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Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Apg 9, 1-20 Freitag, 3. Osterwoche In jenen Tagen wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des neuen We-ges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusa-lem zu bringen. Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sag-te: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst. Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein. Und er war drei Tage blind, und er aß nicht und trank nicht. In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananias! Er antwortete: Hier bin ich, Herr. Der Herr sagte zu ihm: Steh auf und geh zur so genannten Geraden Straße, und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er betet gerade und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias herein-kommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht. Hananias ant-wortete: Herr, ich habe von vielen gehört, wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen. Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur! Denn dieser Mann ist mein aus-erwähltes Werkzeug: Er soll meinen Namen vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen. Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für mei-nen Namen leiden muss. Da ging Hananias hin und trat in das Haus ein; er legte Saulus die Hände auf und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist; du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder; er stand auf und ließ sich taufen. Und nachdem er etwas gegessen hatte, kam er wieder zu Kräften. Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damaskus; und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: Er ist der Sohn Gottes Ich bin Jesus, den du verfolgst - der mystische Leib Christi. Durch die Taufe wird ein Mensch zu einem Christen. Er wird aufge-nommen in die Gemeinschaft der Gläubigen. Alle Glieder dieser Ge-meinschaft sind untereinander und mit Christus so eng und intensiv verbunden, dass die Theologen sagen: Die Gemeinschaft der Gläubigen bildet einen einzigen Leib, einen „mystischer Leib“. Dieser mystische Leib ist die Kirche. Christus ist das Haupt des Leibes und die Getauften sind die Glieder des mystischen Leibes. Zufluchtsort Damaskus Vergangenen Mittwoch haben wir in Apg 8, 1b-8 noch gelesen, dass die Christen aus Angst vor einer Verfolgung aus Jerusalem flüchteten. Heute erfahren wir, dass sie auch im weit entfernten Damaskus nicht sicher waren. Paulus gab keine Ruhe, er wollte ihnen nacheilen, um sie zurück nach Jerusalem zu bringen. Die Christen müssen ausgerottet werden. Dafür ist kein Aufwand zu groß und kein Weg zu weit. Gamaliel der Lehrer des Paulus Aus Apostelgeschichte 22,3 wissen wir, dass Gamaliel der Lehrer des Paulus war. Von der ausgleichenden Art Gamaliels haben wir am Freitag, 2. Osterwoche in Apg 5, 34-42 erfahren. Paulus unterschied sich jedoch hier radikal von seinem Lehrer. Dennoch hat sich Jesus aber nicht Gamaliel für die Heidenmission erwählt, sondern Paulus. Gamaliel war von seiner Persönlichkeit her eher passiv: Abwarten, Gottes Wille setzt sich durch. Paulus der Schüler des Gamaliel Paulus dagegen hatte eine eher aktive innere Einstellung: Handeln, den Willen Gottes mit ganzem Einsatz umsetzen. Der gleichen Eifer den Paulus bei der Verfolgung der Christen zeigte, trieb ihn auch später an die Botschaft vom Evangelium Jesu bis in die hintersten Winkel aller Länder zu tragen. Wenn Jesus wirklich der Mes-sias ist, dann muss man ihm mit jedem Blutstropfen dienen. Wer bist du, Herr? Es war nicht nur ein Aufwallen tiefer Gefühle, oder eine Fata Morgana, die Paulus in der Nähe von Damaskus berührte. Nein, Jesus Christus offenbarte sich ihm selbst und gab ihm einen inneren, sicheren Gottes-beweis, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, eine lebendige Wirklichkeit ist. Eine einzige Sekunde genügte und die bisherige Existenz des Saulus zerbrach bis auf den Grund. Die große Leistung des Paulus besteht darin, dass er diese Offenbarung akzeptierte, sein altes Leben über Bord warf und von nun an Jesus, dem Messias, diente.

Apg 8, 26-40 Donnerstag, 3. Osterwoche In jenen Tagen sagte ein Engel des Herrn zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend. Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten, und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen. Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen. Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete: Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht auf. In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. Seine Nachkommen, wer kann sie zählen? Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen. Der Kämmerer wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen? Da begann Philippus zu reden, und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus. Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg? Er ließ den Wagen halten, und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entführte der Geist des Herrn den Philippus. Der Kämmerer sah ihn nicht mehr, und er zog voll Freude weiter. Den Philippus aber sah man in Aschdod wieder. Und er wanderte durch alle Städte und verkündete das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam. Steh auf und zieh nach Süden Oft lesen wir diese, oder eine ähnliche Formulierung in der Bibel. 1 Könige 17,9 (Mach dich auf und geh nach Sarepta), Jona 1,2 (Mach dich auf und geh nach Ninive), Mt 9,5 (Steh auf und geh umher.), Mk 2,11 (Steh auf, nimm deine Liege und geh), Apg 3, 6 (Steh auf und geh umher), Apg 8,26 (Steh auf und geh nach Süden) … Steh auf und zieh nach Süden Wie würde ich reagieren, wenn ein Engel zu mir spräche, um mich aufzufordern, durch eine einsame Gegend zu wandern? Würde ich sofort alles liegen und stehen lassen, oder würde ich anfangen zu argumentieren, warum ich gerade jetzt keine Zeit habe? Bild: pexels-photo-7623546 / Miriam Alonso

Apg 8, 1b-8 Mittwoch, 3. Osterwoche An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel. Fromme Männer bestatteten Stephanus und hielten eine große Totenklage für ihn. Saulus aber versuchte die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein. Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut … Die Steinigung des Stephanus war der Auftakt zu einer großen Verfolgung der Christen jener Gegend. Der Schrecken unter den Christen war so groß, dass sie sich in die Gegenden von Judäa und Samaria zerstreuten. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut … Die Apostel jedoch blieben in Jerusalem, um jenen, die geblieben waren, beizustehen. Die Apostel blieben, weil die kleine verfolgte Gemeinde sie brauchte. Alle können fliehen, die Apostel können es nicht. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut … Die Jünger hatten die Freiheit zu fliehen, wie viele andere, sie hatten aber auch die Freiheit, in Jerusalem zu bleiben. Die Apostel blieben, und ich stelle mir vor, wie sie in manchen Nächten vor lauter Angst nicht schlafen konnten. … mit Ausnahme der Apostel zerstreu t. Wenn ich, während ich dies schreibe, in meinem Büro sitze, versuche ich mir für einen Augenblick vorzustellen, wie ich mich entscheiden würde, wenn in der Diözese Freiburg plötzlich eine große Christenverfolgung ausbrechen würde. Würde ich in einer Nachbardiözese fliehen? Hätte ich die Kraft zu bleiben, um für jene da zu sein, die die Schrecken der Verfolgung erleiden müssen? Wie würden Sie sich entscheiden, wenn Sie wüssten, dass die Schergen schon morgen Nacht in Ihr Haus eindringen könnten? Bild: pexels-photo-21950515 / Fuat Ertuş

Apg 7, 51 – 8, 1a Dienstag, 3. Osterwoche In jenen Tagen sagte Stephanus zu dem Volk, den Ältesten und den Schriftgelehrten: Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt. Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er. Saulus aber war mit dem Mord einverstanden Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch … dem Heiligen Geist widersetzt. Stephanus spricht ein hartes Wort: „Ihr widersetzt euch dem Heiligen Geist.“ Das ist keine Beleidigung, sondern eine schlichte Feststellung. Sich dem Heiligen Geist zu verschließen, heißt nicht zuerst, nichts zu wissen. Es heißt: nicht hören wollen. Das Ohr ist da – aber das Wort Gottes dringt nicht mehr durch. Man hört es, aber man lässt es nicht an sich heran. Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch … dem Heiligen Geist widersetzt. Sich dem Hl. Geist zu verschließen bedeutet: nicht antworten wollen. Das Herz spürt vielleicht: Das betrifft mich. Aber man weicht aus. Man verschiebt. Man bleibt, wie man ist. Der eigentliche Widerstand gegen den Hl. Geist ist nicht Unwissenheit, sondern Verweigerung. Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch … dem Heiligen Geist widersetzt. Gott spricht – aber der Mensch bleibt stumm. Darum ist die entscheidende Frage nicht: Habe ich Gottes Wort gehört? Sondern: Habe ich darauf geantwortet?










