Wie der Ton in der Hand des Töpfers
Jer 18, 1-6 Donnerstag, 17. Woche
Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: Mach dich auf, und geh zum Haus des Töpfers hinab! Dort will ich dir meine Worte mitteilen. So ging ich zum Haus des Töpfers hinab. Er arbeitete gerade mit der Töpferscheibe. Missriet das Gefäß, das er in Arbeit hatte, wie es beim Ton in der Hand des Töpfers vorkommen kann, so machte der Töpfer daraus wieder ein anderes Gefäß, ganz wie es ihm gefiel. Da erging an mich das Wort des Herrn: Kann ich nicht mit euch verfahren wie dieser Töpfer, Haus Israel? - Spruch des Herrn. Seht, wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel.
Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand.
Jeremia hat sich sicher gefragt, warum er zum Haus des Töpfers hinabgehen soll. Ohne zu zögern, tut er, was der Herr ihm sagt, und beobachtet den Töpfer eine Weile bei seiner Arbeit. Plötzlich muss ihm etwas aufgegangen sein. Plötzlich hat er verstanden, wie Gott arbeitet.
Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand.
Selbst wenn wir Menschen dem ursprünglichen Plan Gottes nicht folgen, wenn unsere Schuld und unser Versagen die Pläne, die Gott mit uns hat, vereiteln, so ist Gott doch immer wieder in der Lage, einen neuen Plan für uns auszuarbeiten. Gott hat immer das Ende im Blick, und sollte uns ein Weg versperrt sein, oder verbauen wir uns selber unsere Wege, so hat Gott doch immer noch einen Plan B.
Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand.
Etwas anderes geht mir an der heutigen Bibelstelle auf. An einer gewöhnlichen Arbeit des Töpfers erkennt Jeremia eine Eigenart Gottes. Als er der täglichen Arbeit des Töpfers zuschaut, versteht er Gott plötzlich tiefer. Ich möchte heute versuchen, über das Alltägliche nicht so hinwegzuhuschen, sondern auch im Gewöhnlichen tiefer zu blicken und Gottes Ruf an mich zu hören.
Bild: pexels-photo-36190460 / Jeffry Surianto
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