Unser gemeinsamer Glaube

versetzt Berge.


Edgar Wunsch


Katholisch ist super

Schriftbetrachtung

von ew 3. Februar 2026
2 Sam 18, 6.9-10.14.24–25.30-19, 3 Dienstag, 4. Woche In jenen Tagen 18, 6 zogen die Leute Davids ins Feld, den Israeliten entgegen, und im Wald Éfraim kam es zur Schlacht. 9Plötzlich kam Ábschalom in das Blickfeld der Krieger Davids; er ritt auf einem Maultier. Als das Maultier unter den Ästen einer großen Eiche hindurchlief, blieb Ábschalom mit dem Kopf fest an der Eiche hängen, sodass er zwischen Himmel und Erde schwebte und das Maultier unter ihm weglief. 10Jemand sah es und meldete Joab: Ich habe gerade Ábschalom an einer Eiche hängen sehen. 14bJoab nahm drei Spieße in die Hand und stieß sie Ábschalom, der noch lebend an der Eiche hing, ins Herz. 24David saß zwischen den beiden Toren. Der Späher aber war auf das Dach des Tores, auf die Mauer, gestiegen, und als er Ausschau hielt, sah er einen einzelnen Mann herbeilaufen. 25abDer Späher rief dem König die Meldung zu. Der König sagte: Wenn er allein ist, dann bringt er eine gute Nachricht. 30Der König befahl dem Späher: Tritt zur Seite und stell dich hierher! Der trat zur Seite und blieb dort stehen. 31Da kam ein Kuschíter und sagte: Mein Herr, der König, lasse sich die gute Nachricht bringen, dass der Herr dir heute Recht verschafft hat gegenüber allen, die sich gegen dich erhoben hatten. 32Der König fragte den Kuschíter: Geht es dem Jungen, Ábschalom, gut? Der Kuschíter antwortete: Wie dem jungen Mann möge es allen Feinden meines Herrn, des Königs, ergehen, allen, die sich in böser Absicht gegen dich erhoben haben. 19, 1Da zuckte der König zusammen, stieg in den oberen Raum des Tores hinauf und weinte. Während er hinaufging, rief er: Mein Sohn Ábschalom, mein Sohn, mein Sohn Ábschalom! Wäre ich doch an deiner Stelle gestorben, Ábschalom, mein Sohn, mein Sohn! 2Man meldete Joab: Der König weint und trauert um Ábschalom. 3So wurde der Tag der Rettung für das ganze Volk zu einem Trauertag; denn die Leute hörten an diesem Tag: Der König ist voll Schmerz wegen seines Sohnes. Ábschalom. Der dritte Sohn Davids, Abschalom, erlitt einen tragischen Tod. Der junge König war nicht nur von seinen Truppen getrennt, auch seine Begleitung, die normalerweise ständig um den König war, hatte ihn alleine gelassen. Der ehrgeizige Prinz war von Gott und der Welt verlassen. Ábschalom. Es ist fraglich, ob er sich wirklich mit seinem Haar im Geäst einer Eiche verfangen hatte. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er sich, wie in der Lesung beschrieben, mit seinem Kopf (also mit dem Hals), in einer Astgabel hängenblieb und sich so schwer verletzte, dass er nicht mehr um Hilfe rufen konnte. Ábschalom Er hängt „zwischen Himmel und Erde“, als solle damit ausgedrückt werden, dass er für beide unzumutbar ist. Die Erde will ihn nicht halten und der Himmel will ihn nicht annehmen. Deshalb öffnet das Totenreich seinen Mund, um ihn zu empfangen (vgl. www.kingcomments.com). Ábschalom. Klaus vom Orte weist in der Wuppertaler Studienbibel darauf hin, dass nicht ein Mensch, sondern ein Stück Schöpfung, nämlich ein Baum, Abschaloms Flucht beendete. Dies erinnert durchaus daran, dass Gott selbst gelegentlich seine Schöpfung einsetzt, um unter den Menschen zu seinem Ziel zu kommen. David Sobald David hört, dass Absalom tot ist, ist er nicht mehr König seines Volkes, sondern nur noch Vater. Er fragt nichts mehr, sondern verfällt in ein leidenschaftliches Weinen. Der Dichterkönig, der sich in anderen Fällen in einem wortgewandten Klagelied äußert, kann hier nur schluchzen und stammeln: „Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! … Absalom, mein Sohn, mein Sohn!“ Bis zu achtmal kommen aus den Tiefen seiner Seele die Worte „mein Sohn“ hervor. David Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und gibt sich seinem Schmerz hin. Sollten wir David dafür hart angreifen? Wie würden wir reagieren, wenn wir einen solchen Sohn hätten und eine solche Nachricht erhielten? (vgl. www.kingcomments.com) Bild: Pexel / Vivian Braun
von ew 2. Februar 2026
2 Sam 15, 13–14.30; 16, 5–13a Montag, 4. Woche In jenen Tagen 15, 13 kam ein Bote und meldete David: Das Herz der Israeliten hat sich Ábschalom zugewandt! 14Da sagte David zu allen seinen Dienern, die bei ihm in Jerusalem waren: Auf, wir müssen fliehen, denn für uns gibt es keine Rettung vor Ábschalom. Beeilt euch mit dem Aufbruch, sonst kommt er und holt uns ein, bringt Unglück über uns und schlägt die Stadt mit scharfem Schwert. 30David stieg weinend und mit verhülltem Haupte den Ölberg hinauf; er ging barfuß und alle Leute, die bei ihm waren, verhüllten ihr Haupt und zogen weinend hinauf. 16, 5Als König David nach Báhurim kam, siehe, da kam aus der Stadt ein Mann heraus namens Schimi, ein Sohn Geras aus der Sippe des Hauses Saul. Er kam heraus, fluchte 6 und warf mit Steinen nach ihm und allen Dienern des Königs David, obwohl das ganze Volk und alle Krieger rechts und links um ihn standen. 7Schimi schrie und fluchte: Verschwinde, verschwinde, du Mörder, du Niederträchtiger! 8Der Herr hat all deine Blutschuld am Haus Sauls, an dessen Stelle du König geworden bist, auf dich zurückfallen lassen. Der Herr hat das Königtum in die Hand deines Sohnes Ábschalom gegeben. Nun bist du ins Unglück geraten; denn du bist ein Mörder. 9Da sagte Ábischai, der Sohn der Zerúja, zum König: Warum flucht dieser tote Hund meinem Herrn, dem König? Ich will hinübergehen und ihm den Kopf abschlagen. 10Doch der König antwortete: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr Söhne der Zerúja? Wenn er flucht und wenn der Herr ihm gesagt hat: Verfluch David!, wer darf dann fragen: Warum tust du das? 11Und weiter sagte David zu Ábischai und all seinen Dienern: Seht, mein leiblicher Sohn trachtet mir nach dem Leben, wie viel mehr erst der Benjaminíter. Lasst ihn fluchen! Sicherlich hat es ihm der Herr geboten. 12Vielleicht sieht der Herr mein Elend an und erweist mir Gutes für den Fluch, der mich heute trifft. 13aDavid und seine Männer setzten ihren Weg fort. Obwohl er von seinem Vater sehr geliebt wurde, versucht Abschalom diesen zu stürzen. Der Sohn will die Macht an sich reißen und wendet sich gegen den Vater. Warum nur? Es keine Rettung vor Ábschalom. Die Erklärung scheint mir einfach zu sein. Es ist nicht verwunderlich, dass sich der Sohn einfach nahm, was er wollte, er hatte es ja von seinem Vater David gelernt. David begann ein Verhältnis mit Batseba – aus Lust. David schickte deren Ehemann Uria in den Tod – um seine Sünde zu vertuschen. Rücksichtslos nahm sich David, was ihm gefiel. Abschalom lernte schnell und ahmte den Vater nach. Verschwinde, verschwinde, du Mörder Dass an den Händen Davids das Blut des Urias klebte, wird sich mittlerweile herumgesprochen haben. Laut verflucht darum Shimi den flüchtenden David, der sich diese Schmach gefallen lassen muss. Lasst ihn fluchen! David gibt sich demütig und reumütig. Er wehrt sich nicht gegen die Flüche und gegen die Steine, von denen ihn der ein oder andere sich getroffen hat. Vielleicht ist er auch wegen der Menge, die ihn begleitet und beobachtet, so bescheiden. Er will sich in der Öffentlichkeit keine weitere Blöße geben. Lasst ihn fluchen! Wie sehr diese Schmach jedoch in seinem Inneren bohrte, sieht man daran, dass David noch auf seinem Sterbebett seinem Nachfolger und Sohn Salomon aufträgt, Shimi nicht ungestraft davonkommen zu lassen. Salomon soll Shimi töten. Als letzte Amtshandlung befahl er, Shimis graues Haar blutig in die Unterwelt zu schicken. Danach starb David (1 Kön 2, 8-10). Bild: Pexel / mehrab zahedbeigi
von ew 31. Januar 2026
2 Sam 12, 1–7a.10–17 Samstag, 3. Woche In jenen Tagen 1 schickte der Herr den Natan zu David; dieser ging zu David und sagte zu ihm: In einer Stadt lebten einst zwei Männer; der eine war reich, der andere arm. 2Der Reiche besaß sehr viele Schafe und Rin-der, 3der Arme aber besaß nichts außer einem einzigen kleinen Lamm, das er gekauft hatte. Er zog es auf und es wurde bei ihm zusammen mit seinen Kindern groß. Es aß von seinem Stück Brot und es trank aus sei-nem Becher, in seinem Schoß lag es und war für ihn wie eine Tochter. 4Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann und er brachte es nicht über sich, eines von seinen Schafen oder Rindern zu nehmen, um es für den zuzube-reiten, der zu ihm gekommen war. Darum nahm er dem Armen das Lamm weg und bereitete es für den Mann zu, der zu ihm gekommen war. 5Da geriet David in heftigen Zorn über den Mann und sagte zu Natan: So wahr der Herr lebt: Der Mann, der das getan hat, verdient den Tod. 6Das Lamm soll er vierfach ersetzen, weil er das getan und kein Mitleid gehabt hat. 7aDa sagte Natan zu David: Du selbst bist der Mann. 10Darum soll jetzt das Schwert auf ewig nicht mehr von deinem Haus weichen; denn du hast mich verachtet und dir die Frau des Hetíters genommen, damit sie deine Frau werde. 11So spricht der Herr: Ich werde dafür sorgen, dass sich aus deinem eigenen Haus das Unheil gegen dich erhebt, und ich werde dir vor deinen Augen deine Frauen wegnehmen und sie einem andern geben; er wird am hellen Tag bei deinen Frauen liegen. 12Ja, du hast es heimlich getan, ich aber werde es vor ganz Israel und am hellen Tag tun. 13Darauf sagte David zu Natan: Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Natan ant-wortete David: Der Herr hat dir deine Sünde vergeben; du wirst nicht ster-ben. 14Weil du aber durch diese Tat den Herrn verworfen hast, muss der Sohn, der dir geboren wird, sterben. 15Dann ging Natan nach Hause. Der Herr aber ließ das Kind, das die Frau des Uríja dem David geboren hatte, schwer krank werden. 16David suchte Gott wegen des Knaben auf und fastete streng; und wenn er heimkam, legte er sich bei Nacht auf die bloße Erde. 17Die Ältesten seines Hauses kamen zu ihm, um ihn dazu zu bewe-gen, von der Erde aufzustehen. Er aber wollte nicht und aß auch nicht mit ihnen. Wieder inspiriert mich Klaus vom Orde, Wuppertaler Studienbibel In einer Stadt lebten einst zwei Männer; der eine war reich, der andere arm. Ohne Umschweife werden die beiden Akteure der Geschichte beschrieben. Dabei fällt die Beschreibung des Reichen im Verhältnis zum Armen äußerst knapp aus: „Er besaß sehr viele Schafe und Rinder.“ Eine weitere Beschrei-bung seines Charakters ist offenbar nicht nötig. Über den Armen erfahren wir dagegen viel mehr. Sein einziges kleines Lamm behandelte er fast wie einen Familienangehörigen. 7 Du selbst bist der Mann Es ist nicht sehr schwer, diese Parabel auf die doppelte Sünde Davids (Ehe-bruchs mit Batseba und Mordes an Uria) zu deuten. Natans Worte treffen voll ins Schwarze. Die Worte „du bist der Mann“ treffen David bis in die Tiefe seines Gewissens. Sie reichen aus, um ihn vollständig zu zerbrechen und ihn zu einem vollständigen Bekenntnis zu bringen. Das richtige Wort zur richtigen Zeit kann einen verirrten Gläubigen zum Bekennen bringen. 13 Darauf sagte David zu Natan: Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Die Antwort Davids ist verblüffend kurz und unemotional. Aber ich glaube nicht, dass David hier nur ein formales Sündenbekenntnis ausgesprochen hat, sondern dass ihm die größere Konsequenz des Fehlverhaltens sehr be-wusst geworden ist. Die Einsicht Davids kommt zwar ziemlich spät, aber nicht der Zeitpunkt der Umkehr, sondern die Tatsache, dass David überhaupt umkehrt, ist vor Gott entscheidend. Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Vielleicht spüren Sie, wie dieses Be-kenntnis Sie auf einmal befreit. Sie müssen nicht Ihr Leben lang in Sack und Asche herumlaufen. Wenn Sie es sich eingestehen, dass Sie Fehler gemacht und anderen gescha-det haben, wandelt sich Ihr schlechtes Gewissen, das Sie verdrängt hatten. Sie spüren einen tiefen inneren Frieden. Denn mit dem Eingeständnis Ihrer Schuld erfahren Sie zugleich, dass Sie nicht aus der liebenden Hand Gottes fallen, sondern in sie hinein. (Anselm Grün) 14 Weil du aber durch diese Tat den Herrn verworfen hast, muss der Sohn, der dir geboren wird, sterben . Die Sünde Davids bleibt trotz Bekenntnis, Schuldvergebung und Umkehr Davids nicht ohne Folgen. Dies gehört mit zu den Aspekten der Sünde, denn jeder Sünde haftet eine doppelte Dimension an. Es ist zum einen die Schuld, die man auf sich lädt gegenüber Gott und gegenüber dem Nächsten. Dann hat jede Sünde aber auch eine Folge. Die Folge, die David durch seine Sünde zu tragen hatte, war hart. „Der Sohn, der dir geboren wird, muss sterben.“ 14 Der Sohn, der dir geboren wird, muss sterben. Es fällt mir sehr schwer, diese Konsequenz einfach hinzunehmen. Aber: Jede Sünde hat Konsequenzen. Jede Sünde verändert die Welt zum Schlechteren. Jede Sünde hat furchtbare Folgen. Pfarrer Richard Kocher hat in einer ausgezeichneten Predigt über die Sünde Davids und deren Folgen gesprochen. https://www.youtube.com/watch?v=y0aCmyhs6o8 Siehe auch seine Mittagsansprache: https://www.youtube.com/watch?v=Wstz47hUwoE Bild: Pexel / Drift Shutterbug

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Unsere Vision

Die katholische Pfarrgemeinde Biet ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die versucht, als gläubige Christen in Verbindung mit Jesus unserem Herrn zu leben. Wir glauben, dass Jesus jeden Menschen auf einen geistlichen Weg ruft

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Unsere Vision

Wir sind ein Krankenhaus für Sünder, kein Hotel für Heilige. Wir bitten Sie ganz einfach mit uns zu gehen und offen zu sein für das, wozu Gott Sie ruft

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Unsere Vision

Es kommt nicht darauf an, wo sich jemand auf diesem Weg befindet, sondern dass man auf diesem Weg ist. Deshalb heißen wir alle willkommen, ungeachtet, auf welcher Etappe ihres geistlichen Lebens sie sich befinden, womit sie zu kämpfen und welche Schwächen sie haben.

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Unsere Vision

Ein Mitglied dieser Pfarrgemeinde zu sein bedeutet, in Beziehung mit den anderen Christen zu treten, die auch auf diesem geistlichen Weg sind. Wir gehen den Weg mit und zu Gott gemeinsam.

Neue Wege wagen

Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten.

Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.


Pfarrer Edgar Wunsch und Team

Jesus hat das Sagen

Oktober bis April

täglich

Mai bis September

Schriftbetrachtung


Die Betrachtungen zu den Bibeltexten orientieren sich an der Leseordnung zur Eucharistiefeier der Katholischen Kirche.


Es sind überwiegend kurze Predigten, die ich auch anden Werktagen gehalten habe.


zu den Betrachtungen

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