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Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team


tägliche Schriftbetrachtung

von ew 1. Juni 2026
2 Petr 1, 2–7 Montag, 9. Woche 2Gnade sei mit euch und Friede in Fülle durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn! 3Alles, was für unser Leben und unsere Frömmigkeit gut ist, hat seine göttliche Macht uns geschenkt; sie hat uns den erkennen lassen, der uns durch seine Herrlichkeit und Kraft berufen hat. 4Durch sie sind uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr durch diese Anteil an der göttlichen Natur erhaltet und dem Verderben entflieht, das durch die Begierde in der Welt herrscht. 5Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, 6mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, 7mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe! Anteil an der göttlichen Natur Der Ausdruck, „Anteil an der göttlichen Natur zu erhalten“, gehört zu den kühnsten Aussagen des gesamten Neuen Testaments. Es bedeutet im Kern, dass der Mensch durch die Gnade Gottes in das innergöttliche Leben hineingezogen wird. Anteil an der göttlichen Natur Es bedeutet nicht, dass der Mensch selbst zu „Gott dem Allmächtigen“ wird oder sein Menschsein verliert. Es ist eine Verwandlung durch Liebe. Ein klassisches Bild der Kirchenväter ist das Eisen im Feuer: Wenn man ein Stück Eisen ins Feuer legt, nimmt es die Eigenschaften des Feuers an – es wird glühend heiß, strahlt Licht aus und brennt –, aber es bleibt im Wesen Eisen. So wird der Mensch von der Glut der göttlichen Liebe durchdrungen. Anteil an der göttlichen Natur - Wie empfangen wir diesen Anteil? Nach katholischem Verständnis geschieht dies auf ganz konkreten Wegen: Durch die Sakramente: Allen voran die Taufe und die Eucharistie. In der Kommunion empfangen wir den Leib Christi, damit wir verwandelt werden. Der hl. Augustinus sagte: „Werde, was du empfängst: der Leib Christi.“ Durch das Leben im Heiligen Geist: Der Heilige Geist wohnt in uns wie in einem Tempel. Durch die Mitwirkung des Menschen: Genau deshalb schließt Petrus die „Tugendleiter“ an. Die göttliche Natur in uns drängt danach, im Alltag sichtbar zu werden – durch Geduld, Reinheit, Bruderliebe und Selbstbeherrschung. Zusammenfassend : Anteil an der göttlichen Natur zu haben bedeutet, dass Gott uns nicht nur als Seine Geschöpfe betrachtet, sondern uns so eng an sich bindet, dass Sein eigenes Leben, Seine Liebe und Seine Ewigkeit durch uns hindurchströmen.
von ew 29. Mai 2026
Jud 17.20b–25 Samstag, 8. Woche 17Geliebte, gedenkt der Worte, die von den Aposteln Jesu Christi, unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind. 20bBaut weiter auf eurem hochheiligen Glauben auf, betet im Heiligen Geist, 21bewahrt euch in der Liebe Gottes und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn, zum ewigen Leben! 22Erbarmt euch derer, die zweifeln; 23andere rettet, entreißt sie dem Feuer! Wieder anderer erbarmt euch in Furcht; hasst sogar das vom Fleisch befleckte Gewand! 24Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Jubel vor seine Herrlichkeit treten zu lassen, 25ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen Dem einen Gott gebührt die Herrlichkeit, Der Judas Brief ist so kurz, dass man ihn in der Bibel fast überblättert. Es ist der letzte Brief vor der geheimen Offenbarung und umfasst nur ein einziges Kapitel mit 25 Versen. Der Verfasser nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Leute beschreibt, die seiner Meinung nach die Gemeinde spalten. Die Lesung überspringt jedoch diese Verse, obwohl diese Botschaft auch in unseren Tagen wichtig wäre. Dem einen Gott gebührt die Herrlichkeit, Obwohl der Brief sehr kämpferisch und düster beginnt, endet er in der Einheitsübersetzung mit einem der schönsten und bekanntesten Segenssprüche des Neuen Testaments (Verse 24–25). Dieser Text wird auch heute noch oft in Gottesdiensten gesprochen: Dem einen Gott gebührt die Herrlichkeit, 24Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Jubel vor seine Herrlichkeit treten zu lassen, 25ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen Bild: Edgar Wunsch
von ew 29. Mai 2026
1 Petr 4, 7–13 Freitag, 8. Woche 7Das Ende aller Dinge ist nahe. Seid also besonnen und nüchtern und betet! 8Vor allem haltet beharrlich fest an der Liebe zueinander; denn die Liebe deckt viele Sünden zu. 9Seid untereinander gastfreundlich, ohne zu murren! 10Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat! 11Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus. Sein ist die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen. 12Geliebte, lasst euch durch die Feuersglut, die zu eurer Prüfung über euch gekommen ist, nicht verwirren, als ob euch etwas Ungewöhnliches zustoße! 13Stattdessen freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so könnt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln. Das Ende aller Dinge ist nahe - Hurra. Dieser Vers weckt in mir eine große Sehnsucht. Es ist eine eindeutige Botschaft der ganzen Heiligen Schrift, dass diese Welt ein Ende haben wird: „Himmel und Erde werden vergehen“ (Mt 24, 35; 1Kor 10, 11; 1Tim 4, 1; 1Jo 2, 18 …). Wir warten gemäß seiner Verheißung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. (2 Petrus 3, 13). Als Jesus nach seiner Versuchung in der Wüste zu predigen begann, war sein erstes Wort: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe. (Mt 4, 17). Das Ende aller Dinge ist nahe- Hurra. Damit ist zweierlei gemeint: Das Reich Gottes ist in Jesus schon da; und: Das Reich Gottes ist im Kommen, seine Vollendung rückt immer näher. So ist auch unsere Stelle zu verstehen. Das Ende von allem ist in Jesus schon da. Die Endzeit hat begonnen mit seinem Kommen auf die Erde. Zugleich aber gilt: Das Ende von allem steht noch bevor und kommt immer näher. Mit der Ankunft Jesu wird die Endzeit ihren Höhepunkt erreichen und dann werden wir voller Freude jubeln. Bild: Pexel, pexels-photo-36863341 / Mathias Sogorski
von ew 27. Mai 2026
Petr 1, 18–25 Mittwoch, 8. Woche 18Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, 19sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. 20Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. 21Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt. 22Der Wahrheit gehorsam, habt ihr euer Herz rein gemacht für eine aufrichtige geschwisterliche Liebe; darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben. 23Ihr seid neu gezeugt worden, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen: durch Gottes Wort, das lebt und das bleibt. 24Denn: Alles Sterbliche ist wie Gras und all seine Schönheit ist wie die Blume im Gras. Das Gras verdorrt und die Blume verwelkt; 25doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Dies aber ist das Wort, das euch als frohe Botschaft verkündet worden ist. Die gestrige Lesung endete mit Vers 16, die heutige beginnt mit Vers 18. Ich frage mich, warum man Vers 17 aus der Leseordnung gestrichen hat. Die Blume im Gras Die Lesung spricht hier treffend von der Schönheit, die wie eine Blume abfällt. Alles, worauf wir oft so stolz sind – Jugend, Erfolg, Besitz, Einfluss –, ist flüchtig wie eine Sommerwiese. Die Blume vergeht – Gottes Wort nicht. Menschen ändern sich, Gefühle schwanken, Sicherheiten brechen weg. Doch Gottes Zusage bleibt bestehen. Petrus verbindet das mit der Wiedergeburt des Menschen: Christen leben nicht nur aus dem, was vergeht, sondern aus etwas, das Bestand hat. Die Blume im Gras Das Bild der verblühenden Blume kann deshalb auch tröstlich sein. Es erinnert daran, dass wir unsere Hoffnung nicht an Dinge hängen müssen, die zwangsläufig vergehen. Nicht Leistung, Schönheit oder Erfolg tragen letztlich das Leben, sondern Gottes bleibendes Wort und seine Liebe. Vielleicht liegt darin die eigentliche Schönheit der Blume im Gras: Sie blüht nur kurz – aber sie verweist auf den, der ewig ist. Bild: Pexel / Thomas Mengwasser

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