Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew 14. Juli 2026
Jes 10, 5-7. 13-16 Mittwoch, 15 Woche 5 Wehe Assur, dem Stock meines Zorns! Ein Stecken in ihrer Hand ist mein Grimm. 6 Gegen ein gottloses Volk sende ich ihn, gegen das Volk meines Übermuts entbiete ich ihn, um Beute zu erbeuten und Plünderung zu plündern und es zu zertreten wie den Schlamm der Gassen. 7 Er aber meint es nicht so und sein Herz denkt nicht so; sondern Vertilgung ist in seinem Sinn und Völker auszurotten, nicht wenige. 13 Denn er hat gesagt: Durch die Kraft meiner Hand habe ich es getan und durch meine Weisheit, denn ich bin klug. Ich habe die Grenzen der Völker verschoben, ihre Vorräte geplündert und wie ein Mächtiger die Thronenden hinabgestürzt. 14 Meine Hand hat nach dem Reichtum der Völker gegriffen wie nach einem Nest; und wie man verlassene Eier zusammensucht, so habe ich die ganze Erde zusammengerafft. Da war keiner, der mit den Flügeln schlug oder den Schnabel öffnete und tschilpte. 15 Rühmt sich etwa die Axt gegen den, der mit ihr hackt, oder tut die Säge groß gegen den, der sie zieht? Als ob ein Stock den schwingt, der ihn hebt, als ob ein Stecken den hebt, der nicht aus Holz ist! 16 Darum wird der Herr, der HERR der Heerscharen, unter seine Starken die Abzehrung senden und unter seiner Herrlichkeit wird ein Brand brennen wie ein Feuerbrand. Rühmt sich etwa die Axt gegen den, der mit ihr hackt Im 8. Jahrhundert v. Chr. war Assyrien die unaufhaltsame Supermacht des Nahen Ostens; 722 v. Chr. eroberte es das Nordreich Israel. In dieser Bedrohungslage nennt Jesaja Assur die "Rute meines Zorns" – ein Werkzeug, das Gott gegen sein untreues Volk einsetzt. Doch Assur will gar nicht Gottes Auftrag erfüllen, sondern eigenmächtig das Südreich Juda erobern. Dies wird ausgedrückt durch Vers 13: Durch meine Kraft hab ich's getan, durch meine Klugheit. Jesaja hält dagegen: Kann sich die Axt rühmen gegenüber dem, der mit ihr haut? Ein Werkzeug hat keine eigene Macht. Für heute Keine Macht hat das letzte Wort in der Geschichte. Gott verliert die Fäden der Geschichte nicht aus der Hand. Er kann selbst die Pläne von Menschen, die gar nichts von ihm wissen wollen, in seinen großen Heilsplan einweben. . Bild: pexels-photo-9629957 / Ivan S
von ew 13. Juli 2026
Jes 7, 1-9 Dienstag, 15 Woche 1 Es geschah in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des Königs von Juda: Da zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf, um gegen es Krieg zu führen; er konnte es aber nicht erobern. 2 Als dem Haus David gemeldet wurde: Aram hat sich in Ephraim niedergelassen!, da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind beben. 3 Da sprach der HERR zu Jesaja: Geh hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des Oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes, 4 und sag zu ihm: Hüte dich und bleibe ruhig! Fürchte dich nicht und dein Herz sei nicht verzagt vor diesen beiden rauchenden Brandscheitstümpfen, vor dem glühenden Zorn Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas! 5 Weil Aram Böses gegen dich beschlossen hat, Ephraim und der Sohn Remaljas, indem sie sagten: 6 Wir wollen gegen Juda heraufziehen, es in Schrecken versetzen, es für uns erobern und den Sohn Tabeels darin zum König machen!, 7 so spricht der HERR, mein Gott: Es kommt nicht zustande und es geschieht nicht. 8 Denn das Haupt von Aram ist Damaskus und das Haupt von Damaskus ist Rezin; und noch fünfundsechzig Jahre, dann ist Ephraim so zertrümmert, dass es kein Volk mehr ist. 9 Und das Haupt Ephraims ist Samaria und das Haupt Samarias ist der Sohn Remaljas. Wenn ihr nicht glaubt, bleibt ihr nicht bestehen. 1. Geschichtlicher Hintergrund Die Szene spielt um 734 v. Chr., in einer akuten politischen Krise Judas. Das winzige Südreich Juda unter König Ahas wird von zwei Nachbarkönigen bedroht, die Jerusalem belagern wollen. Am Hof herrscht nackte Panik 2. Die Antwort Gottes? Gott schickt den Propheten Jesaja mit einer klaren Botschaft in die Krise: Entwarnung: Gott nennt die bedrohlichen Feinde bloß „rauchende Brandscheite“ – sie haben keine Zukunft. Aufforderung: „Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht. Wenn ihr nicht glaubt, bleibt ihr nicht bestehen.“ 3 Für Heute Wenn wir Nachrichten schauen oder persönliche Krisen durchleben, fühlen wir uns oft wie Ahas: Das Herz bebt wie die Bäume im Wind. Die Lesung lädt dazu ein, die Perspektive zu wechseln. Aus Gottes Sicht sind viele Dinge, die uns heute Angst machen, letztlich nur "rauchende Brandscheite" Morgen sind sie nicht mehr da Bild: pexels-photo-13783086 / Alexis Ricardo Alaurin
von ew 12. Juli 2026
Jes 1, 10-17 Montag, 15 Woche 10 Hört das Wort des HERRN, ihr Herrscher von Sodom! Vernehmt die Weisung unseres Gottes, du Volk von Gomorra! 11 Was soll ich mit der Menge eurer Opfer? – spricht der HERR. Ich bin der Brandopfer von Widdern und des Fettes von Mastvieh überdrüssig; das Blut von Stieren, Lämmern und Böcken mag ich nicht. 12 Wenn ihr kommt, um mein Angesicht zu schauen – wer hat das von euch verlangt, meine Vorhöfe zu zertreten? 13 Bringt nicht länger sinnlose Speiseopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel. Neumond und Sabbat, das Ausrufen von Festversammlungen: Frevel und Festfeier ertrage ich nicht. 14 Eure Neumonde und eure Festzeiten hasst meine Seele; sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu tragen. 15 Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Selbst wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht. Eure Hände sind voll Blut. 16 Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen! Hört auf, Böses zu tun! 17 Lernt Gutes zu tun! Sucht das Recht! Helft den Unterdrückten! Schafft Recht den Waisen, führt den Rechtsstreit der Witwen! Die heutige Lesung hat eine große inhaltliche Nähe zur Lesung am Mittwoch, 13 Woche Am 5, 14-15. 21-24. Vielleicht kann man beide Lesungen zusammenfassen unter dem Gedanken: Gott widerstrebt ein Glaube, der nur aus einer frommen Kulisse besteht. Eure Festzeiten hasst meine Seele; sie sind mir zur Last geworden, Die Menschen dachten: Wenn wir die Rituale richtig ausführen, ist Gott zufrieden, und wir können im Alltag leben, wie wir wollen. Die Propheten entlarven diese Trennung zwischen Liturgie und Leben als Illusion. Gott lässt sich nicht mit Riten abspeisen, wenn das Herz nicht dabei ist. Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Das Gebet verpufft, weil die Hände, die im Tempel erhoben werden, im Alltag leer bleiben und den Überfluss nicht mit den Armen teilen. Selbst wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht Christlicher Glaube erschöpft sich nicht im Besuch der Kirche oder im gesprochenen Gebet. Er will unser Denken und Handeln prägen. Jede Tat der Gerechtigkeit, jedes Wort der Versöhnung und jede Hilfe für einen Menschen in Not ist ein Gottesdienst, der Gott gefällt. Selbst wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum uns Gott manchmal so weit entfernt zu sein scheint. Vielleicht ist hier ein Hinweis darauf zu finden, warum Gott unsere Gebete so oft nicht erhört. Selbst wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht Diese harten Worte enthalten vielleicht die Antwort auf eine Frage, die viele von uns quält: Warum scheint Gott manchmal so unendlich weit weg zu sein? Es ist ein Hinweis darauf, dass das Schweigen Gottes nicht an seinem Desinteresse liegt, sondern daran, dass unsere eigenen Taten im Alltag die Verbindung zu Gott erschweren. Selbst wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht Oft suchen wir die Schuld für Gottes Ferne bei Gott selbst. Die Lesung dreht den Spiegel um und zeigt: Die Ferne ist manchmal hausgemacht. Man könnte auch sagen: Hausgemachte Funkstille Die Lesung bietet heute einen wunderbaren Ausgangspunkt, um über den Unterschied zwischen bloßen Lippenbekenntnissen und meinem gelebten Glauben nachzudenken. Bild: pexels-photo-25079011 / Rai Raimondo
von ew 11. Juli 2026
Samstag, 14 Woche Jes 6, 1-8 Im Todesjahr des Königs Usíja, da sah ich den Herrn auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen und die Säume seines Gewandes füllten den Tempel aus. 2Sérafim standen über ihm. Sechs Flügel hatte jeder: Mit zwei Flügeln bedeckte er sein Gesicht, mit zwei bedeckte er seine Füße und mit zwei flog er. 3Und einer rief dem anderen zu und sagte: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Erfüllt ist die ganze Erde von seiner Herrlichkeit. 4Und es erbebten die Türzapfen in den Schwellen vor der Stimme des Rufenden und das Haus füllte sich mit Rauch.5Da sagte ich: Weh mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann unreiner Lippen bin ich und mitten in einem Volk unreiner Lippen wohne ich, denn den König, den Herrn der Heerscharen, haben meine Augen gesehen.6Da flog einer der Sérafim zu mir und in seiner Hand war eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. 7Er berührte damit meinen Mund und sagte: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, so ist deine Schuld gewichen und deine Sünde gesühnt. 8Da hörte ich die Stimme des Herrn, der sagte: Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen? Ich sagte: Hier bin ich, sende mich! Nachdem wir die ganze Woche über Abschnitte aus dem Buch des Propheten Hosea betrachtet haben gehen wir nun zum Propheten Jesaja über. Die Lesung aus Jesaja 6 beschreibt seine Berufung und bildet einen perfekten, Auftakt für die Jesaja-Lesungen der kommenden Woche. Heilig, Heilig, Heilig, Jesaja war der erste Mensch der das Sanctus hören durfte. Unzählige Musiker haben später dieses Drei Mal Heilig vertont. In jeder Heiligen Messe singen wir das „Heilig unmittelbar vor der Wandlung Genauer gesagt besteht das Sanctus aus zwei biblischen Quellen: Der erste Teil stammt direkt aus Jesaja 6, 3: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Erfüllt ist die ganze Erde von seiner Herrlichkeit.“ Der zweite Teil („Hosanna in der Höhe...“) stammt aus dem Neuen Testament (Mt 21, 9), dem Ruf der Menschen beim Einzug Jesu in Jerusalem. Wenn wir in jeder Messe das Sanctus singen oder sprechen, tun wir im Grunde genau das, was Jesaja im Tempel sah: Wir stimmen ein in den ewigen Lobgesang der Engel vor dem Thron Gottes Bild: pexels-photo-16948153 / Vladimir Sreijber 

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