Willkomen bei
Pfarrer Edgar Wunsch
Unsere Angebote richten sich an Menschen, die Gott neu entdecken und sich auf das Abenteuer der Nachfolge einlassen möchten. Ein Leben mit Gott ist unheimlich schön und spannend. Ich hoffe, dass für Sie etwas dabei ist.
Pfarrer Edgar Wunsch und Team
tägliche Schriftbetrachtung

Petr 1, 18–25 Mittwoch, 8. Woche 18Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, 19sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. 20Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. 21Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt. 22Der Wahrheit gehorsam, habt ihr euer Herz rein gemacht für eine aufrichtige geschwisterliche Liebe; darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben. 23Ihr seid neu gezeugt worden, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen: durch Gottes Wort, das lebt und das bleibt. 24Denn: Alles Sterbliche ist wie Gras und all seine Schönheit ist wie die Blume im Gras. Das Gras verdorrt und die Blume verwelkt; 25doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Dies aber ist das Wort, das euch als frohe Botschaft verkündet worden ist. Die gestrige Lesung endete mit Vers 16, die heutige beginnt mit Vers 18. Ich frage mich, warum man Vers 17 aus der Leseordnung gestrichen hat. Die Blume im Gras Die Lesung spricht hier treffend von der Schönheit, die wie eine Blume abfällt. Alles, worauf wir oft so stolz sind – Jugend, Erfolg, Besitz, Einfluss –, ist flüchtig wie eine Sommerwiese. Die Blume vergeht – Gottes Wort nicht. Menschen ändern sich, Gefühle schwanken, Sicherheiten brechen weg. Doch Gottes Zusage bleibt bestehen. Petrus verbindet das mit der Wiedergeburt des Menschen: Christen leben nicht nur aus dem, was vergeht, sondern aus etwas, das Bestand hat. Die Blume im Gras Das Bild der verblühenden Blume kann deshalb auch tröstlich sein. Es erinnert daran, dass wir unsere Hoffnung nicht an Dinge hängen müssen, die zwangsläufig vergehen. Nicht Leistung, Schönheit oder Erfolg tragen letztlich das Leben, sondern Gottes bleibendes Wort und seine Liebe. Vielleicht liegt darin die eigentliche Schönheit der Blume im Gras: Sie blüht nur kurz – aber sie verweist auf den, der ewig ist. Bild: Pexel / Thomas Mengwasser

1 Petr 1, 10–16 Dienstag, 8. Woche 10Nach der Rettung haben die Propheten gesucht und geforscht und sie haben über die Gnade geweissagt, die für euch bestimmt ist. 11Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im Voraus bezeugte. 12Ihnen wurde offenbart, dass sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel. 13Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird! 14Als Kinder des Gehorsams gebt euch nicht den Begierden hin wie früher in eurer Unwissenheit! 15Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch eure ganze Lebensführung heilig sein. 16Denn es steht geschrieben: Seid heilig, weil ich heilig bin! Der Hl. Geist in den Propheten Die Lesung weckt in mir sofort eine Frage. Wie kann der Geist Christi vor seiner Geburt in den Propheten des Alten Testaments gewirkt haben, wenn er doch erst an Pfingsten gesandt wurde? Es gibt einen großen Unterschied darin, wie der Heilige Geist im Alten Testament und wie er ab Pfingsten wirkte: Im Alten Testament (vor Pfingsten): Der Geist kam punktuell und zielgerichtet. Er „fiel“ auf bestimmte Personen – wie Könige, Richter oder eben Propheten –, um sie für eine ganz bestimmte Aufgabe auszurüsten. Danach zog er sich oft wieder zurück. Er war ein exklusives Geschenk für wenige. An Pfingsten (und danach): Seit Pfingsten wohnt der Geist Gottes dauerhaft und in jedem Gläubigen. Er ist nicht mehr nur für einzelne Propheten da, sondern für die gesamte Gemeinschaft. Zusammenfassung Petrus schreibt diesen Brief an Christen, die in Kleinasien (heutige Türkei) wegen ihres Glaubens ausgegrenzt und verfolgt wurden. Seine Botschaft lautet: Euer Glaube ist kein billiger, neuer Trend. Er ist das älteste und am besten geplante Geheimnis des Universums. Die Propheten haben danach gesucht, der Geist Christi hat es eingefädelt, und die Engel schauen staunend zu. Bild: G emini_Generated_Image_3xu6l63xu6l63xu6.

Apg 28, 16-20.30-31 Samstag, 7. Osterwoche Nach unserer Ankunft in Rom erhielt Paulus die Erlaubnis, für sich allein zu wohnen, zusammen mit dem Soldaten, der ihn bewachte. Drei Tage später rief er die führenden Männer der Juden zusammen. Als sie versammelt waren, sagte er zu ihnen: Brüder, obwohl ich mich nicht gegen das Volk oder die Sitten der Väter vergangen habe, bin ich von Jerusalem aus als Gefangener den Römern ausgeliefert worden. Diese haben mich verhört und wollten mich freilassen, da nichts gegen mich vorlag, worauf der Tod steht. Weil aber die Juden Einspruch erhoben, war ich gezwungen, Berufung beim Kaiser einzulegen, jedoch nicht, um mein Volk anzuklagen. Aus diesem Grund habe ich darum gebeten, euch sehen und sprechen zu dürfen. Denn um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Fesseln. Er blieb zwei volle Jahre in seiner Mietwohnung und empfing alle, die zu ihm kamen. Er verkündete das Reich Gottes und trug ungehindert und mit allem Freimut die Lehre über Jesus Christus, den Herrn, vor. Nach unserer Ankunft in Rom. Jerusalem, Türkei, Griechenland und nun ist Paulus also in Rom angekommen. Welche Menschen sind in den Jahrhunderten in Rom eingezogen: Feldherren, Kaiser, Kaufleute, Dichter, Philosophen. Den Einzug eines jüdischen Gefangenen in militärischer Begleitung wird niemand beachtet haben. Doch ist dieser Gefangene einer, der die Welt tiefer und nachhaltiger beeinflusst hat als all die Träger glänzender Namen, denen das römische Volk bei ihrem Einzug zujubelte. Zwei Jahre hindurch, mit allem Freimut die Lehre über Jesus verkündet. Das ist jetzt das Letzte, was wir in der Apostelgeschichte von Paulus lesen. Noch als Gefangener hat er mit Freimut in Rom das Evangelium verkündet. Wie ein Testament steht dieser Schlusssatz am Ende der Apostelgeschichte. Ich empfinde diesen Schlusssatz gleichzeitig aber auch als einen Auftrag für uns heutige Menschen. Für heute Paulus hat das Evangelium mit Freimut verkündet, und jetzt sind wir aufgefordert, mit dieser wunderbaren Botschaft vom auferstandenen Herrn Jesus nicht hinter dem Berg zu halten, sondern sie mit Freimut an jene weiterzugeben, die sie noch nicht kennen. Bild: pexels-photo-28749416.png /

Apg 25, 13-21 Freitag, 7. Osterwoche In jenen Tagen trafen König Agrippa und Berenike in Cäsarea ein, um Festus ihre Aufwartung zu machen. Sie blieben mehrere Tage dort. Da trug Festus dem König den Fall des Paulus vor und sagte: Von Felix ist ein Mann als Gefangener zurückgelassen worden, gegen den die Hohenpriester und die Ältesten der Juden, als ich in Jerusalem war, vorstellig wurden. Sie forderten seine Verurteilung, ich aber erwiderte ihnen, es sei bei den Römern nicht üblich, einen Menschen auszuliefern, bevor nicht der Angeklagte den Anklägern gegenübergestellt sei und Gelegenheit erhalten habe, sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. Als sie dann zusammen hierher kamen, setzte ich mich gleich am nächsten Tag auf den Richterstuhl und ließ den Mann vor-führen. Bei der Gegenüberstellung brachten die Kläger keine Anklage wegen solcher Verbrechen vor, die ich vermutet hatte; sie führten nur einige Streitfragen gegen ihn ins Feld, die ihre Religion und einen gewissen Jesus betreffen, der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe. Da ich mich auf die Untersuchung dieser Dinge nicht verstand, fragte ich, ob er nach Jerusalem gehen wolle, um sich dort deswegen richten zu lassen. Paulus jedoch legte Berufung ein; er wollte bis zur Entscheidung der kaiserlichen Majestät in Haft bleiben. Daher gab ich Befehl, ihn in Haft zu halten, bis ich ihn zum Kaiser schicken kann.Da König Agrippa (der Urenkel von Herodes, dem Großen) ein paar Tage in der Stadt blieb, hatte der Statthalter Festus Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. Festus war in einer gewissen Verlegenheit, denn er fand keine verurteilungswürdigen Verbrechen an Paulus. Der Statthalter Festus hat mit einer einfachen Sachlichkeit eines Weltmenschen genau den springenden Punkt des Christentums erfasst. Er kann es nur so primitiv ausdrücken. Aber gerade so kennzeichnet er das Evangelium des Paulus ganz richtig. Bis heute geht es immer wieder um diesen Jesus, der starb und darum für die Welt erledigt ist und von dem die Christen behaupten, er lebe. (Wuppertaler Studienbibel, Werner De Boor, Apostelgeschichte) Du bist von Sinnen, Paulus! Leider fehlt in der Leseordnung der Eucharistiefeier das folgende Gespräch mit König Agrippa. König Agrippa möchte die christliche Lehre aus dem Mund des Paulus selbst hören und lies ihn darum vorführen. Paulus hielt eine relativ lange Rede, welcher alle Anwesenden zunächst geduldig zuhörten. Als Paulus jedoch auf die Auferstehung Jesu zu sprechen kam, rief Festus, der bei diesem Treffen auch dabei war, laut: Du bist von Sinnen, Paulus! Das viele Schriftstudium treibt dich zum Wahnsinn. (Apg 26, 23+24). Ich bin auch von Sinnen! Nach der Meinung von Statthalter Fiskus bin ich auch von Sinnen, denn auch ich glaube an die Auferstehung Jesu. Bild: pexels-photo-36581450.png / Maarten Ceulemans










