
Ausgesandt
Die Jünger werden ausgesandt, um das Evangelium zu verkünden, aber zuvor ruft sie Jesus zu sich. Bevor sie sich aufmachen, um zu Evangelisieren versammelt Jesus die Jünger um sich herum, damit sie mit seiner Kraft und mit seiner Vollmacht ausgestattet das große Werk der Evangelisierung beginnen.
Zuerst zu Jesu, dann zu den Menschen - so könnte man vielleicht sagen.
Jesus rief die Zwölf zu sich, bevor sie sich auf den Weg machen. Diese kurze Notiz sollten wir nicht überhören. Von Jesus ausgehend erfolgt die Sendung. Alles was an pastoralen Plänen, Gedanken und Konzepte nicht von Jesus ausgeht, hat keinen Bestand.
Es wird keine wirkliche Evangelisierung geben, wenn wir nicht Jesus ins Spiel bringen.

Kirche ist keine Kopie
Als Jünger Jesu sollten wir Kirche nicht als Kopie gesellschaftlicher Strömungen gestalten, sondern ganz von Jesus her überlegen wie die Kirche und die Kirchengemeinde Biet, in der wir leben und die uns am Herzen liegt, in die Zukunft hineingehen kann.
Wenn wir nicht von Jesus her denken bleibt unser Tun fruchtlos. So plädiere ich für eine neue Kultur in unseren Gemeinden. Eine Kultur, die sich um Jesus versammelt und von ihm her die Kirche und die Gesellschaft erneuert.
Es macht keinen Sinn, einen Pastoralplan nach dem anderen zu erarbeiten und versuchen umzusetzen, wenn die Grundlage und Ausgangspunkt hierfür fehlt. Und das ist das Bleiben und das Hören bei Jesus.
Jemand hat gesagt: Die Kultur einer Pfarrgemeinde frisst alle Pastoralpläne schon zum Frühstück.

Leidenschaft
Das bedeutet: Wenn wir uns nicht im Glauben, so wie die Jünger Evangelium, zuerst um Jesus herum versammeln, .-.. versanden alle unsere Pläne und unser Bemühen um eine neue Evangelisierung unserer Kirche noch bevor sie angefangen haben.
Ich möchte gerne zusammen mit Ihnen versuchen, Wege für unsere Kirchengemeinde für die Zukunft zu suchen, vor allem wenn wir jetzt 2026 zu einer Kirchengemeinde gehören in nicht nur aus acht Gemeinden, sondern aus 40 Gemeinden und nicht nur 4000 Katholiken, sondern aus 40.000 Katholiken besteht.
Ich möchte diesen Weg suchen im Gebet, im Hören auf Gott.
Vielleicht teilen sie die Leidenschaft für eine lebendige Glaubenskultur in unserer Kirchengemeinde mit mir.

Gemeinsam zu Jesus gehen
Eine Kultur, die sich zuerst um Jesus versammelt und ganz von ihm her konkrete Schritte für die Zukunft überlegt. Gott erwartet auch von uns, dass wir nicht einfach alles laufen lassen, sondern dass wir zu ihm kommen und die Hand heben und sagen:
Ich bin bereit, ich setze mich dafür ein, dass der Glaube an die nächste Generation weitergegeben wird.
Jesus rief die Jünger zu sich bevor er sie aussandte. Ich denke, er ruft auch uns zu sich.
Gemeinsam gehen wir zu Jesus, hören, was er sagt und versuchen dann, wie die Apostel im Evangelium, den Glauben in unserer Gesellschaft hineinzutragen.

