Willkomen bei

Pfarrer Edgar Wunsch

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.

tägliche Schriftbetrachtung

von ew 24. August 2026
2 Thess 1, 1-5.11-12 Montag, 21. Woche Paulus, Silvanus und Timotheus an die Gemeinde von Thessalonich, die in Gott, unserem Vater, und in Jesus Christus, dem Herrn, ist: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Wir müssen Gott euretwegen immer danken, Brüder, wie es recht ist, denn euer Glaube wächst, und die gegenseitige Liebe nimmt bei euch allen zu. Wir können in den Gemeinden Gottes mit Stolz auf euch hinweisen, weil ihr im Glauben standhaft bleibt bei aller Verfolgung und Bedrängnis, die ihr zu ertragen habt. Dies ist ein Anzeichen des gerechten Gerichtes Gottes; ihr sollt ja des Reiches Gottes teilhaftig werden, für das ihr leidet. Darum beten wir auch immer für euch, dass unser Gott euch eurer Berufung würdig mache und in seiner Macht allen Willen zum Guten und jedes Werk des Glaubens vollende. So soll der Name Jesu, unseres Herrn, in euch verherrlicht werden und ihr in ihm, durch die Gnade unseres Gottes und Herrn Jesus Christus. Ermutigung Paulus ermutigt die Thessalonicher, die trotz aller Bedrängnis und Verfolgung treu geblieben und in der Liebe gewachsen sind. Wir alle brauchen Ermutigung. Auch die Ermutiger brauchen hin und wieder Ermutigung. Ermutigung durch Anerkennung Paulus redet die Not der Gemeinde nicht klein, sondern er sieht sie. Er zollt ihnen Respekt für ihre Standhaftigkeit. Schon dadurch, dass wir die Sorge der anderen erkennen und ernst nehmen, können wir "Ermutigter" sein Ermutigung durch den Blick auf das Wachstum Paulus zeigt den Thessalonichern, dass ihr Glaube und ihre Liebe trotz des Gegenwinds wachsen. Paulus dankt nicht für die Abwesenheit von Leid, sondern für das Wachstum mitten im Leid: Ermutigung durch Gebet Am Ende betet Paulus für die Gemeinde, statt ihr nur gute Ratschläge zu geben. Für jemanden vor Gott einzutreten, ist vielleicht die tiefste Form der Ermutigung. Paulus bittet, dass Gott selbst das gute Wollen und das Werk des Glaubens in ihnen vollendet. Bild: pexels-photo-32887426-1a63ad8b / Soc Nang Dong
von ew 21. August 2026
Ez 43, 1-7a Samstag, 20. Woche Der Mann, der mich begleitete, führte mich zu einem der Tore, dem Tor, das im Osten lag. Da sah ich, wie die Herrlichkeit des Gottes Israels aus dem Osten herankam. Ihr Rauschen war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen, und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit. Die Erscheinung, die ich sah, war wie die Erscheinung, die ich damals sah, als er kam, um die Stadt zu vernichten, und wie die Erscheinung, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Da fiel ich nieder auf mein Gesicht. Und die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag. Der Geist hob mich empor und brachte mich in den Innenhof. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte den Tempel. Dann hörte ich vom Tempel her, während der Mann neben mir stand, einen, der mit mir redete; er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen . Wo ist die Wohnung Gottes? Gott wohnte nicht im Paradies, denn aus der Schrift wissen wir, dass Gott Adam und Eva damals nur besuchte. (Gen 3,8). Immer wenn sich Gott den Menschen offenbarte (Abraham bei den Eichen von Mamre, Moses im Dornbusch oder ….), war er stets nur für eine kurze Zeit zu Besuch. Aber niemand wusste, wo Gott wohnte. So bauten sich die Israeliten das Bundeszelt und später den Tempel. Der heilige Raum, das Allerheiligste, das lediglich der Hohepriester betreten durfte, galt als die Wohnung Gottes unter den Menschen. Tabernakel In jeder katholischen Kirche ist ein Tabernakel. Im Tabernakel wird das Allerheiligste aufbewahrt, der Leib des Herrn. Jesus ist bei uns, und von Jesus sagen wir: Er ist Emmanuel – Gott mit uns. Im Bundeszelt oder später auch im Tempel waren der Krug mit dem Manna, der Stab Aarons und die Tafeln der Gebote nur ein Hinweis auf Gott. Die Hostie im Tabernakel jedoch ist Gott – der Leib des Herrn. Jede katholische Kirche ist eine Wohnung Gottes. Der Tabernakel ist der Ort der Gegenwart Gottes. Wenn wir vor dem Tabernakel treten, dann stehen wir vor der Wohnung Gottes. Die rote Lampe weist uns den Weg. Bild: pexels-photo-6736317 / Andrew Charle s
von ew 20. August 2026
Ez 37, 1-14 Freitag, 20. Woche In jenen Tagen legte sich die Hand des Herrn auf mich, und der Herr brachte mich im Geist hinaus und versetzte mich mitten in die Ebene. Sie war voll von Gebeinen. Er führte mich ringsum an ihnen vorüber, und ich sah sehr viele über die Ebene verstreut liegen; sie waren ganz ausgetrocknet. Er fragte mich: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? Ich antwortete: Herr und Gott, das weißt nur du. Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine, und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des Herrn! So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Ich spanne Sehnen über euch und umgebe euch mit Fleisch; ich überziehe euch mit Haut und bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Da sprach ich als Prophet, wie mir befohlen war; und noch während ich redete, hörte ich auf einmal ein Geräusch: Die Gebeine rückten zusammen, Bein an Bein. Und als ich hinsah, waren plötzlich Sehnen auf ihnen, und Fleisch umgab sie, und Haut überzog sie. Aber es war noch kein Geist in ihnen. Da sagte er zu mir: Rede als Prophet zum Geist, rede, Menschensohn, sag zum Geist: So spricht Gott, der Herr: Geist, komm herbei von den vier Winden! Hauch diese Erschlagenen an, damit sie lebendig werden. Da sprach ich als Prophet, wie er mir befohlen hatte, und es kam Geist in sie. Sie wurden lebendig und standen auf - ein großes, gewaltiges Heer. Er sagte zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Jetzt sagt Israel: Ausgetrocknet sind unsere Gebeine, unsere Hoffnung ist untergegangen, wir sind verloren. Deshalb tritt als Prophet auf, und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf. Ich bringe euch zurück in das Land Israel. Wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe gesprochen, und ich führe es aus - Spruch des Herrn. Ein Schlachtfeld voller Gebeine Heute geht es im Buch des Propheten Ezechiel etwas gruselig zu. Ezechiel sieht eine mit ausgetrockneten Gebeinen übersäte Ebene, ein Schlachtfeld voller Knochen von Erschlagenen. Hier hat ein grausames Massaker stattgefunden: Es ist kein Leben mehr da, und es gibt niemanden mehr, der die Toten begraben könnte. Ezechiel blickt auf eine völlig trostlose Szene. Keine Hoffnung auf Leben? Dann fragt der Herr den Propheten, ob diese Gebeine wieder lebendig werden können. Ezechiel hält die Wiederbelebung für völlig unmöglich und antwortet deshalb etwas verlegen und diplomatisch: „Der Herr weiß es.“ Ein unmöglicher Auftrag Nun soll er zu den verdorrten Knochen sprechen und ihnen ankündigen, dass im Auftrag des Herrn wieder Leben in sie einkehren wird. (Das muss man sich einmal bildlich vorstellen!) Vom Tod zum Leben Zum Glück traut sich Ezechiel, diesen unmöglichen Auftrag auszuführen, und schließlich darf er sehen, wie Sehnen, Fleisch und Haut die Knochen überziehen. Am Ende hauchte Gott ihnen sogar noch seinen Geist ein, sodass die Gebeine lebendig wurden. Ein Bild für die Kirche unserer Tage Damals war Israel gemeint, heute ist es unsere Kirche. Ich trage die Hoffnung in mir, dass Gott aus den Überresten einer einst lebendigen Kirche wieder eine neue, geisterfüllte Glaubensgemeinschaft erwecken kann. Gottes Geist konnte damals die vertrockneten Gebeine mit neuem Leben füllen, und derselbe Heilige Geist kann auch heute einer im Sterben liegenden Kirche wieder neue Lebendigkeit hauchen. Bild: pexels-photo-4825689 / Rachel Cl aire
von ew 19. August 2026
Ez 36, 23-28 Donnerstag, 20. Woche So spricht der Herr: Meinen großen, bei den Völkern entweihten Namen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt, werde ich wieder heiligen. Und die Völker - Spruch Gottes, des Herrn - werden erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mich an euch vor ihren Augen als heilig erweise. Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land. Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein. Die heutige Lesung löst eine große Sehnsucht in mir aus. Ein neues Herz. Ein Herz aus Stein ist unempfänglich für Gottes Wirken und schaut auch nicht auf die Nöte und Sorgen der Mitmenschen, sondern nur auf das eigene Befinden. Gott möchte mir ein neues Herz, ein Herz aus Fleisch, schenken, in dem er wohnen kann. Bitte, Gott, schenke mir ein Herz aus Fleisch. Einen neuen Geist. Das neue Herz ist offen für Gott. Erst in ein offenes Herz kann Gott dann auch einen neuen Geist hineinlegen. Und Gott verspricht sogar, dass er seinen Geist in uns, in mich hineinlegen wird. Bitte, Gott, schenke mir deinen Heiligen Geist. Eine neue Bereitschaft. Gerne folge ich Gottes Geboten. Oft genug mache ich jedoch mein eigenes Ding. Gott verspricht zu bewirken, dass ich seinen Gesetzen folge und auf seine Gebote achte und sie erfülle. Bitte Gott, hilf mir, deine Gebote zu erfüllen. Täglich neu. Das Versprechen Gottes gegenüber Ezechiel ist kein vorübergehendes Versprechen, sondern ein fortwährendes und unveränderbares Versprechen. Was für ein Glück, dass Gottes Geduld so groß ist und er dieses Versprechen täglich erneuert! Bild: pexels-photo-38931900 / Jueon Kim 김주언

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