Besser unverheiratet ....
1 Kor 7, 25-31 Mittwoch, 23. Woche
Was die Frage der Ehelosigkeit angeht, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat. Ich meine, es ist gut wegen der bevorstehenden Not, ja, es ist gut für den Menschen, so zu sein. Bist du an eine Frau gebunden, suche dich nicht zu lösen; bist du ohne Frau, dann suche keine. Heiratest du aber, so sündigst du nicht; und heiratet eine Jungfrau, sündigt auch sie nicht. Freilich werden solche Leute irdischen Nöten nicht entgehen; ich aber möchte sie euch ersparen. Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine, wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer, wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
Besser unverheiratet bleiben.
Warum aber ist es so? Wo liegt denn der Grund, warum Paulus empfiehlt, unverheiratet zu bleiben? Offensichtlich gab es in der Stadt Korinth auch eine zunehmende Form der Christenverfolgung. Paulus meint darum, dass es besser sei, wegen der bevorstehenden Not unverheiratet zu bleiben.
Besser unverheiratet bleiben.
Unverheiratet zu bleiben, weil eventuell eine Not, eine Verfolgungszeit kommen könnte, ist zwar ein praktischer, aber kein hinreichender Grund, um ein zölibatäres Leben zu führen. Wenn jemand ein zölibatäres Leben führt, nur weil eine Verfolgungszeit kommen könnte, diese dann aber doch ausbleibt, so hätte er ja sein eheloses Leben umsonst geführt.
Besser unverheiratet bleiben.
Die einzige Motivation, die über die Jahre hinweg auch trägt und durchhält, sollte nichts anderes sein als die Liebe zu Gott. Gott aus Liebe zu dir schenke ich dir mein Leben ganz. Aus Liebe zu dir möchte ich ganz für dich da sein. Aus Liebe zu dir möchte ich meine Kraft und meine Zeit allein dir schenken.
Besser unverheiratet bleiben.
Die Haltung des Paulus ist den modernen Menschen fremd, weil wir nicht mehr erahnen, wie schön, wie tief und erfüllend es ist, sich Gott ganz zu schenken. Sich Gott ganz hinzugeben enthält eine Tiefe und einen Glanz, der die irdischen Dinge zwar nicht belanglos, aber zweitrangig macht.
Bild: exels-photo-6276729 / Cottonbro studio
Ihr Kommentar
tägliche Schriftbetrachtung











