Hast du je dem Morgen geboten
Ijob 38, 1.12-21; 40, 3-5 Freitag, 26. Woche
Der Herr antwortete dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach: Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten, dem Frührot seinen Ort bestimmt, dass es der Erde Säume fasse und dass die Frevler von ihr abgeschüttelt werden? Sie wandelt sich wie Siegelton, die Dinge stehen da wie ein Gewand. Den Frevlern wird ihr Licht entzogen, zerschmettert der erhobene Arm. Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen, hast du des Urgrunds Tiefe durchwandert? Haben dir sich die Tore des Todes geöffnet, hast du der Finsternis Tore geschaut? Hast du der Erde Breiten überblickt? Sag es, wenn du das alles weißt. Wo ist der Weg zur Wohnstatt des Lichts? Die Finsternis, wo hat sie ihren Ort, dass du sie einführst in ihren Bereich, die Pfade zu ihrem Haus sie führst? Du weißt es ja; du wurdest damals ja geboren, und deiner Tage Zahl ist groß. Da antwortete Ijob dem Herrn und sprach: 4Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund. Einmal habe ich geredet, ich tu es nicht wieder; ein zweites Mal, doch nun nicht mehr!
Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten?
Mit all seinem Wissen kann der Mensch nicht verhindern, dass jeden Morgen die Sonne neu aufgeht. Er kann nicht beeinflussen, ob sie etwas später oder ob sie etwas früher aufgeht. Die Schönheit und die Ordnung der Natur sind von Gott geschaffen und gegeben.
Haben sich dir die Tore des Todes geöffnet?
Der Mensch muss wieder lernen, dass er nicht der Herrscher über die Schöpfung ist, sondern dessen Diener. Der Mensch kann nicht einmal einen einzigen Stern bewegen. Der Mensch kann nicht einmal verhindern, dass die Hand des Todes sich nach ihm ausstreckt. Der Mensch fühlt sich allmächtig und groß, aber kann nicht verhindern, dass er stirbt.
Aber Gott kann das Tor des Todes öffnen, das hineinführt in das ewige Leben.
Bild: pexels-photo-5735450 / David Floyd
Ihr Kommentar
tägliche Schriftbetrachtung











