Wenn der Pflüger dem Schnitter folgt
Fülle statt Mangel: Wenn die Verheißung das Herz erreicht
Am 9, 11-15 Samstag, 13 Woche
11 An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids wieder auf; ich vermauere ihre Risse, richte ihre Trümmer auf und baue sie wie in den Tagen der Vorzeit, 12 damit sie den Rest Edoms in Besitz nehmen und alle Völker, über denen mein Name ausgerufen ist – Spruch des HERRN, der dies tut. 13 Seht, Tage kommen – Spruch des HERRN –, da folgt der Pflüger dem Schnitter auf dem Fuß und der Traubentreter dem Sämann; die Berge werden von Wein triefen und alle Hügel werden zerfließen. 14 Ich wende das Geschick meines Volkes Israel; sie bauen die verwüsteten Städte wieder auf und wohnen darin, sie pflanzen Weinberge und trinken den Wein, sie legen Gärten an und essen deren Frucht. 15 Ich pflanze sie ein in ihr Land und sie sollen nie mehr entwurzelt werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.
Da folgt der Pflüger dem Schnitter
Warum spricht mich gerade dieser Vers heute an? Schon oft habe ich ihn in den Werktagsmessen gehört, aber erst heute berührt mich diese Verheißung aus dem Buch Amos.
Liegt es daran, dass jetzt der Zeitpunkt für die Erfüllung der Verheißung gekommen ist? Liegt es daran, dass ich erst jetzt bereit bin, dieser Verheißung Glauben zu schenken? Gottes Wort kommt immer zur rechten Zeit. Jetzt ist die Zeit da: Der Pflüger folgt dem Schnitter!
Da folgt der Pflüger dem Schnitter …
Wenn der Pflüger (der die Erde für die neue Saat vorbereitet) den Schnitter (der noch die alte Ernte einbringt) einholt, bedeutet das: Die Fülle ist so überwältigend, dass die Ernte gar kein Ende mehr nimmt. Zwei Arbeitsschritte, die eigentlich Monate auseinanderliegen, verschmelzen zu einem einzigen, ununterbrochenen Fest der Fruchtbarkeit.
Da folgt der Pflüger dem Schnitter …
Wir denken oft in Phasen: Erst muss die alte Struktur sterben (Schnitter), dann müssen wir lange trauern, dann mühsam den Boden neu umpflügen (Pflüger), und irgendwann in ferner Zukunft kommt vielleicht neues Leben. Bei Amos passiert alles gleichzeitig. Der Pflüger folgt dem Schnitter.
Da folgt der Pflüger dem Schnitter …
Für mich bedeutet dies, dass in all den schmerzhaften Abschiedsprozessen, die wir zurzeit in der Kirche durchlaufen, das Neue schon längst aufkeimt.
Wo traditionelle Gemeinden schrumpfen, entstehen vielleicht im selben Moment lebendige christliche Gemeinschaften
Da folgt der Pflüger dem Schnitter …
Gott hebt das Gesetz des Mangels auf. Amos verspricht uns eine Zeit, in der die göttlichen Gnaden schneller fließen, als wir sie überhaupt verbrauchen können. Es ist ein Zustand der permanenten Fülle.
Da folgt der Pflüger dem Schnitter
Noch während wir die Erde für die neue Ernte vorbereiten, ist die Ernte schon da. Gott ist immer schon einen Schritt weiter, als wir es für möglich halten.
Da folgt der Pflüger dem Schnitter …
Wir müssen die Kirche nicht aus eigener Kraft „retten“. Gott hält die Fülle für uns schon bereit und es ist eine so große Fülle, dass wir kaum noch mit der Arbeit nachkommen.
Da folgt der Pflüger dem Schnitter …
Gottes Wort erreicht das Herz immer zur rechten Zeit. Jetzt ist die Zeit da der Pflüger dem Schnitter folgt. Ich könnte auch sagen: Fülle statt Mangel: Wenn die Verheißung das Herz erreicht
Bild. Ki Google Gemin
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