Willkomen bei
Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Apg 11, 19-26 Dienstag, 4. Osterwoche In jenen Tagen kamen bei der Verfolgung, die wegen Stephanus entstanden war, die Versprengten bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia; doch verkündeten sie das Wort nur den Juden. Einige aber von ihnen, die aus Zypern und Zyrene stammten, verkündeten, als sie nach Antiochia kamen, auch den Griechen das Evangelium von Jesus, dem Herrn. Die Hand des Herrn war mit ihnen, und viele wurden gläubig und bekehrten sich zum Herrn. Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren, und sie schickten Barnabas nach Antiochia. Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich vorgenommen hatten. Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn eine beträchtliche Zahl hinzugewonnen. Barnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen. Er fand ihn und nahm ihn nach Antiochia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und unterrichteten eine große Zahl von Menschen. In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen. Über den eigenen Tellerrand Zuerst predigten sie nur vor Juden. Sicher, vertraut, bequem. Doch dann kamen einige nach Antiochia und begannen, mit den Griechen zu reden. Für heute Wir neigen dazu, in unseren „katholischen Blasen“ zu bleiben. Antiochia lehrt uns: Das Evangelium atmet erst dann richtig tief durch, wenn wir die Komfortzone verlassen und die Sprache derer sprechen, die bisher noch nie von der „Frohen Botschaft“ gehört haben. Barnabas Barnabas wird geschickt, um nach dem Rechten zu sehen. Er findet Aufbruch vor – und was tut er? Er kritisiert nicht das Neue, sondern er „freute sich und ermahnte alle, mit entschlossenem Herzen dem Herrn treu zu bleiben.“ Für heute: Wir brauchen weniger „Bedenkenträger“ und mehr „Barnabas-Typen“. Menschen, die das Wirken Gottes im Anderen entdecken, und bereit sind, für Gott die Netze auszuwerfen. Ein neuer Name: Christ In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal „Christen“. Das war ursprünglich wohl eher ein Spitzname von außen. Man erkannte sie an ihrem Verhalten, an ihrer Gemeinschaft, an ihrem Fokus auf Christus. Für heute: Sind wir als Katholiken heute noch als „Christen“ erkennbar – oder nur noch als Mitglieder einer Organisation? Die Herausforderung von Apg 11 ist es, so authentisch aus der Beziehung zu Jesus zu leben, dass die Welt um uns herum gar nicht anders kann, als uns einen Namen zu geben, der mit ihm zu tun hat. In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen. Antiochia war der Ort, an dem die Kirche „katholisch“ (allumfassend) wurde. Nicht durch einen Masterplan aus der Zentrale, sondern durch mutige Laien und einen ermutigenden Barnabas. Ich meine schon Geburtswehen eines neuen Antiochia in unserer Zeit zu entdecken. Oder was meinen Sie?

Apg 11, 1-18 Montag, 4. Osterwoche In jenen Tagen erfuhren die Apostel und die Brüder in Judäa, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten. Als nun Petrus nach Jerusalem hinaufkam, hielten ihm die gläubig gewordenen Juden vor: Du hast das Haus von Unbeschnittenen betreten und hast mit ihnen gegessen. Da begann Petrus, ihnen der Reihe nach zu berichten: Ich war in der Stadt Joppe und betete; da hatte ich in einer Verzückung eine Vision: Eine Schale, die aussah wie ein großes Leinentuch, das an den vier Ecken gehalten wurde, senkte sich aus dem Himmel bis zu mir herab. Als ich genauer hinschaute, sah ich darin die Vierfüßler der Erde, die wilden Tiere, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels. Ich hörte auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte, und iss! Ich antwortete: Niemals, Herr! Noch nie ist etwas Unheiliges oder Unreines in meinen Mund gekommen. Doch zum zweiten Mal kam eine Stimme vom Himmel; sie sagte: Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein! Das geschah dreimal, dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen. Da standen auf einmal drei Männer vor dem Haus, in dem ich wohnte; sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden. Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Auch diese sechs Brüder zogen mit mir, und wir kamen in das Haus jenes Mannes. Er erzählte uns, wie er in seinem Haus den Engel stehen sah, der zu ihm sagte: Schick jemand nach Joppe, und lass Simon, der Petrus genannt wird, holen. Er wird dir Worte sagen, durch die du mit deinem ganzen Haus gerettet werden wirst. Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns. Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden. Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte? Als sie das hörten, beruhigten sie sich, priesen Gott und sagten: Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt. Damals und heute Die Apostel von damals hatten ganz andere Probleme als wir heutigen. Sie suchten damals nach Wegen, wie die Menge an Heiden, die das Wort Gottes angenommen hatte, in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen werden konnte. Wir heutigen suchen nach Wegen, wie wir die Menge an Gebäuden für die immer geringer werdende Zahl der Katholiken erhalten können. So ändern sich die Zeiten. Bild . Edgar Wunsch

Apg 9, 31-42 Samstag, 3. Osterwoche In jenen Tagen hatte die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes. Auf einer Reise zu den einzelnen Gemeinden kam Petrus auch zu den Heiligen in Lydda. Dort fand er einen Mann namens Äneas, der seit acht Jahren lahm und bettlägerig war. Petrus sagte zu ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich. Steh auf, und richte dir dein Bett! Sogleich stand er auf. Und alle Bewohner von Lydda und der Scharon-Ebene sahen ihn und bekehrten sich zum Herrn. In Joppe lebte eine Jüngerin namens Tabita, das heißt übersetzt: Gazelle. Sie tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen. In jenen Tagen aber wurde sie krank und starb. Man wusch sie und bahrte sie im Obergemach auf. Weil aber Lydda nahe bei Joppe liegt und die Jünger hörten, dass Petrus dort war, schickten sie zwei Männer zu ihm und ließen ihn bitten: Komm zu uns, zögere nicht! Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Als er ankam, führten sie ihn in das Obergemach hinauf; alle Witwen traten zu ihm, sie weinten und zeigten ihm die Röcke und Mäntel, die Gazelle gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war. Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem Leichnam und sagte: Tabita, steh auf! Da öffnete sie ihre Augen, sah Petrus an und setzte sich auf. Er gab ihr die Hand und ließ sie aufstehen; dann rief er die Heiligen und die Witwen und zeigte ihnen, dass sie wieder lebte. Das wurde in ganz Joppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn. Lydda und Joppe Lydda ist der biblische Name der Stadt Lod. Sie liegt etwa 15 Kilometer südöstlich von Tel Aviv und ist heute vor allem als Standort des internationalen Flughafens Ben Gurion bekannt. Joppe Joppe ist der biblische Name der Stadt Jaffa. Heute ist Jaffa der historische südliche Teil der israelischen Metropole Tel Aviv-Jaffa.. Von Jerusalem nach Lydda und Joppe Die Entfernung, die Petrus von Jerusalem aus zurücklegte, betrug ca 52 Kilometer. Von Neuhausen bis zum Walzbachtal, also einmal durch die neue Pfarrei, sind lediglich 35 Kilometer, die wir bequem mit dem Auto und Klimaanlage zurücklegen können. Petrus beschwerte sich nicht über den langen Fußweg nach Lydda, aber dafür trug er eine Freude im Herzen, dass er die wunderbare Botschaft des Evangeliums weitergeben durfte. Merken Sie etwas? Bild: pexels-photo-368685N / My / Digital Buggu

Apg 9, 1-20 Freitag, 3. Osterwoche In jenen Tagen wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des neuen We-ges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusa-lem zu bringen. Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sag-te: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst. Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein. Und er war drei Tage blind, und er aß nicht und trank nicht. In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananias! Er antwortete: Hier bin ich, Herr. Der Herr sagte zu ihm: Steh auf und geh zur so genannten Geraden Straße, und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er betet gerade und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias herein-kommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht. Hananias ant-wortete: Herr, ich habe von vielen gehört, wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen. Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur! Denn dieser Mann ist mein aus-erwähltes Werkzeug: Er soll meinen Namen vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen. Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für mei-nen Namen leiden muss. Da ging Hananias hin und trat in das Haus ein; er legte Saulus die Hände auf und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist; du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder; er stand auf und ließ sich taufen. Und nachdem er etwas gegessen hatte, kam er wieder zu Kräften. Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damaskus; und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: Er ist der Sohn Gottes Zufluchtsort Damaskus Vergangenen Mittwoch haben wir in Apg 8, 1b-8 noch gelesen, dass die Christen aus Angst vor einer Verfolgung aus Jerusalem flüchteten. Heute erfahren wir, dass sie auch im weit entfernten Damaskus nicht sicher waren. Paulus gab keine Ruhe, er wollte ihnen nacheilen, um sie zurück nach Jerusalem zu bringen. Die Christen müssen ausgerottet werden. Dafür ist kein Aufwand zu groß und kein Weg zu weit. Gamaliel der Lehrer des Paulus Aus Apostelgeschichte 22,3 wissen wir, dass Gamaliel der Lehrer des Paulus war. Von der ausgleichenden Art Gamaliels haben wir am Freitag, 2. Osterwoche in Apg 5, 34-42 erfahren. Paulus unterschied sich jedoch hier radikal von seinem Lehrer. Dennoch hat sich Jesus aber nicht Gamaliel für die Heidenmission erwählt, sondern Paulus. Gamaliel war von seiner Persönlichkeit her eher passiv: Abwarten, Gottes Wille setzt sich durch. Paulus der Schüler des Gamaliel Paulus dagegen hatte eine eher aktive innere Einstellung: Handeln, den Willen Gottes mit ganzem Einsatz umsetzen. Der gleichen Eifer den Paulus bei der Verfolgung der Christen zeigte, trieb ihn auch später an die Botschaft vom Evangelium Jesu bis in die hintersten Winkel aller Länder zu tragen. Wenn Jesus wirklich der Mes-sias ist, dann muss man ihm mit jedem Blutstropfen dienen. Wer bist du, Herr? Es war nicht nur ein Aufwallen tiefer Gefühle, oder eine Fata Morgana, die Paulus in der Nähe von Damaskus berührte. Nein, Jesus Christus offenbarte sich ihm selbst und gab ihm einen inneren, sicheren Gottes-beweis, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, eine lebendige Wirklichkeit ist. Eine einzige Sekunde genügte und die bisherige Existenz des Saulus zerbrach bis auf den Grund. Die große Leistung des Paulus besteht darin, dass er diese Offenbarung akzeptierte, sein altes Leben über Bord warf und von nun an Jesus, dem Messias, diente. Bild: Edgar Wunsch










