ein anderes Evangelium
Gal 1, 6-12 Montag, 27. Woche
Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi. Ich erkläre euch, Brüder: Das Evangelium, das ich verkündigt habe, stammt nicht von Menschen; ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi empfangen.
Der Galaterbrief, der uns in dieser Woche begleitet, ist ein sehr kurzer Brief mit lediglich 6 Kapiteln. Es lohnt sich, diesen Brief einmal zu lesen, denn er wendet sich an Christen, die von Irrlehren beeinflusst werden.
Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell … einem anderen Evangelium zuwendet.
Warum nur haben die Christen so wenig Widerstandskraft gegenüber fremden Lehrern? Sie sind wie ein Boxer, der kaum zum Kampf angetreten schon wieder von den Beinen geholt wird. Sie sind wie das Volk Israel, welches die Befreiung erlebte und 40 Tage später vor einem dummen Kalb auf den Knien lag. Sie sind wie die Israeliten, zu denen der Prophet Jeremia sagte: Was läufst du so leichtfertig bald hierhin, bald dorthin! (Jer 2,36)
Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell … einem anderen Evangelium zuwendet.
Ich bin erstaunt, dass die heutigen Christen sich so schnell allen möglichen Ideologien anschließen. Warum haben wir keine Widerstandskraft gegen die Gender Ideologie? Warum stehen die Christen nicht geschlossen auf gegen die Tötung ungeborener Kinder im Mutterleib? Warum akzeptieren die Christen nahezu stillschweigend, dass eine christliche Ehe unter allen möglichen Vorzeichen geschlossen werden kann?
Suche ich etwa Menschen zu gefallen?
Unsere erste Pflicht ist es, Gott zu gefallen und nicht das zu tun, was den Menschen schmeichelt. Wir dürfen nicht das Evangelium und die Lehre der katholischen Kirche so verändern, dass es nur noch den Zuhörern gefällt und angenehm ist. Wir müssen mehr besorgt darüber sein, Gott zu gefallen. Unser Leben gehört nicht mehr uns, sondern Christus. Wir sind Diener und Knechte Christi. Unsere Botschaft und unser Leben sollten Gott gefallen und nicht den Menschen schmeicheln.
Bild: pexels-photo-15382614 / Roman Zionka
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