht seine Schuld, Herr; denn ich habe sehr unvernünftig gehandelt. 11Als David am Morgen aufstand, war bereits folgendes Wort des Herrn an den Propheten Gad, den Seher Davids, ergangen: 12Geh und sag zu David: So spricht der Herr: Dreierlei lege ich dir vor. Wähl dir eines davon! Das werde ich dir antun. 13Gad kam zu David, teilte ihm das Wort mit und sagte: Was soll über dich kommen? Sieben Jahre Hungersnot in deinem Land? Oder drei Monate Flucht vor deinen Feinden, die dich verfolgen? Oder drei Tage Pest in deinem Land? Überleg dir sehr genau, was ich dem, der mich gesandt hat, als Antwort überbringen soll! 14Da sagte David zu Gad: Ich habe große Angst. Wir wollen lieber in die Hand des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groß; den Menschen aber möchte ich nicht in die Hand fallen. 15Da ließ der Herr über Israel eine Pest kommen; sie dauerte von jenem Morgen an bis zu dem festgesetzten Zeitpunkt und es starben zwischen Dan und Beërschéba siebzigtausend Mann im Volk. 16Als der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es ins Verderben zu stürzen, reute den Herrn das Unheil und er sagte zu dem Engel, der das Volk ins Verderben stürzte: Es ist jetzt genug, lass deine Hand sinken! Der Engel war gerade bei der Tenne des Jebusíters Aráuna. 17Als David den Engel sah, der das Volk schlug, sagte er zum Herrn: Ich bin es doch, der gesündigt hat; ich bin es, der sich vergangen hat. Aber diese, die Herde, was haben denn sie getan? Erheb deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters! Obwohl nicht genau erklärt wird, warum die Zählung falsch war, könnte sie auf Stolz oder mangelndes Vertrauen in Gottes Schutz hindeuten. Als Strafe gibt Gott David drei Wahlmöglichkeiten: Hungersnot, Krieg oder eine dreitägige Pest. David Stolz und Ehrgeiz waren der Antrieb dafür, das Volk zählen zu lassen. David wollte sich nicht auf das Eingreifen Gottes verlassen, sondern auf seine militärische Größe und eigene Verteidigungskraft. Er lässt die Größe seines Heeres zählen und setzt so mehr Vertrauen in sich als auf Gott. In ähnlicher Weise sündigen auch wir, wenn wir unsere Sicherheit auf Geld, Besitz oder unsere Stärke gründen. Ich bin es doch, der gesündigt hat. Jedes gute Wort, und jede gute Tat haben positive Folgen. Umgekehrt ist es aber auch so, dass negative Worte und Taten auch negative Konsequenzen haben. Auch wenn der Mensch die Schuld erkennt und sie in der Beichte der Barmherzigkeit Gottes übergibt, so bleiben dennoch die Folgen der Schuld bestehen. David sündigte und das ganze Volk hatte die Folgen seiner Schuld zu tragen. Ich bin es doch, der gesündigt hat. Wer sich am Abend betrinkt, wird am Morgen feststellen, dass er einen furchtbaren Kater hat. Andere leiden dann darunter, dass er mürrisch und gereizt ist. Ein Familienvater, der in seiner Trunksucht Hab und Gut verspielt, zieht seine ganze Familie in das Unglück mit hinein. Wer einen Fluch ausstößt, muss sich nicht wundern, wenn Dinge sich zum Negativen wenden. Ablass Wer seine Sünde wiedergutmachen möchte, muss auch versuchen, die Folgen seiner Schuld wiedergutzumachen. Während die Beichte die persönliche Schuld des Einzelnen zunichtemacht, wendet sich ein Ablass gegen die Folgen der Schuld. Bild: Pexel / Maruxa Lomoljo Koren
von ew 3. Februar 2026
2 Sam 18, 6.9-10.14.24–25.30-19, 3 Dienstag, 4. Woche In jenen Tagen 18, 6 zogen die Leute Davids ins Feld, den Israeliten entgegen, und im Wald Éfraim kam es zur Schlacht. 9Plötzlich kam Ábschalom in das Blickfeld der Krieger Davids; er ritt auf einem Maultier. Als das Maultier unter den Ästen einer großen Eiche hindurchlief, blieb Ábschalom mit dem Kopf fest an der Eiche hängen, sodass er zwischen Himmel und Erde schwebte und das Maultier unter ihm weglief. 10Jemand sah es und meldete Joab: Ich habe gerade Ábschalom an einer Eiche hängen sehen. 14bJoab nahm drei Spieße in die Hand und stieß sie Ábschalom, der noch lebend an der Eiche hing, ins Herz. 24David saß zwischen den beiden Toren. Der Späher aber war auf das Dach des Tores, auf die Mauer, gestiegen, und als er Ausschau hielt, sah er einen einzelnen Mann herbeilaufen. 25abDer Späher rief dem König die Meldung zu. Der König sagte: Wenn er allein ist, dann bringt er eine gute Nachricht. 30Der König befahl dem Späher: Tritt zur Seite und stell dich hierher! Der trat zur Seite und blieb dort stehen. 31Da kam ein Kuschíter und sagte: Mein Herr, der König, lasse sich die gute Nachricht bringen, dass der Herr dir heute Recht verschafft hat gegenüber allen, die sich gegen dich erhoben hatten. 32Der König fragte den Kuschíter: Geht es dem Jungen, Ábschalom, gut? Der Kuschíter antwortete: Wie dem jungen Mann möge es allen Feinden meines Herrn, des Königs, ergehen, allen, die sich in böser Absicht gegen dich erhoben haben. 19, 1Da zuckte der König zusammen, stieg in den oberen Raum des Tores hinauf und weinte. Während er hinaufging, rief er: Mein Sohn Ábschalom, mein Sohn, mein Sohn Ábschalom! Wäre ich doch an deiner Stelle gestorben, Ábschalom, mein Sohn, mein Sohn! 2Man meldete Joab: Der König weint und trauert um Ábschalom. 3So wurde der Tag der Rettung für das ganze Volk zu einem Trauertag; denn die Leute hörten an diesem Tag: Der König ist voll Schmerz wegen seines Sohnes. Ábschalom. Der dritte Sohn Davids, Abschalom, erlitt einen tragischen Tod. Der junge König war nicht nur von seinen Truppen getrennt, auch seine Begleitung, die normalerweise ständig um den König war, hatte ihn alleine gelassen. Der ehrgeizige Prinz war von Gott und der Welt verlassen. Ábschalom. Es ist fraglich, ob er sich wirklich mit seinem Haar im Geäst einer Eiche verfangen hatte. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er sich, wie in der Lesung beschrieben, mit seinem Kopf (also mit dem Hals), in einer Astgabel hängenblieb und sich so schwer verletzte, dass er nicht mehr um Hilfe rufen konnte. Ábschalom Er hängt „zwischen Himmel und Erde“, als solle damit ausgedrückt werden, dass er für beide unzumutbar ist. Die Erde will ihn nicht halten und der Himmel will ihn nicht annehmen. Deshalb öffnet das Totenreich seinen Mund, um ihn zu empfangen (vgl. www.kingcomments.com). Ábschalom. Klaus vom Orte weist in der Wuppertaler Studienbibel darauf hin, dass nicht ein Mensch, sondern ein Stück Schöpfung, nämlich ein Baum, Abschaloms Flucht beendete. Dies erinnert durchaus daran, dass Gott selbst gelegentlich seine Schöpfung einsetzt, um unter den Menschen zu seinem Ziel zu kommen. David Sobald David hört, dass Absalom tot ist, ist er nicht mehr König seines Volkes, sondern nur noch Vater. Er fragt nichts mehr, sondern verfällt in ein leidenschaftliches Weinen. Der Dichterkönig, der sich in anderen Fällen in einem wortgewandten Klagelied äußert, kann hier nur schluchzen und stammeln: „Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! … Absalom, mein Sohn, mein Sohn!“ Bis zu achtmal kommen aus den Tiefen seiner Seele die Worte „mein Sohn“ hervor. David Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und gibt sich seinem Schmerz hin. Sollten wir David dafür hart angreifen? Wie würden wir reagieren, wenn wir einen solchen Sohn hätten und eine solche Nachricht erhielten? (vgl. www.kingcomments.com) Bild: Pexel / Vivian Braun

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

Schriftbetrachtung


Die Betrachtungen zu den Bibeltexten orientieren sich an der Leseordnung zur Eucharistiefeier der Katholischen Kirche.


Es sind überwiegend kurze Predigten, die ich auch anden Werktagen gehalten habe.


zu den Betrachtungen

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