Die Blume im Gras
Petr 1, 18–25 Mittwoch, 8. Woche
18Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, 19sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. 20Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. 21Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt. 22Der Wahrheit gehorsam, habt ihr euer Herz rein gemacht für eine aufrichtige geschwisterliche Liebe; darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben. 23Ihr seid neu gezeugt worden, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen: durch Gottes Wort, das lebt und das bleibt. 24Denn: Alles Sterbliche ist wie Gras und all seine Schönheit ist wie die Blume im Gras. Das Gras verdorrt und die Blume verwelkt; 25doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Dies aber ist das Wort, das euch als frohe Botschaft verkündet worden ist.
Die gestrige Lesung endete mit Vers 16, die heutige beginnt mit Vers 18. Ich frage mich, warum man Vers 17 aus der Leseordnung gestrichen hat.
Die Blume im Gras
Die Lesung spricht hier treffend von der Schönheit, die wie eine Blume abfällt. Alles, worauf wir oft so stolz sind – Jugend, Erfolg, Besitz, Einfluss –, ist flüchtig wie eine Sommerwiese. Die Blume vergeht – Gottes Wort nicht. Menschen ändern sich, Gefühle schwanken, Sicherheiten brechen weg. Doch Gottes Zusage bleibt bestehen. Petrus verbindet das mit der Wiedergeburt des Menschen: Christen leben nicht nur aus dem, was vergeht, sondern aus etwas, das Bestand hat.
Die Blume im Gras
Das Bild der verblühenden Blume kann deshalb auch tröstlich sein. Es erinnert daran, dass wir unsere Hoffnung nicht an Dinge hängen müssen, die zwangsläufig vergehen. Nicht Leistung, Schönheit oder Erfolg tragen letztlich das Leben, sondern Gottes bleibendes Wort und seine Liebe.
Vielleicht liegt darin die eigentliche Schönheit der Blume im Gras:
Sie blüht nur kurz – aber sie verweist auf den, der ewig ist.
Bild: Pexel / Thomas Mengwasser
Ihr Kommentar
tägliche Schriftbetrachtung










