Zur Freiheit berufen
Gal 4, 22-24.26-27.31 - 5, 1 Montag, 28. Woche
In der Schrift wird gesagt, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien. Der Sohn der Sklavin wurde auf natürliche Weise gezeugt, der Sohn der Freien aufgrund der Verheißung. Darin liegt ein tieferer Sinn: Diese Frauen bedeuten die beiden Testamente. Das eine Testament stammt vom Berg Sinai und bringt Sklaven zur Welt; das ist Hagar - Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. 7Denn es steht in der Schrift: Freu dich, du Unfruchtbare, die nie geboren hat, brich in Jubel aus und jauchze, die du nie in Wehen lagst! Denn viele Kinder hat die Einsame, mehr als die Vermählte. Daraus folgt also, meine Brüder, dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien. Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!
Zur Freiheit hat uns Christus befreit.
Wer Christus erkannt hat, wird auch erkennen, dass die Gebote nicht als eine drückende Last, als Zwang und knechtende Forderung gegeben sind, sondern darum, dass es mir gut geht. Ich möchte die Gebote Gottes gerne erfüllen, nicht unter Zwang, sondern aus Liebe.
Lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!
Wir haben in unseren Tagen einen komischen Begriff von Freiheit. Freiheit bedeutet für manche: Ich kann tun und lassen, was ich möchte. Aber das ist ein kopfloses Streben nach Freiheit. Freiheit braucht auch Grenzen, Regeln und Gesetze. Die Jagd unserer Spaßgesellschaft nach einer ungezügelten Freiheit legt den Menschen auch ein drückendes Joch der Knechtschaft auf.
Bild: pexels-photo-17379253 / Mateusz Mierzejewski
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