Glänzende Reden
1 Kor 2, 1-5 Montag, 22. Woche
Als ich zu euch kam, Brüder, kam ich nicht, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten. Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch. Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes.
Glänzende Reden oder gelehrte Weisheit
Vor gar nicht allzu langer Zeit hörte ich, wie sich zwei Personen über mich unterhielten. Viel bekam ich von ihrem Gespräch nicht mit, doch ein einzelner Satz, den ich im Vorübergehen aufschnappte, hat sich mir eingeprägt: „Der Pfarrer Wunsch benutzt nur ganz einfache Worte, wenn er redet.“
Glänzende Reden oder gelehrte Weisheit
Ich weiß bis heute nicht, wie genau das gemeint war – zumal der Sprecher selbst ein äußerst geschliffener Rhetoriker ist. Aber ich nehme es ihm keineswegs übel, denn im Grunde hatte er recht. Wenn ich das Wort Gottes verkünde, kann und will ich nicht mit jenen mithalten, die professionelle Rhetorikkurse besucht haben und deren Zunge zweifellos lockerer sitzt als die meine.
Glänzende Reden oder gelehrte Weisheit
Es ist auch gar nicht mein Anspruch, glänzende Reden voller Fremdwörter zu schwingen. Mein Ziel ist ein anderes: Ich möchte versuchen, die Botschaft des Evangeliums verständlich in unsere Zeit zu übersetzen und sie den Menschen in Liebe weiterzugeben. Ob mir das gelingt, das müssen letztlich andere beurteilen.
Bild: pexels-photo-8847005 / Mikhael Nilov
Ihr Kommentar
tägliche Schriftbetrachtung











